nnz nachgehakt
Alle raus aus der Rautenstraße 1
In der letzten Woche hat die Gerüchteküche mal wieder gebrodelt, angeblich wolle die SWG den Wohnblock in der Rautenstraße 1 ohne große Umschweife sofort leerziehen. Ganz so ist es nicht, aber an dem Gebäude aus den 50er Jahren muss etwas passieren. Die nnz hat nachgehakt...
Der Laubengang auf der Rückseite der Rautenstraße 1 muss dringend saniert werden (Foto: Susanne Schedwill/ SWG Nordhausen)
Was genau ist das Problem?
Das Wohnhaus in der Rautenstraße 1 ist ein 64 Jahre altes Gebäude, 1958 von Stadtplaner und Architekt Friedrich Stabe entworfen. Die 30 kleinen Wohnungen sind ausschließlich über Laubengänge zu erreichen.
Und genau diese Laubengänge sind nun der Knackpunk, teilt die städtische Wohnungsbaugesellschaft SWG mit. "Zahlreiche Betonabsplitterungen und Rostschäden wurden an der Stahlbetonkonstruktion festgestellt. Das Nordhäuser Bauprüfinstitut NBI führte in unserem Auftrag im Frühjahr dieses Jahres zwei Betonuntersuchungen durch: Die Ergebnisse der Gutachten zeigten, dass der Zustand der Decken und Stützriegel des Laubengangs erheblich schlechter ist als zunächst angenommen."
Ursächlich sei der schlechte Beton, der in den Aufbaujahren verwendet wurde. Infolgedessen habe man den Umfang der Sanierung neu bewerten müssen. Ursprünglich sei geplant gewesen, diese Schäden bei bewohntem Zustand mittels Betonsanierung zu beheben. Eine Sanierung sei aber aufgrund des schlechten Zustandes der Stützriegel und des Betons nicht mehr möglich.
In Zusammenarbeit mit unserem Planungsbüro wurden unterschiedliche Möglichkeiten geprüft und entschieden, dass der Laubengang in einem ersten Schritt abgebaut und anschließend wiederaufgebaut werden muss, erklärte SWG-Projektleiter Maik Müller.
Muss der ganze Block leergezogen werden?
Da die 30 Wohnungen ausschließlich über den Laubengang erreichbar sind, bestehe nun keine andere Möglichkeit, als das gesamte Haus für die Sanierungsarbeiten vollständig zu räumen.
"Wir haben alle Möglichkeiten geprüft, eine Sanierung des Laubengangs während der Vermietung durchzuführen. Leider haben wir feststellen müssen, dass es keine praktikable und vor allem sichere Lösung gibt, um die Wohnungen während des Laubengang-Rückbaus zu erreichen", so SWG-Geschäftsführerin Inge Klaan.
Die Mieter erhielten bereits im Sommer die Kündigungen bis zum 30. Juni 2024. Man unterstütze die Mieter bei der Suche nach einer neuen Wohnung. Bis jetzt sei etwa die Hälfte der Wohnungen leergezogen – den meisten Mietern habe man eine neue Wohnung vermitteln können, einige seien aber auch ganz aus Nordhausen weggezogen. Die fünf gewerblichen Mieter im Erdgeschoss sind von den Kündigungen nicht betroffen und können ihre Geschäfte auch während der Bauarbeiten weiterhin öffnen.
Alle Mieter, die sich bisher noch nicht bei der SWG gemeldet haben, werden noch einmal angeschrieben, um bei der Wohnungssuche zu helfen, versichert der Vermieter. "Alle Mieter der Rautenstraße 1 werden von uns vorrangig mit neuen Wohnungen versorgt. Wir haben außerdem all unsere Mieter über die geplanten Arbeiten in unserer Mieterzeitung informiert, die Ende September erschienen ist.", heißt es weiter aus dem Unternehmen.
Wird der Block saniert oder muss mit einem Abriss gerechnet werden?
