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Mi, 16:13 Uhr
08.11.2023
Statement der Polizeigewerkschaft

"Wir schützen jüdisches Leben"

Am 9. November 2023 jährt sich der Tag der Novemberpogrome gegen Menschen jüdischen Glaubens zum 85. Mal. In der Pogromnacht von 1938 wurden überall in Deutschland Synagogen und jüdische Einrichtungen verwüstet, Juden und Jüdinnen angegriffen, verschleppt und ermordet...

Die Polizeien des Bundes und der Länder stellen sich der geschichtlichen Verantwortung und arbeiten die Rolle der Polizei in der NS-Zeit intensiv auf. Das Ziel der kritischen Auseinandersetzung mit der Rolle der eigenen Institution im Nationalsozialismus und ihrer Beteiligung an den Gräueltaten ist es, aus dem Verhalten in der Vergangenheit Lehren für die Gegenwart und die Zukunft einer demokratischen und rechtsstaatlichen Polizei zu ziehen.

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Aus unserer Geschichte lernen heißt, sich entschieden gegen jegliche Form von Rassismus und Antisemitismus einzusetzen, und unsere offene, freie und demokratische Gesellschaft mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zu verteidigen.

Teil davon ist es, die Menschen, die bei der Polizei arbeiten, darin zu stärken, die freiheitlich demokratische Grundordnung zu verteidigen. Konkret bedeutet dies: Polizeibeschäftigte schützen jüdisches Leben in Deutschland und verfolgen konsequent Angriffe durch Antisemiten und Antisemitinnen.

Wir Polizeibeschäftigten sind uns unserer besonderen Verantwortung zum Schutz jüdischen Lebens und jüdischer Einrichtungen in Deutschland bewusst. Wir verurteilen jede Äußerung oder Handlung, die sich gegen jüdische Mitmenschen richtet, auf Schärfste. Für alle Polizeibeschäftigten hierzulande ist klar: Solche Taten werden konsequent verfolgt.

Hass und Hetze, ebenso wie Gewaltandrohungen, Verunglimpfungen oder Brandanschläge dürfen in unserer Gesellschaft Niemandem gegenüber Raum bekommen, weder im Internet noch im analogen Raum. Wir, die Beschäftigten in der Polizei stellen uns dem entschlossen entgegen und werden die freiheitlich demokratische Grundordnung beharrlich beschützen.

Nie wieder ist jetzt!
Autor: red

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Kommentare
ArreeTim
09.11.2023, 10:45 Uhr
Wenn jüdisches Leben in DE geschützt werden muss, liebe Polizeigewerkschaft, dann
ist es doch schon viel zu weit gegangen, Schutz jüdischen Lebens bedeutet doch Normalität im normalen gesellschaftlichen Leben &mehr. Deutschland ist nicht Nazideutschland, aber natürlich muss daraus eine Lehre gezogen werden. Für ein: Nie Wieder ist jetzt!, ich unterstütze das, greift Ihr Statement aber zu kurz? Polizeilich (nicht gesellschaftlich) sollte Polizei sicherstellen können, dass aufgeklärt (Erscheinungsformen auch digital usw.) werden kann und das Opfer von Antisemitismus zu ihrem Recht kommen müssen und sich sicher und beschützt in unserer Gesellschaft fühlen. Das bedeutet eben auch, dass
man Straftaten als solche erkennen kann! Dazu wird keine Bildung und Ausbildung, um zu wissen, was Antisemitismus überhaupt ist, mehr benötigt? Verständnis von Antisemitismus haben - oder vielleicht auch von jüdischen Menschen, das halte ich für eine weitere Grundlage. Und noch mehr! Ich persönlich, sozialisiert in der ehem. DDR, war mal sehr beeindruckt von jüdischer Kultur und auch Humor, der oder die herzerwärmend sind. Auch für Polizisten. Nun, es liegt mir fern, Sie belehren zu wollen, aber ein breiterer Ansatz wird zu mehr Verständnis beitragen können. Durch eine solche Sensibilisierung und die Behandlung des Themas könnte ein Bewusstsein entstehen, dass einige Annahmen womöglich falsch sein könnten?
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