Mi, 07:14 Uhr
07.06.2006
Provokativ und verhandelbar
Nordhausen (nnz). In der vorigen Woche hatte die nnz über die ersten Vorstellungen einer so genannten Taskforce berichtet. Die soll Vorschläge für einen Haushalt der Kreisverwaltung präsentieren, der den Namen auch verdient.
Viel Beifall haben sich die Mitglieder der Einsatzgruppe bislang nicht abholen können. Da keine Beigeordneten der Kreisverwaltung, keine Landtagsabgeordneten, ja nicht mal Fraktionsvorsitzende dazugehören dürfen, wurden in den Fraktionen die Augenbrauen hochgezogen. Doch die Frauen und Männer blieben hart. Jetzt liegt ein erstes geheimes Arbeitspapier vor. Und das hat einige Brisanz. Zum Beispiel, was die Arbeitskreis-Mitglieder zum Beispiel zum Thema Personalkosten aufgeschrieben haben.
Pro Jahr müssen in der Kreisverwaltung bis zu 25 Stellen abgebaut werden. Bis zum Jahr 2010 soll dieser Abbau andauern. Weiterhin dürfen keine in der Ausbildung befindlichen Leute übernommen werden, es sollen auch keine neuen Azubis eingestellt werden. Dann soll die Kreisverwaltung mindestens 37 Frauen und Männer in die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) abgeben.
Alternativ zu den Personalkürzungen könnte auch die Verringerung der Wochenarbeitszeit den gewünschten Spareffekt bringen, der sich nach Informationen der nnz auf jährlich mindestens zwei Millionen Euro belaufen soll. Hier ist künftig eine Wochenarbeitszeit von 32 Stunden in Betracht gezogen worden. Mischmodelle sind gleichermaßen beliebt, war heute am Rande einer weiteren Sitzung der Taskforce zu hören.
Doch beim Personal sparen, das reicht bei weitem nicht aus. Die Freiwilligen Leistungen müssen um 20 Prozent gekürzt werden. Über Nachschusspflichten – etwa bei der HSB oder anderen Gesellschaften – muss nicht nur diskutiert werden. Hier bestehe akuter Handlungsbedarf.
Wieder auf dem Tisch ist eine Studie, die aus dem Jahr 2001 herrührt. Sie trägt den Namen ihres Verfassers, Rosenkranz (siehe nnz-Archiv). Bereits damals hatte der Mann vom Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) ähnliche Vorschläge in punkto Personal unterbreitet.
In der kommenden Woche soll – so wünscht es sich die Verwaltung – der Haushalt beschlossen werden. Vor allem für die Mitglieder der fiskalischen Eingreiftruppe gilt das als nicht sicher. Und dann wäre da noch die Fraktion der Bürgermeister und Gemeinderäte, die sich selbst wohl kaum die Erhöhung der Kreisumlage verordnen wird.
Autor: nnzViel Beifall haben sich die Mitglieder der Einsatzgruppe bislang nicht abholen können. Da keine Beigeordneten der Kreisverwaltung, keine Landtagsabgeordneten, ja nicht mal Fraktionsvorsitzende dazugehören dürfen, wurden in den Fraktionen die Augenbrauen hochgezogen. Doch die Frauen und Männer blieben hart. Jetzt liegt ein erstes geheimes Arbeitspapier vor. Und das hat einige Brisanz. Zum Beispiel, was die Arbeitskreis-Mitglieder zum Beispiel zum Thema Personalkosten aufgeschrieben haben.
Pro Jahr müssen in der Kreisverwaltung bis zu 25 Stellen abgebaut werden. Bis zum Jahr 2010 soll dieser Abbau andauern. Weiterhin dürfen keine in der Ausbildung befindlichen Leute übernommen werden, es sollen auch keine neuen Azubis eingestellt werden. Dann soll die Kreisverwaltung mindestens 37 Frauen und Männer in die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) abgeben.
Alternativ zu den Personalkürzungen könnte auch die Verringerung der Wochenarbeitszeit den gewünschten Spareffekt bringen, der sich nach Informationen der nnz auf jährlich mindestens zwei Millionen Euro belaufen soll. Hier ist künftig eine Wochenarbeitszeit von 32 Stunden in Betracht gezogen worden. Mischmodelle sind gleichermaßen beliebt, war heute am Rande einer weiteren Sitzung der Taskforce zu hören.
Doch beim Personal sparen, das reicht bei weitem nicht aus. Die Freiwilligen Leistungen müssen um 20 Prozent gekürzt werden. Über Nachschusspflichten – etwa bei der HSB oder anderen Gesellschaften – muss nicht nur diskutiert werden. Hier bestehe akuter Handlungsbedarf.
Wieder auf dem Tisch ist eine Studie, die aus dem Jahr 2001 herrührt. Sie trägt den Namen ihres Verfassers, Rosenkranz (siehe nnz-Archiv). Bereits damals hatte der Mann vom Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) ähnliche Vorschläge in punkto Personal unterbreitet.
In der kommenden Woche soll – so wünscht es sich die Verwaltung – der Haushalt beschlossen werden. Vor allem für die Mitglieder der fiskalischen Eingreiftruppe gilt das als nicht sicher. Und dann wäre da noch die Fraktion der Bürgermeister und Gemeinderäte, die sich selbst wohl kaum die Erhöhung der Kreisumlage verordnen wird.