Der Wohnblock wird nicht abgerissen, wird aber umfangreich saniert, da das Haus einmal leergezogen ist. Es sind größere Eingriffe im Haus geplant, unter anderem soll es barrierearm umgebaut werden. Neben der Errichtung neuer Laubengänge ist der Einbau eines Aufzugs geplant, der in Kombination mit den Laubengängen einen barrierearmen Zugang zu allen Wohnungen ermöglicht, mit Ausnahme der beiden Dachgeschosswohnungen. Zudem sollen die Grundrisse modernisiert und teilweise von 1-Raum- auf 2-Raum-Wohnungen vergrößert werden, um die Nachfrage nach größerem Wohnraum besser bedienen zu können. Außerdem werden auch die Balkone erneuert.
"Wir werden das Haus auch energetisch sanieren. Dabei sollen nicht nur alle Versorgungsstränge und die Haustechnik erneuert, sondern das Haus soll auch an das Fernwärmenetz angeschlossen werden.", teilt die SWG weiter mit. Neben der Kellerdecke werde auch die Fassade energetisch saniert. Auch das Grafitto an der straßenseitigen Fassade soll im Zuge der Arbeiten wiederhergestellt werden.
Der Planungsprozess soll in diesem Jahr abgeschlossen und der Bauantrag noch in 2023 gestellt werden. Der Baubeginn ist für 2024 geplant.
Autor: red
Kommentare
Kama99
03.11.2023, 14:38 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Gehört nicht zum Thema des Beitrages
Jäger53
04.11.2023, 07:45 Uhr
Rautenstrasse 1
Eine Frage wurde vergessen. Kommen nach der Sanierung Flüchtlinge in den Wohnblock.
Cenny
04.11.2023, 08:25 Uhr
Wirtschaftlicher Schaden!
Unverständlich für die Mieter, die dieses Jahr erst einziehen durften! Bauplanungen in dem Umfang beginnen doch nicht erst im selben Jahr der Kündigung und werden auch in dem Jahr bewilligt bzw. abgeschlossen. Es gibt Mieter, die erst im Frühjahr eingezogen sind. Die jetzt doppelte Umzugskosten, Renovierungskosten etc haben. Man denke nur mal an Küchenmöbel. Wer bezahlt denn jetzt die Kosten für neue Arbeitsplatten, neue Rollos oder neue Farbe? Und vor allem den Umzug an sich?
Hier hätte es wenigstens eine Mieterversammlung geben müssen, um Transparenz zu schaffen. Und vor allem keine neuen Mieter ins Haus einziehen lassen. Unverschämtheit!
Platzkonzert
04.11.2023, 09:03 Uhr
@Jäger53
Selbstverständlich können nach der Sanierung die geflüchteten Mieter, soweit Interesse besteht, wieder in ihre alte Behausung zurück ziehen. Das bleibt aber allein den geflüchteten Mietern überlassen.
NDH62
04.11.2023, 09:27 Uhr
Typisch Nordhausen
Ich habe auch etwas von dieser Gerüchteküche mitbekommen.
Es ist schon sehr traurig und man muß sich wirklich langsam schämen, in dieser Stadt zu leben.
Was manche Menschen, die ich immer für halbwegs intelligent gehalten habe, für geistigen Dünnschiß von sich geben.
Die blaue Alternative und der Verschwörungswahn sind hier leider in vielen Köpfen angekommen.
Aber es gibt zum Glück immer noch viele Menschen in dieser Stadt, die ihre positive Kraft für ein lebenswertes Nordhausen einbringen. Es werden hoffentlich wieder mehr.
Klaus K
04.11.2023, 10:18 Uhr
Unverständnis für SWG
Hat man die Schäden nicht kommen sehen durch eine kontinuierliche Bauprüfung und regelmäßige Sanierung? Alles scheint auch hier wieder in letzter Not geschehen mit entsprechend hohen Kosten. Darauf deutet auch hin daß man noch Mieter hat einziehen lassen?
