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Fr, 16:57 Uhr
03.11.2023
ARD-Deutschlandtrend:

FDP unter 5-Prozent-Marke

Mit dem Terrorangriff der islamistischen Hamas vom 7. Oktober ist der israelisch-palästinensische Konflikt neu entbrannt. Die Ereignisse vor Ort sehen die Bundesbürger mit großer Besorgnis. Drei Viertel der Deutschen geben an, die aktuellen Geschehnisse im Nahen Osten würden sie sehr stark oder stark bewegen...

Grafik (Foto: infratest dimap, im Auftrag der ARD) Grafik (Foto: infratest dimap, im Auftrag der ARD)
Acht von zehn machen sich große Sorgen um die von der Hamas entführten Geiseln. Zwei Drittel sind besorgt über die Lage der israelischen Zivilbevölkerung, sieben von zehn über die Situation der Palästinenser. Gleichzeitig fürchten acht von zehn eine regionale Ausweitung des Konfliktes.

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Die militärische Reaktion Israels auf die Terroranschläge der Hamas bewerten 35 Prozent als angemessen, vier von zehn geht der Gegenschlag der israelischen Armee hingegen zu weit. Prioritär ist aus Sicht der Deutschen eine größtmögliche Schonung von Zivilisten im Kampfgebiet. Dass Militäraktionen gegen die Hamas selbst dann gerechtfertigt sind, wenn davon die palästinensische Zivilbevölkerung mitbetroffen ist, findet keine Mehrheit. Von einer Verantwortung für die aktuell schwierige Lage der Zivilbevölkerung im Gazastreifen sprechen die Deutschen keine der Konfliktparteien frei. Gut drei Viertel der Wahlberechtigten sehen die Terrororganisation Hamas als verantwortlich für die Lage vor Ort an. Aber auch Israel wird von fast sechs von zehn für die momentane Situation der Bevölkerung in Gaza in die Pflicht genommen.

Die innenpolitische Situation in Deutschland ist nach wie vor geprägt durch eine massive Unzufriedenheit mit den Berliner Regierungsleistungen. Ein knappes Viertel der Wahlberechtigten äußert sich wohlwollend zur Arbeit der Bundesregierung, drei Viertel üben Kritik. Abgesehen von Verteidigungsminister Pistorius sehen sich alle Spitzenpolitiker der Ampel-Parteien weiterhin mehrheitlich negativen Urteilen ausgesetzt. Angesichts der fortgesetzten Unzufriedenheit mit der Regierung bleiben Union und AfD in der bundespolitischen Stimmung im Vorteil.

Die CDU/CSU liegt in der Sonntagsfrage mit 30 Prozent (+2) weiterhin an erster, die AfD mit 22 Prozent (+/-0) an zweiter Stelle. Die Sozialdemokraten hätten unverändert 16 Prozent in Aussicht, die Grünen weiterhin 14 Prozent. Die FDP würde mit 4 Prozent (-2) derzeit an der Mandatsschwelle scheitern. Die Linke könnte mit 5 Prozent (+1) rechnen. Alle übrigen Parteien kämen zusammen auf 9 Prozent (-1), darunter die Freien Wähler mit 3 Prozent.

Nach der Ankündigung von Sahra Wagenknecht zur Gründung einer eigenen Partei steht das hiesige Parteiensystem vor der Bildung einer mit nationalem Anspruch antretenden politischen Formation, die sich – für die Bundesrepublik ein Novum – um eine einzelne Person gruppiert. Dass eine neue Partei unter Führung von Sahra Wagenknecht für die Politik in Deutschland gut sei, ist eine Meinung, die jeder Dritte vertritt. Zugleich käme für knapp drei von zehn die Wahl der Partei grundsätzlich in Frage.

Mobilisieren will das Wagenknecht-Projekt vornehmlich bestehende Unzufriedenheiten. Tatsächlich findet das Vorhaben im Lager der von der Regierungspolitik Enttäuschten große Sympathien. Wahlberechtigte im Osten der Republik sind empfänglicher für die Wahl einer Wagenknecht-Partei als Bürger im Westen. Ebenso signalisieren Anhänger der sonstigen Parteien und der Linken, vor allem aber der AfD, eine überdurchschnittliche Offenheit zur möglichen Unterstützung der Partei. Auch die Nachfrage zu den Gründen für eine mögliche Wahl der geplanten Parteineugründung unterstreicht die Bedeutung verbreiteten Unmuts für den Erfolg bzw. Misserfolg des Projekts.

An erster Stelle wird allgemeine Enttäuschung gegenüber den anderen Parteien benannt. Thematisch hat die Migrationspolitik großen Stellenwert, gefolgt von der Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie Fragen der deutschen Außen- und Ukraine-Politik. Für fast drei von zehn liefert die Person Wagenknecht selbst das zentrale Argument. Jeder Neunte begründet seine Sympathien für das Parteiprojekt mit erwarteten neuen Impulsen für die Politik.

