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Sa, 16:09 Uhr
28.10.2023
Wärmepumpen zur Warmwasserbereitung

Die besondere Heizung

Eine Wärmepumpe nutzt erneuerbare Energien. Damit ist sie eine zukunftsfähige Lösung als Heizung im Neubau, aber auch in vielen Bestandsgebäuden. Für letztere bieten insbesondere kombinierte Heizsysteme, die sich aus erneuerbaren Energien speisen, eine sinnvolle Lösung...

Eine besondere Form dieser Hybridheizung ist die Brauchwasser- bzw. Warmwasserwärmepumpe. Peter Kafke von der Energieberatung der Verbraucherzentrale erklärt das Heizsystem.

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Was ist eine Warmwasser- oder Brauchwasserwärmepumpe?
Warmwasserwärmepumpen dienen nur der Warmwasserbereitung. Sie sind nicht dazu geeignet, gleichzeitig als Heizung zum Einsatz zu kommen. Um das Wasser zu erwärmen wird parallel zum Heizkessel ein Kompaktgerät mit integriertem Warmwasserspeicher und einer kleinen Luftwärmepumpe installiert. Die Wärmepumpe erhitzt dabei den Warmwasserspeicher. Ein Vorteil dieses hybriden Systems ist, dass die eigentliche Heizung in wärmeren Monaten ausgeschaltet bleiben kann.

Bei unsanierten Altbauten kann eine Brauchwasserwärmepumpe der erste Schritt sein, fossile Energie einzusparen. Nach einer Gebäudesanierung oder bei Heizsystem-Temperaturen, die unter 50 Grad Celsius liegen, könnte das Gebäude komplett durch eine Wärmepumpe beheizt werden.

Wann ist eine Warmwasser- oder Brauchwasserwärmepumpe sinnvoll?
Brauchwasser- oder Warmwasserwärmepumpen sind auch in Bestandsgebäuden eine günstige und umweltfreundliche Alternative zu Durchlauferhitzern, Boilern oder Kombi-Thermen. Ein gutes Gerät erreicht eine Jahresarbeitszahl (JAZ) zwischen drei und vier: Die Brauchwasserwärme-pumpe erzeugt also aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme.

Werden Warmwasserwärmepumpen mit Strom aus der eigenen PV-Anlage versorgt, sinken der Verbrauch aus dem öffentlichen Stromnetz und damit auch die eigenen Stromkosten deutlich.

Notwendig ist ein geeigneter Aufstellort, beispielsweise im Keller oder Hauswirtschaftsraum. Der Vorteil dort ist eine relativ hohe Lufttemperatur. Da die Warmwasserwärmepumpe der Umgebungsluft die Wärme entzieht, kann die Raumtemperatur leicht absinken. Positiver Nebeneffekt ist, dass der Raum entfeuchtet wird.

Die Speichergröße der Brauchwasserwärmepumpe muss passend zur Personenzahl im Haushalt gewählt werden.

Die Anschaffungskosten für eine Warmwasserwärmepumpe starten bei 2.000 Euro. Hinzu kommen noch die Installationskosten.

Die jährliche Ersparnis beim Verbrauch eines durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalts mit einem Netto-Warmwasserwärmebedarf von 2.400 Kilowattstunden liegt für eine JAZ 4 gegenüber einer Gasheizung bei etwa 160 Euro.

Wichtig: Holen Sie bei Investitionen dieser Größenordnung auf jeden Fall mehrere Angebote ein. Sonst zahlen Sie womöglich unnötig viel.

Weitere Informationen zu den Themen Wärmepumpe und Heizungstausch beantworten die Energieberater:innen der Verbraucherzentrale Thüringen. Termine für ein persönliches Beratungsgespräch können unter der Telefonnummer 0800 809 802 400 (kostenfrei) vereinbart werden.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Dank einer Kooperation mit dem Thüringer Umweltministerium und der Landesenergieagentur ThEGA sind in Thüringen auch die Vor-Ort-Termine bei den Ratsuchenden zu Hause kostenfrei.
Autor: red

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Kommentare
E20
29.10.2023, 09:58 Uhr
Zahlensalat
Hier wird mal wieder die Wärmepumpe schön geredet, sogar die einfache Mathematik ausgehebelt.
Bei JAZ 4 bei einem Wärmebedarf von 2400 kWh / Jahr komme ich auf 600 kWh Stromverbrauch. Bei 30 ct / kWh ergibt sich ein Verbrauch von 180 € / Jahr.
Mit 1 kWh Gasverbrauch erzeuge ich ca. 0,9 kWh Wärme. Damit komme ich bei einem Wärmebedarf von o.g. 2400 kWh / Jahr auf 2665 kWh Gasverbrauch. Bei 9 ct / kWh ergibt das 240 € / Jahr.
In Summe also 60 € Mehrverbrauch bei Gas und nicht 160 €.
Ex-post
29.10.2023, 19:16 Uhr
Bestenfalls unpräzise, eher Werbedeutsch
"Eine Wärmepumpe nutzt erneuerbare Energien. "

Herr Kafke scheint ja ein ganz besonderer Schlaumeier zu sein oder ironisch: effektiver Kontrolleur im Stromnetz.

Denn die elektrische Energie in Deutschland besteht nicht zu 100Prozent aus "erneuerbarrn Energien"... somit kann er das gar nicht garantieren.

Aber vielleicht glaubt er, dass das Stromnetz mit Absperrschiebern reguliert werden kann: der Strom aus "erneuerbaren Energien" zu den guten Wärmepumpen und der andere Strom zu den Bösen, die mit Holz und sowas heizen.

So ein Werbedeutsch von der Verbraucherschutzzentrale zu lesen ist jedenfalls traurig.
Kobold2
29.10.2023, 19:44 Uhr
Neue Rechnung bitte.....
Seit 01.03.23 ist der Strompreis für Wärmepumpen auf 28ct gedeckelt.
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