Psychoanalytiker
04.11.2023, 11:24 Uhr
Mein Wasserglas ist noch halb voll ...
... weil ich eher Optimist bin, glaube ich mal an die Bauschäden an diesem Haus und die Notwendigkeit, die Wohnungen räumen zu müssen.
Das "halb leere Glas" gibt es bei mir aber auch, weil ich zunehmend Berichte über die Habgier diverser Vermieter lese, höre oder sehe. Da schmeißen zunehmend Vermieter unter dem Vorwand von Abriß und Neubau, oder notwendigen Sanierungen Mieter (gerne Rentner) raus und bieten dann die Wohnungen ohne die Maßnahmen durchzuführen den Städten und Gemeinden für Flüchtlings- und Migrantenaufnahme an. Zuletzt in Lörrach, ...
und Dresden genau so geschehen.
Mangels Unterkünfte für die mit Bussen herangekarrten Menschen werden sofort langfristige Verträge geschlossen, die Verantwortlichen können Erfolge vermelden und den Vermieter freuen wesentlich höhere und sichere Einnahmen. Und weil Vertrag Vertrag ist, sind die Deutschen "angesch...en" und die Neuankömmlinge brauchen nicht in Zelten schlafen.
Warten wirs ab, ob hier saniert wird, um Migranten eine neue Heimat zu bieten, oder tatsächlich dringend Sanierungsbedarf an den Wohnungseingängen besteht.
Noch ist für mich "das Glas halb voll", ich bin aber gespannt, ob hier die Wahrheit verkündet, oder doch nur gelogen wurde. Lügen haben nämlich sehr "kurze Beine", und wie sagte Friedrich Merz so treffend:
"Wie heißen die denn" (die dann neuen Mieter) ...
Südharzmensch
04.11.2023, 13:25 Uhr
Blödsinnige Verschwörungstheorien
Blödsinnige Verschwörungstheorien, daß ein Block saniert wird für Geflüchtete.
Das Problem ist vielmehr, ob alle Meiter die jetzt ausziehen müssen andere bezahlbare Wohnungen finden können und wie hoch die Miete nach der Sanierung ist und wer die Umzugskosten übernimmt.
nur_mal_so
04.11.2023, 14:15 Uhr
Ich habe nur darauf gewartet,
dass nach der Verschwörungstheorie "Die liefern jetzt die Flüchtlinge mit Bussen nachts auf den Bebelplatz, damit es keiner mitriegt!" die Verschwörungstheorie kommt "Nein, in Wahrheit werfen die die deutschen Mieter raus, um danach die ganzen Moslems einziehen zu lassen!"
In der Südharzgalerie essen nur Ukrainer Eis, im Sekundentakt sehen sich wehrlose Verkäuferinnen von ausländischen Ladendieben bedroht, im Supermarkt bezahlen tut sowieso keiner der Flüchtlinge, und jeder, der nicht zur Grippeschutzimpfung geht, wird von unserer Regierung schlimmer verfolgt als ein Hamas-Mitglied.
Ich frage mich, was in manchen Köpfen vor sich geht.
Viel kann es nicht sein.
Aber der Zulauf zur blauen Partei wundert mit bei solchen "plausiblen Beweisführungen" nicht. Die SWG räumt mitten in der Stadt einen ganzen Block, um Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen.
Klar.
Psychoanalytiker
04.11.2023, 19:52 Uhr
Kleiner Tipp ...
... wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Diejenigen, die hier Verschwörungstheorien vermuten oder anprangern, sollten doch bitte vor ihren hier abgegebenen Kommentare die Artikel unserer "Elite-Journalisten" lesen, da steht, dass zumindest in den von mir genannten Städten genau das drin, was mein "halb leeres Glas" ausmacht.
