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Mo, 09:01 Uhr
30.10.2023
ifo Institut

Arbeitsverbot für Geflüchtete sollte gelockert werden

Der ifo-Forscher Panu Poutvaara hat sich für eine Lockerung des Arbeitsverbots für Geflüchtete ausgesprochen. Wegen des Arbeitskräftemangels und des engen Spielraums bei den öffentlichen Finanzen sei es sinnvoll, Geflüchtete mit guter Bleibeperspektive so früh wie möglich in den Arbeitsmarkt zu integrieren...

"Sie zahlen dann Steuern und Sozialabgaben“, sagte der Leiter des ifo Zentrums für internationalen Institutionenvergleich und Migrationsforschung am Montag in München.

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„Geflüchtete, die bereits arbeiten, sollten nicht befürchten müssen, dass ihnen die Arbeitserlaubnis wieder entzogen wird. Arbeitsverbote haben langfristig negative Effekte, auch nachdem das Verbot aufgehoben wurde.“ Hingegen sollten die Beschränkungen für Asylsuchende aus sicheren Herkunftsländern beibehalten werden, erklärte er.

Fehlende Sprachkenntnisse gefolgt von fehlenden Ausbildungen sind immer noch die größten Hindernisse bei der Aufnahme einer Beschäftigung. Auch hier gebe es Reformbedarf: Geflüchtete müssen die Gleichwertigkeit ihrer Qualifikation prüfen lassen. Diese Prüfung liegt in der Verantwortung der Länder. Das führt dazu, dass die Verfahrensweisen regional sehr unterschiedlich sind. So gebe es in Bayern allein sieben zuständige Stellen.

Auch die geforderten Unterlagen, die Kosten und auch die Ergebnisse der Prüfung sind uneinheitlich. Da die zuständigen Behörden häufig überlastet seien, werde die gesetzliche Frist von vier Monaten für die Prüfung teilweise überschritten. „Die Anerkennungsstellen benötigen dringend mehr Personal. Außerdem sollten die Zuständigkeiten gebündelt und digitalisiert werden“, sagte Poutvaara.

Gemeinnützige Arbeit sei sinnvoll für Geflüchtete, die weder arbeiteten noch an einem Sprachkurs teilnähmen, die sich nicht in einer Ausbildung befänden oder an einem Integrationskurs teilnähmen. Sie könnte die Integration der Geflüchteten in die Gesellschaft und das Erlernen der Sprache fördern.
Autor: agl

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Kommentare
free Gigi
30.10.2023, 09:21 Uhr
eins oben drauf
es sollte nicht die Prämisse gelten: "Arbeitsverbot für Geflüchtete sollte gelockert werden" sondern, "Arbeitspflicht für Geflüchtete sollte umgesetzt werden"!
Real Human
30.10.2023, 11:11 Uhr
Die deutsche föderale Bürokratie …
… fällt uns mal wieder „auf die Füße“.

Wenn es stimmt, dass „es in Bayern allein sieben zuständige Stellen“ für die Genehmigung von Arbeitsplätzen für Flüchtlinge gibt, dann erinnert mich das an eine alte Eulenspiegel-Karikatur, in der Parteibürokraten mit einem Transparent mit der Aufschrift „Wir beschäftigen uns mit uns selbst!“ im Kreis um ein Problem herumliefen, anstatt es zu lösen.

Und dann auch noch das leidige Sprachproblem, das sich keineswegs von selbst erledigt und z.B. auf dem Bau oder in der Medizin zu lebensgefährlichen Missverständnissen führen könnte. Da sind eben sehr „dicke Bretter“ zu bohren.

Noch'n Problem:
„Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen“ (Max Frisch) Es kamen Menschen mit all ihren „Macken“. Nein, sie kamen mit ihren „Narrativen“, also z.B. ihren Religionen, die oft nur (stumpfsinnige?) Traditionen sind. Das Ergebnis sind dann oft Parallelwelten, die auch mal auf den Straßen heftigst aufeinanderprallen.

Ich höre gerade nebenbei die Deutschlandfunk-Sendung „Kontrovers“ mit dem Thema „Aufregerthema Flüchtlingspolitik – reales Problem oder aufgebauscht?“. (Die Sendungen sind nachhörbar.)

Probleme, Probleme … P..

Wäre es da in einer Parteidiktatur wie z.B. in der VR-China nicht viel einfacher? Wäre 1989 die „Chinesische Lösung“ für die „DDR“ nicht viel besser gewesen?

Na klar, ein Großer Führer löst alle Probleme – auch die menschlichen auf seine „weise“ Weise!
„Schlimmer geht’s immer!“
Windhauch
30.10.2023, 13:19 Uhr
„Probieren geht über Studieren!“
Warum meine liebe Großmutter - Gott habe sie selig - dieses Sprichwort zitierte, kann ich heute nicht genau sagen.
Fehlende Bildungsabschlüsse aktiver Politiker*Innen (und außen) kann sie nicht gemeint haben, denn in ihrem sozialen Medium „Das Volk“ (Organ der Bezirksleitung der SED, Erfurt) stand seinerzeit darüber nichts geschrieben.

Probieren geht über Studieren, scheint sich aber in der Realpolitik Deutschlands als Maxime durchgesetzt zu haben. So probiert z. B. Frau Faeser mal aus, ob denn Grenzkontrollen eventuell den Zustrom von Flüchtlingen stoppen könnte. Und Frau Baerbock probiert mal aus, ob durch einen Tritt an die Schienbeine der Chinesen, diese endlich feministische Außenpolitik begreifen. Derweil probiert Herr Habeck die Klimarettung aus, indem er per Gesetz die Wärmepumpen dem Deutschen Michel empfiehlt.

Wen wundert´s also, wenn Herr Poutvaara, dem ifo-Forscher lt. Artikel,
von „sollte“, „könnte“ und „würde“ spricht, um uns – vielleicht auch den Verantwortlichen – zu erklären, dass eine sofortige Beschäftigung von Geflüchteten doch ziemlich sinnvoll sein könnte, mit Ausnahme derer, die aus sicheren Herkunftsländern stammen würden.
Vielleicht hat es sich noch nicht in seinem Institut herumgesprochen, dass es außer Deutschland auf der Welt keine weiteren sicheren Herkunftsländer gibt ...

Deshalb probieren wir jetzt mal aus, ob wir nicht die Geflüchteten und andere potenzielle Asylbeantragende sofort und auf der Stelle in Lohn, Brot und Arbeit! zu bringen. Grund genug die Sozial- und Steuerkassen mal wieder aufzubessern, hätten wir (bei 1,4 Billionen EURO Deutschland-Schulden).

Packen wir es also an, zumal sich dadurch sehr schnell Spreu vom Weizen trennen würde.
Schon deswegen sollte man es unbedingt mal ausprobieren!
Echter-Nordhaeuser
30.10.2023, 13:49 Uhr
Fehlende Ausbildung
Ich dachte immer es kommen alles Fachkräfte, unter zehntausend Leuten ist eine Fachkraft wenn überhaupt. Die Denstädt erzählt doch immer wir benötigen Fachkräfte und was kommt an Leute die wir selbst zu Tausenden hier sitzen haben.
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