Do, 12:25 Uhr
08.06.2006
Auf Brautschau
Nordhausen (nnz). Eine Variante der Einnahmenerhöhung für Kommunen ist die Eingemeindung von Nachbarn. Das hat auch die Stadtverwaltung Nordhausen erkannt und Stadträte zur Brautschau ausgesandt. Die wurden auch fündig, bei einer geschmückten Braut. Die nnz mit den Einzelheiten.
Zum 1. Januar des kommenden Jahres soll die Gemeinde Rodishain - wie auch der Nachbarort Stempeda - zur Stadt Nordhausen gehören. Die Stadtratsmitglieder des Nordhäuser Ausschusses für Stadtordnung und Ortsteile (ASO) haben sich jetzt in Rodishain umgesehen. Unser Ausschuss ist quasi der natürliche Verbündete der Ortsteile. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Belange bei der Stadt einzubringen - das hat bisher auch immer gut geklappt, sagte Ausschuss-Mitglied Dr. Manfred Schröter (CDU) zum Rodishainer Bürgermeister Herbert Becker, der die Ausschuss-Mitglieder durch den Ort führte.
Rodsihain gehe als geschmückte Braut in die Ehe mit Nordhausen, sagte Becker beim Rundgang durch die Ortschaft. So seien von den rund 300 Einwohnern immerhin 50 Kinder - wir sind mit 3 bis 4 Babys pro Jahr ein geburtsfreudiger Ort, das dürfte auch Nordhausen freuen, so Becker. Hinzu komme, dass die Freizeit- bzw. Nachmittagsbetreuung dieser jüngsten Einwohner auf ehrenamtlicher Basis gleich mit übernommen werde - durch den Drachenland-Verein, einem Zusammenschluss von Eltern.
Einmalig sei auch die Lage von Rodishain, wir sind eine Perle im Südharz - ohne Durchgangsverkehr, mitten im Grünen, in herrlicher Umgebung zwischen Altem Stolberg und Harz und haben mittlerweile sogar eine bitumierte Anbindung an den überregionalen Harzrund-Fahrradweg, einen Campingplatz und ein schönes Hotel im Ort, so Becker. Diese geographischen Reize wüssten auch immer Städter zu schätzen: Wir haben kontinuierlich neue Bauanträge. Doch nicht nur die Lage des Ortes sei gut, auch der Ort selbst könne sich sehen lassen: Der Spielplatz ist neu, das Dorfgemeinschaftshaus auch, das Schützenhaus und die Schießanlage, ebenso das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr.
Auch das Gebäude der Gemeindeverwaltung sei auf Vordermann gebracht, wie auch die Straßen im Ort. Man habe sehr viele Grünflächen, das ist schön anzusehen, allerdings bedeutet das zugleich einen hohen Pflegeaufwand. Charakteristisch für Rodishain sei der Bach, der sich mitten durch das immerhin über zwei Kilometer lange Dorf schlängele, der macht uns allerdings bei Tauwetter zu schaffen, so Becker. Für 2008 solle Rodishain dann noch in die Dorferneuerung aufgenommen werden, das ist ein echter Lottogewinn - die Projekte sind in Vorbereitung, so Becker. Ein noch ausstehendes Projekt sei die Sanierung der Dorfkirche. Hier müssten Dach, Gefache und die Sakristei erneuert werden.
Aus all diesen Gründen sei es wichtig, dass Rodishain auch nach dem Zusammenschluss mit der Stadt Nordhausen seinen typischen Charakter bewahren kann. In den kommenden Wochen sollen nun die Verträge zur Eingemeindung vorbereitet werden. Jutta-Karin Busch, die Vorsitzendes ASO, sagte dabei dem Ortsbürgermeister die Unterstützung des Ausschusses zu. Gute Ansprechpartner für die Vertragsgestaltung seien auch die anderen Ortsbürgermeister, die einen Eingemeindungsprozess bereits absolviert hätten und ihre Erfahrungen zur Verfügung stellen könnten. Übrigens: Die Bevölkerung von Nordhausen würde um nicht einmal 600 Einwohner wachsen.