Das dürften also eher keine Fakes von unseren "Elite-Journalisten" sein, wenn sie genau von solchen raffsüchtigen Vermietern berichten, die z.B. mit der Stadtverwaltung Dresden einen solchen Vertrag für die Aufnahme von Flüchtlingen abschließen, obwohl der Abriß des Hauses zuvor beantragt wurde, alte Menschen die jahrelang dort wohnten rausschmissen und jetzt Flüchtlinge einziehen. Traurig dass Ihr das nicht seht oder begreifen wollt. Gut ist aber, dass immer mehr Menschen nicht nur lesen, sondern auch die richtigen Schlüsse daraus ziehen.
Und ja, daran sind nicht die Flüchtlinge schuld, es sind raffgierige Vermieter, bestimmte Politiker, die die aktuellen Warnrufe aus den Städten und Gemeinden ignorieren, und diejenigen, die Artikel des Grundgesetes mißachten oder falsch interpretieren.
Wie Bitte
04.11.2023, 23:23 Uhr
@psychoanalytiker
Ich fürchte, Sie haben die Kommentare in ihrer Gesamtheit nicht überblickt, sondern sich nur auf Ihrer Kommentar bezogen gefühlt.
Es geht aber um eine komplette Flüchtlings-Hysterie gerade, welche hier beschrieben wird, und deren wahnwitzige Ausuferungen (von "ich kann in der Südharzgalerie kein Eis mehr essen, weil das schon alle Ukrainer weggekauft haben" über "egal, wo ich hingehe, zufälligerweise gibt es in jedem Geschäft gerade zu diesem Zeitpunkt Ärger mit Ausländern" bis hin zu "die Flüchtlinge werden, damit es keiner merkt, auf den Bebelplatz gefahren" - zumindest letzteres müsste doch nun selbst dem AfD-Gläubigsten zum Stutzen bringen: Geheim? Mitten auf dem Bebelplatz?) nur noch als völlig absurd beschrieben werden könnten.
Könnten?
Ja, nur könnten.
Weil viel zu viele darauf ungefiltert hereinfallen und es nur zu gerne glauben wollen, weil sie sich damit in ihrer unbestimmten Bedrohungslage bestärkt fühlen.
Da fällt ein Gerücht wie "die SWG räumt den Block nicht wegen baulicher Sicherheit, sondern für die Moslems!" auf nahrhaften Boden, und eigentlich müsste und sollte man darüber lachen, wenn solche Gerüchte nicht der Hysterie "Flüchtlinge! Überall Flüchtlinge! Die schneiden uns die Köpfe ab wie der Orang-Utan in 'Rue Morgue'!" jener blauen "Alternative" massenhaft Wähler zutreiben würde.
Wollen wir nicht einfach abwarten, bis der Block saniert ist?
Sollten dann tatsächlich Flüchtlinge einziehen, können Sie ihn ja immer noch - - -
crazy21
04.11.2023, 23:31 Uhr
Wiederholt es sich?
Wenn ich diesen Artikel lese kommen mir einige Dinge bekannt vor, die Jüdenstraße/Predigerstraße weist in ihren Wohnungen,Hausfluren,an den Fassaden gravierende Mängel auf,in Form von Rissen in den Wänden die zusehends "Wachsen".
Einer dieser Blöcke müsste genau aus diesem Grund schon weichen.
Es wäre wichtig auch diese Häuser mal ordentlich unter die Lupe zu nehmen um solch eine aus meiner Sicht " Katastrophe" zu verhindern...
Aber mal von den Rissen abgesehen sind die Häuser ohnehin absolut in Vergessenheit geraten, dreckige Fassaden, völlig unansehnliche Treppenhäuser, der Standard der Wohnungen,wenn man nicht gerade neu eingezogen ist ,ist keineswegs gerechtfertigt.
Balkone die vor Jahren im Gespräch waren wurden nie wieder erwähnt...
Aber ganz wichtig ist das die SWG die Blöcke die für Besucher der Stadt gut sichtbar sind immer wieder auf den neuesten Stand bringt! Wie Mieter 2.Klasse,so kommt man sich vor.
