Fr, 11:10 Uhr
02.06.2006
Wie war der Mai nun wirklich?
Nordhausen (nnz). Der Wonnemonat Mai war dieses Jahr nicht nur Wonne. Einem sonnigen Monatsbeginn folgte ein Monatsende mit viel Regen und empfindlich kühlen Temperaturen. Ein alter Bauernspruch lautet: Mai, kühl und nass füllt Scheune und Fass. Aber: War der Mai 2006 aus meteorologischer Sicht wirklich eine Ausnahme???
Wir haben in den Statistischen Jahrbüchern geblättert und nachgeschaut, wie das Maiwetter der letzten Jahre in Thüringen ausfiel. In welchem Jahr von 1989 bis 2005 gab es in Thüringen den niederschlagsreichsten Mai? Haben Sie den Mai 2004 als besonders regenreich in Erinnerung? Die Beobachtungsstationen in Erfurt-Bindersleben und in Meiningen meldeten für den Mai 2004 mit einer Monatssumme von 134,0 mm und 100,9 mm Niederschlag die mit Abstand höchste monatliche Niederschlagsmenge des Jahres 2004. Es war gleichzeitig das Maximum für den Monat Mai der Jahre 1989 bis 2005. Den geringsten Niederschlag gab es im betrachteten Zeitraum im Mai 1990 mit 12 mm in Erfurt und 5 mm in Meinigen.
Zwischen 1989 und 2005 waren der Mai 2004 und der Mai 2003 die feuchtesten Monate im Jahresverlauf in Thüringen. Am meisten regnete es in den betrachteten 17 Jahren in Erfurt im Monat Juli. In Meiningen verteilte sich der Niederschlag als Tropfen oder Schneeflocke besonders auf den Januar, den Juni und den Dezember.
Gemessen am Monatsmittel der Lufttemperatur zeigte sich der Mai 2004 auch eher von der kühlen Seite mit 10,7 Grad Celsius (Erfurt-Bindersleben) bzw. 10,3 Grad Celsius (Meiningen). Zwischen 1989 und 2005 waren nur der Mai im Jahr 1996 (10,6 und 10,0 Grad Celsius) und der im Jahr 1991 (9,4 und 8,5 Grad Celsius) noch kühler.
Wirkte sich das Wetter auf den Tourismus aus? Es könnte sein, denn im besonders regenreichen Mai 2004 weilten im Vergleich der Jahre 2002 bis 2005 die wenigsten Gäste in Thüringen. Es wurden rund 323.000 Ankünfte und knapp 861.000 Übernachtungen in den Thüringer Beherbergungsbetrieben mit neun und mehr Betten sowie auf Campingplätzen registriert.
Autor: nnzWir haben in den Statistischen Jahrbüchern geblättert und nachgeschaut, wie das Maiwetter der letzten Jahre in Thüringen ausfiel. In welchem Jahr von 1989 bis 2005 gab es in Thüringen den niederschlagsreichsten Mai? Haben Sie den Mai 2004 als besonders regenreich in Erinnerung? Die Beobachtungsstationen in Erfurt-Bindersleben und in Meiningen meldeten für den Mai 2004 mit einer Monatssumme von 134,0 mm und 100,9 mm Niederschlag die mit Abstand höchste monatliche Niederschlagsmenge des Jahres 2004. Es war gleichzeitig das Maximum für den Monat Mai der Jahre 1989 bis 2005. Den geringsten Niederschlag gab es im betrachteten Zeitraum im Mai 1990 mit 12 mm in Erfurt und 5 mm in Meinigen.
Zwischen 1989 und 2005 waren der Mai 2004 und der Mai 2003 die feuchtesten Monate im Jahresverlauf in Thüringen. Am meisten regnete es in den betrachteten 17 Jahren in Erfurt im Monat Juli. In Meiningen verteilte sich der Niederschlag als Tropfen oder Schneeflocke besonders auf den Januar, den Juni und den Dezember.
Gemessen am Monatsmittel der Lufttemperatur zeigte sich der Mai 2004 auch eher von der kühlen Seite mit 10,7 Grad Celsius (Erfurt-Bindersleben) bzw. 10,3 Grad Celsius (Meiningen). Zwischen 1989 und 2005 waren nur der Mai im Jahr 1996 (10,6 und 10,0 Grad Celsius) und der im Jahr 1991 (9,4 und 8,5 Grad Celsius) noch kühler.
Wirkte sich das Wetter auf den Tourismus aus? Es könnte sein, denn im besonders regenreichen Mai 2004 weilten im Vergleich der Jahre 2002 bis 2005 die wenigsten Gäste in Thüringen. Es wurden rund 323.000 Ankünfte und knapp 861.000 Übernachtungen in den Thüringer Beherbergungsbetrieben mit neun und mehr Betten sowie auf Campingplätzen registriert.