Autor: nnzZum 1. Januar des kommenden Jahres soll die Gemeinde Rodishain - wie auch der Nachbarort Stempeda - zur Stadt Nordhausen gehören. Die Stadtratsmitglieder des Nordhäuser Ausschusses für Stadtordnung und Ortsteile (ASO) haben sich jetzt in Rodishain umgesehen. Unser Ausschuss ist quasi der natürliche Verbündete der Ortsteile. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Belange bei der Stadt einzubringen - das hat bisher auch immer gut geklappt, sagte Ausschuss-Mitglied Dr. Manfred Schröter (CDU) zum Rodishainer Bürgermeister Herbert Becker, der die Ausschuss-Mitglieder durch den Ort führte.
Rodsihain gehe als geschmückte Braut in die Ehe mit Nordhausen, sagte Becker beim Rundgang durch die Ortschaft. So seien von den rund 300 Einwohnern immerhin 50 Kinder - wir sind mit 3 bis 4 Babys pro Jahr ein geburtsfreudiger Ort, das dürfte auch Nordhausen freuen, so Becker. Hinzu komme, dass die Freizeit- bzw. Nachmittagsbetreuung dieser jüngsten Einwohner auf ehrenamtlicher Basis gleich mit übernommen werde - durch den Drachenland-Verein, einem Zusammenschluss von Eltern.
Einmalig sei auch die Lage von Rodishain, wir sind eine Perle im Südharz - ohne Durchgangsverkehr, mitten im Grünen, in herrlicher Umgebung zwischen Altem Stolberg und Harz und haben mittlerweile sogar eine bitumierte Anbindung an den überregionalen Harzrund-Fahrradweg, einen Campingplatz und ein schönes Hotel im Ort, so Becker. Diese geographischen Reize wüssten auch immer Städter zu schätzen: Wir haben kontinuierlich neue Bauanträge. Doch nicht nur die Lage des Ortes sei gut, auch der Ort selbst könne sich sehen lassen: Der Spielplatz ist neu, das Dorfgemeinschaftshaus auch, das Schützenhaus und die Schießanlage, ebenso das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr.
Auch das Gebäude der Gemeindeverwaltung sei auf Vordermann gebracht, wie auch die Straßen im Ort. Man habe sehr viele Grünflächen, das ist schön anzusehen, allerdings bedeutet das zugleich einen hohen Pflegeaufwand. Charakteristisch für Rodishain sei der Bach, der sich mitten durch das immerhin über zwei Kilometer lange Dorf schlängele, der macht uns allerdings bei Tauwetter zu schaffen, so Becker. Für 2008 solle Rodishain dann noch in die Dorferneuerung aufgenommen werden, das ist ein echter Lottogewinn - die Projekte sind in Vorbereitung, so Becker. Ein noch ausstehendes Projekt sei die Sanierung der Dorfkirche. Hier müssten Dach, Gefache und die Sakristei erneuert werden.
Aus all diesen Gründen sei es wichtig, dass Rodishain auch nach dem Zusammenschluss mit der Stadt Nordhausen seinen typischen Charakter bewahren kann. In den kommenden Wochen sollen nun die Verträge zur Eingemeindung vorbereitet werden. Jutta-Karin Busch, die Vorsitzendes ASO, sagte dabei dem Ortsbürgermeister die Unterstützung des Ausschusses zu. Gute Ansprechpartner für die Vertragsgestaltung seien auch die anderen Ortsbürgermeister, die einen Eingemeindungsprozess bereits absolviert hätten und ihre Erfahrungen zur Verfügung stellen könnten. Übrigens: Die Bevölkerung von Nordhausen würde um nicht einmal 600 Einwohner wachsen.