Psychoanalytiker
05.11.2023, 09:49 Uhr
Ich habe nochmal "Dresden" kontaktiert @ Wie bitte
Dort stand in einer vermutlich seriösen, sehr viel gekauften Tageszeitung (Auszug):
"Geht es nach dem Eigentümer, kann man mit dem Haus nichts mehr anfangen: Wegen "fehlender angemessener wirtschaftlicher Verwertung" müsse es abgerissen werden.
Dann kursierte in sozialen Medien plötzlich das Gerücht, man wolle in dem Gebäude Flüchtlinge unterbringen. DIE STADT BESTÄTIGTE DAS JETZT. Die Wohnungen wurden der Stadt angeboten und es konnten sechs Einzelwohnungsmietverträge abgeschlossen werden", erklärt Baubürgermeister Stephan Kühn (44)."
(Das Gerücht war also die blanke Wahrheit.)
Zuvor, und das konnte ich leider hier nicht auch noch hineinkopieren, stand, dass Deutschen gekündigt wurde.
Ich interpretiere den gesamten Artikel so, dass ein Vermieter seinen vorherigen Mietern unter dem Vorwand des notwendigen Abrisses kündigte, den Abriss aber nicht einmal beantragte und diese Wohnungen der Stadt Dresden zur Weitervermietung an Flüchtlinge anbot.
Es tut mir leid, aber so etwas "versaut" den hier schon immer Lebenden jegliches Vertrauen. Und wenn die Stadtverwaltung den Umstand kennt, dies auch noch akzeptiert, diesbezügliche Verträge abschließt und die Miete dafür bereitstellt, braucht man sich nicht zu wundern, dass die Zustimmung zu einer Partei, die trotz Ungläubigkeit gegenüber meiner Person noch immer nicht die meine ist, massiv steigt. Und ... mir zahlt Nordhausen meine Miete nicht!!!
Es ist offensichtlich kein Fake, das Geschehen an sich spaltet aber unsere Gesellschaft, weil es nunmehr kein Einzelfall mehr ist. Und Verzeihung, ich bin kein Bärchenwerfer, ich bin ein sich allumfassend informierender Realist, der logisch denkt. Und die unmögliche Politik unserer Regierenden macht nun auch mich skeptisch. "Nachtigall ick hör dir trapsen" ist leider der 50prozentige Teil meines "halbvollen Glases". Und wie schon geschrieben: Es sind nicht die Flüchtlinge, die hier Schuld sind. Es ist unsere, selbst im Ausland so gesehene "dümmste Politik der ganzen Welt" durch oft ungebildete Politiker. Das sind nicht meine Worte, sondern die eines alten Mannes bei einer Gesprächsrunde mit Olaf Scholz. Ich glaube aber, dass dieser alte Mann sehr viel Lebenserfahrung, und damit Recht hat.
Mitternacht
05.11.2023, 12:14 Uhr
Das ist doch aber überhaupt kein Problem.
Selbst wenn es so wäre, dann würden sich immer noch genug A** zusammenfinden, um mit Heugabeln und Fackeln die Businsassen am Aussteigen zu hindern, oder den - sanierten oder nicht sanierten - Block gleich ganz anzünden.
Die Stimmung ist doch grad eh danach. Machen wir einfach weiter.
Psychoanalytiker
05.11.2023, 18:20 Uhr
Ich möchte nicht chatten, aber meine Sicht darstellen
z.B. @ Mitternacht:
Es ist leider so, dass solche Mosaiksteinchen von Medien und Journalisten als bedauerliche Einzelfälle oder ähnlich beschrieben werden. 1989 wurden wir "Ossis" auch mit "Bärchen", Schokolade, Atlanten, Bananen auf das Herzlichste begrüßt. Das ist lange her, und wegen des aktuellen Wählervotums in Höhe von über 33 Prozent (außer Berlin) pro AfD werden wir nun eher gar nicht mehr "geliebt" und 1/3 der "Ossis" gerne als "Nazi" bezeichnet.