Den kompletten Überblick finden Sie hier .
Autor: psg

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Kommentare
Leser X
03.11.2023, 18:48 Uhr
Offensichtlicher ist das Volk klüger...
... als die Regierenden hierzulande. Die erlassen nämlich täglich neue Demonstrations- und am liebsten gleich noch Denkverbote, weil sie infolge ausbleibender Friedensinitiativen deutlich in ihrer eigenen Defensive gefangen sind.

Es fällt zudem auf, dass diese Kriege, beginnend mit dem Ukraine-Krieg, zeitnah mit dem Machtantritt eines sehr alten Mannes in Washington begannen, der wohl kaum noch die Konsequenzen tragen muss. Auch die von einem seiner Getreuesten aufgerufene Zeitenwende erscheint inzwischen in einem ganz anderen Schummerlicht.
Audio
03.11.2023, 20:07 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
Kama99
03.11.2023, 21:11 Uhr
@Leser X
Unsere Frau Baerbock ist aber schon dabei den Krieg nach Deutschland zu holen. Viel fehlt nicht mehr dazu, die quatscht sich in der halben Welt um Kopf und Kragen.
geloescht.20250302
03.11.2023, 22:55 Uhr
Glauben Sie...
...unter einem nur weniger.Alten Mann im Oval Office wären die letzten 2 Jahre kriegstechnisch anders verlaufen, Leser X?

Also sind Sie Trump-Fan? Ok, das war ein Scherz meinerseits ;)

Nach Obama (Der.auch kein Friedensengel war) hatten weder die Demokraten noch Republikaner irgendeinen Kandidaten U50 in petto. Spricht irgendwie gegen Nachwuchsgewinnung.
grobschmied56
04.11.2023, 10:09 Uhr
Da zeigt sich mit voller Wucht ...
... die Verblödungswirkung unseres grün-links-verpeilten Öffentlich-Schwächelnden Schwundfunks! Vier von zehn Deutschen halten also die Reaktion Israels auf das Abschlachten seiner Bevölkerung für 'unangemessen'!
Muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Was würden denn die Leute für 'angemessen' halten?
Massenmörder mit Konfettikanonen beschießen?
Vielleicht sollten die Kanoniere der IDF aber auch ihre 120 mm -Geschütze mit Backpulver und Pfannkuchen laden...
Es steht immerhin geschrieben: 'So Jemand mit Steinen nach Dir wirft, dann werfe mit Brotkrumen zurück!'
Die Hamas - Banditen in Gaza können froh sein, daß der Grobi nicht israelischer Verteidigungsminister ist. Der gehört nämlich einer anderen Glaubensrichtung an.
(Auge um Auge, Zahn um Zahn!)

Immer wieder wird geklagt, die armen Palästinenser in Gaza hätten ja auch unter der Hamas zu leiden. Jo, stimmt, aber die haben sie selbst mehrheitlich gewählt.
Und haben auf den Straßen gejubelt, als die Kindermörder ihr schändliches Werk im Kibbuz Kfar Aza vollbracht und die grausigen Bilder INS NETZ gestellt hatten.
Da hält sich mein Mitleid für die 'armen Palästinenser' doch sehr in Grenzen.

Was die Jubler auf deutschen Straßen angeht:
Da würde ich mir wünschen, die deutsche Polizei ginge gegen die auch nur halb so hart und entschlossen vor, wie gegen die Querdenker oder den Kordhosen-Prinzen und seine Reichsbürgerwehr...
Man wird ja wohl noch träumen dürfen...
Psychoanalytiker
04.11.2023, 10:15 Uhr
30,0 minus 6,5
Für mich immer wieder interessant, die aktuellen Wahltrends der renomierten Meinungsforschungsinstitute.

Ich weiß, es sind nur "Momentaufnahmen", aber dennoch nach wissenschaftlich-mathematischen Methoden errechnet. Auch wenn es da durchaus Fehlerquoten gibt, so sind diese "Hochrechnungen" doch erstaunlicherweise sehr nah an der Realität. Bei den Wahlen in Bayern und Hessen sagte "mein bevorzugtes" Institut z.B. für die AfD Platz 3 bzw. 2 vorraus, und genau so kam es dann auch.

Im vorliegenden Fall untersuchte "Infratest dimap" für die ARD den Deutschlandtrend. Interessant ist da für mich in erster Linie die Darstellung von CDU/CSU. Diese gelten hierzulande als "Schwesternparteien", betonen aber vor und nach Wahlen immer wieder, dass sie getrennt sind und eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Spätestens in der "Berliner Runde" sitzen dann auch der Vertreter der CSU und der Vertreter der CSU nah beieinander vor den Kameras.

Nun gibt es da ein neues Wahlgesetz, nachdem die Zweitstimme massiv aufgewertet wurde. Fiele die CSU, bundesweit berechnet unter die "5-Prozent-Hürde" wäre sie trotz "100" Erststimmengewinnen nämlich nicht mehr im Bundestag, die CDU würde allein einziehen.

Der Anteil der CSU beträg aktuell 6,5 Prozent. Daraus ergibt sich der reine CDU-Anteil von (30 minus 6,5 gleich) 23,5 Prozent für die CDU, was all dies schon wieder realitiviert. Dies wird aber im Deutschlandtrend dann doch lieber nicht so dargestellt. 30 Prozent klingt nach mehr, als 23,5 Prozent.