Und wenn solche wahren Berichte (wie meiner) von eher links denkenden "Fundis" nicht geglaubt, beschönigt, als Fake bezeichnet oder ...... wird, dann merkt das nicht nur dieses Drittel des Wahlvolkes, sondern inzwischen auch so mancher "Wessi", z.B. in Lörrach. Die AfD und die CDU steigen und steigen, "dunkelrot, rot, grün und gelb" sind bundesweit im Sinkflug.
Man sollte daher besser "Realo"als "Fundi" sein, denn sonst haben wir hier sehr bald 50:50 Einstellungen, wie sie in GB und USA üblich sind. Ich will soetwas nicht, aber wir sind auf dem Weg dorthin.
Und man sollte endlich mal die Augen nicht nur aufnachen, sondern auch durch sie hindurchsehen. Fakt ist jedenfalls, dass die Regierungsparteien, ja sogar Frau Faeser, jetzt Dinge fordern, die schon seit Jahren von der AfD propagiert wurden. Als Beispiele nenne ich da "kein Bargeld", "stationäre Grenzkontrollen", "Kontrollen an den Außengrenzen" oder "Rückführung nicht Berechtigter".
All dies (aber noch viel mehr) was die "Ampel" gerade durch eine 180 Grad-Wende verbal propagiert, galt vor den Wahlen in Hessen und Bayern als "rechts" und "populistisch", ist aber genau der "AfD-Sprech" von "gestern".
Die Menschen sind nicht blöd, erkennen dies und wenden sich daher eher dem Original zu, auch weil das Verbale noch nicht praktisch genug umgesetzt wird. Das ist einfach so.
"Brandmauern" oder "rote Linien" sind da "Kindergarten" und genau so dumm wie der ständige Hinweis auf "die demokratische" Parteien. Ich sehe in der Flüchtlingsfrage keine wirklichen Unterschiede mehr. Und man sollte Demokratie leben, und dazu gehört auch "Andersdenkende" einzubeziehen und nicht auszugrenzen, um dann danach doch das Gleiche zu tun.
Wie gesagt: Soetwas ist Kindergarten, nichts anderes ...
Lautaro
06.11.2023, 11:19 Uhr
Abwarten !
Keiner von uns kann ingenieurtechnisch die Notwendiigkeit einer umfassenden Sanierung beurteilen ! Ob in dieses Gebäude nach der Sanierung ein paar Facharbeiter einziehen werden, kann mir meine Glaskugel nicht beantworten.
Allerdings weiss ich aus meiner Zeit als Paketkurier, dass dort viele Rentner seit sehr vielen Jahren wohnen. Diese aus ihren Wohnungen zu treiben, halte ich für grob unbillig. Da muss eine andere Lösung gefunden werden !
P.Burkhardt
12.11.2023, 11:41 Uhr
Die im Artikel beschriebenen
Sanierungsmaßnahmen sind nicht möglich, so lange der Block bewohnt ist.
Mir scheint der eingeschlagene Weg also der einzig mögliche zu sein.
Die Frage ist also nicht, ob die Mieter drin bleiben könnten, sondern die Frage ist: Lassen wir die Bude weiter verfallen ?
Für die Mieter natürlich (gerade bei Älteren) eine mittlere Katastrophe, keine Frage, aber insgesamt ist es doch gut, wenn alte Gebäude aufgewertet werden. Die Wohnqualität (barrierearm, energieeffizient) wird sich verbessern, die Nebenkosten sinken. Tip an die SWG: Ihr könntet die Dächer entweder selbst mit PV vollpacken, oder die Dachfläche dafür vermieten - ein paar bürokratische Hürden sind da zwar zu nehmen, aber wo ein Wille ist, findet sich der Weg.
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