Und auch wenn (mindestens) ein Kommentator der nnz glaubt, ich sei doch eher AfD "affin", nein, bin ich nicht, aber es interessiert mich gleichzeitig sehr, warum die AfD massive Stimmengewinne hat, im Osten nahezu überall die 30 Prozent überschritten hat, und warum "Ampel & Co." die jahrelangen Forderungen der AfD nun nachahmen, dies als eigene Ideen verkaufen ("Masche Ricarda Lang"), selbst aber dabei "demokratisch" bleiben, wo doch die AfD-Forderungen als ach so "undemokratisch" gelten.

Und auch interessant ist, wer an Hand der Prozentzahlen noch "Volkspartei" ist, und wer nicht. SPD-Vertreter verkündeten einst, dass dies bei 20 Prozent anfängt. Der Leser kann daraus schließen, dass nur noch ... .
Leser X
04.11.2023, 11:04 Uhr
tannhäuser
Lassen Sie uns doch statt über einen "weniger alten Mann" mal über gar keinen Mann reden.

Ich spreche mal die kühne und zumindest von einem Gefühl getriebene Vermutung aus, dass junge Frauen und/oder Mütter dem Weltfrieden besser täten als all die alten Krieger.

Und das komische ist doch, dass im Westen immer so viel von Gleichberechtigung geschwätzt wird. Aber an den wirklichen Schalthebel der mißbrauchten Macht sitzen schon auffällig viele alte Männer/Greise.

Weg mit ihnen. Die Völker haben es in der Hand, ihre Zukunft oder ihr Verderben zu wählen.

PS: Da es unrühmliche Ausnahmen gibt, schließe ich Frau Baerbock selbstredend aus.
geloescht.20250302
04.11.2023, 12:00 Uhr
Leser X!
Als Biden gewählt wurde, immer verwirrter ans Mikro schlurfte, hineinstotterte und die krummen Geschäfte seines Sohnes Hunter bekannt wurden, ging ich wirklich davon aus, dass er nur Platzhalter für seine relativ junge, ins Rampenlicht katapultierte Vize ist, die ihn nach spätestens 2 Jahren Amtszeit beerben würde.

Wäre ja nicht die erste vorzeitige Amtsübergabe gewesen, wenn diesmal auch ohne Attentat oder Watergate.

Aber Trumps Auf- und Ausfälligkeiten haben abgelenkt davon, dass Biden eher ins Betreute Wohnen als in die Air Force One gehört.

Und wenn Sie Trampolinchen von der Liste nehmen, kommt Meloni bei Ihnen wohl gar nicht in die Nähe selbiger?

Und die FDP? Vereinigungen wie "Freie Wähler" oder "Bürger für Deutschland" mit offenen Ohren für Befindlichkeiten und Sorgen der Bürger im Heimatort haben für mich eher eine Existenzberechtigung als dieser Gelbe arrogante machtgeile Mitläuferhaufen!
Strandläufer
04.11.2023, 14:40 Uhr
FDP unter 5 Prozent
Wäre tatsächlich schade. Die Ideen und Ansätze sind gut. Arbeit muss sich mehr lohnen als Nichtarbeit und die Selbstverantwortung gefördert werden.
Leider sind sie recht leise zwischen den lauten Grünen. Und leider sind Waffenlobbyisten wie Strack-Zimmermann die, die es bei/mit mir auch verkrätzen. Warum ist Kubicki so ausgebremst? Die FDP hat sich leider mit dieser Regierungsbildung keinen Gefallen getan und sollte die Reissleine ziehen um ihr Gesicht zu wahren. ODER: klare Kante zeigen.
Sonst werden sich die Wähler weiter abwenden.
Niemand will weiterhin Milliarden in Aufrüstungen stecken...egal wo. Wir sind echt die zahlenden Deppen Europas.

Friedensverhandlungen wären geboten.
Aber bitte mit ausgebildeten Diplomaten.
Leser X
04.11.2023, 16:34 Uhr
Niemand will Milliarden in die Rüstung stecken?
Doch! Natürlich! Sie haben sie doch selbst benannt, Strandläufer. Die fanatische Waffenhändlerin der FDP namens Strack-Zimmermann. Das zeigt gleichzeitig, wem sich diese Partei verbunden fühlt.
Strandläufer
04.11.2023, 18:02 Uhr
Leser X
Ich darf nicht chatten, will aber trotzdem versuchen zu antworten.

Ganz genau richtig was sie sagen.
Und genau diese Frau, diese Waffenlobbyistin mit ihrem Säbelrasseln ist nicht gut. Das Schlimme ist ja, wo man weiß wo sie auf der Gehaltsliste steht, man die heroen Ziele zur Unterstützung der Ukraine nicht mehr abnehmen kann.

Lobbiysmus für Buntestagabgeordnete/Landtagsabgeordbete/ Entscheider sollte verboten werden!

Ich meine mit "Niemandem" die Bevölkerung (aber ich denke das haben sie verstanden).
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