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Mo, 17:49 Uhr
29.05.2006

nnz-Forum: Druck machen

Nordhausen (nnz). Mit der aktuellen Entwicklung zu den finanziellen Auswirkungen der Hartz-IV-Gesetze hat sich ein nnz-Leser so seine Gedanken gemacht. Im Forum können Sie sein Statement lesen.


Wieder einmal machen CDU Politiker unter der Führung von Stoiber, Hartz4-Empfänger verantwortlich für die chronische Finanzkrise der Regierung. Die hohen Kosten bei Hartz4; woher kommen sie? Ich habe folgende Theorie: Die Bahn und die Post wollen sich privat machen und da sind die teuren Staatsdiener im Weg. Eine private Firma kann sich keine Beamten leisten, aus diesen Grund wurde die Arge geschaffen. Hier treffen sich die Beamten und andere Angestellte des Staates wieder, auch die, die monatelang keine Arbeit hatten aber trotzdem ihr volles Gehalt bekamen.

Dem Volk wurde erzählt, dass man die Leute nur für ein halbes Jahr benötigt, um die Unmengen von Arbeit die man mit Hartz4 am Anfang habe, zu bewältigen. Nun es sind ein und ein halbes Jahr vergangen und die Leute sitzen immer noch bei der Arge. Anstatt die Zahl der Mitarbeiter wieder zu verringern, wie versprochen, werden noch einmal tausende eingestellt, denn die oben genannten Firmen haben noch viele Mitarbeiter, die sie gern loswerden wollenl. Die neuen Einstellungen werden damit begründet, dass man diese Mitarbeiter benötig, um mehr Kontrollen um nicht zu sagen mehr Bespitzelungen durchführen zu können, da es zu viel Betrug bei den Antragstellern gebe (siehe den Bericht von Clement).

Übrigens durch die hohe Verschuldung unseres Kreise, muss man an den Personalkosten sparen. Wie macht man das? Es werden 25 Angestellte an die Arge abgegeben. Somit spart der Kreis und die Hartz4- Kosten schnellen in die Höhe. Es gibt Betrüger bei den Bedarfsgemeinschaften ohne Zweifel, aber ob die, für die Ausuferung der Kosten verantwortlich sind, wage ich zu bezweifeln. Für diese Kosten mache ich große Teile der Politiker verantwortlich und nun versucht man den schwarzen Peter den Hartz4- Empfänger aufzubürden. Dann kommen solch Einwände, jeden der eine Arbeit ablehnt, dass Geld zu kürzen, selbst ein Teil der Miete soll einbehalten werden. Merken denn die Herren nicht wie lächerlich das ist. Woher wollen denn die Herren Stoiber, Laumann, Profalla, Milbradt und Brauksipe über 12 Millionen Arbeitsplätze hernehmen, denn so viel Arbeitslose hat Deutschland zur Zeit. Die Politiker die hierfür die Verantwortung tragen, wollen diese Zahl nicht wahrhaben. Bei ihrer Statistik sieht alles rosig aus, dort werden die Arbeitslosenzahlen nach unten und die Zahl der offenen Stellen werden nach oben korrigiert, damit man immer sagen kann, die Hartz4- Empfänger hätten keine Lust zur Arbeit.

Oder wie es Stoiber immer wieder zum besten gibt, dass es absurd sei, wenn ein Hartz4- Empfänger mehr Geld bekommt, als ein Taxifahrer oder eine Friseurin mit Ihrer Arbeit verdienen. Stoiber vergisst dabei, dass Politiker waren, die Gesetze geschaffen haben, die es der Wirtschaft erlauben, dass sie solche Hungerlöhne zahlen dürfen. Das beste Beispiel ist die Kanzlerin, sie hat sich wiederholt gegen Mindestlöhne ausgesprochen und das gibt doch der Wirtschaft alle Mittel in die Hand, die Löhne noch weiter zu drücken. Da fällt mir noch ein, VW wird in der kommenden Zeit 85 000 Mitarbeiter entlassen, sie bekommen in den nächsten Tagen ihre Aufhebungsverträge. Das sind dann in einen Jahr die 85 000 Hartz4- Empfänger mehr, oder auch nicht, denn diese Leute bekommen eine gute Abfindung. In diesen Fall, macht man ein gutes Geschäft, sollten die Leute zu Hartz4 Empfängern werden, müssten sie erst von ihrer Abfindung leben und aus der Arbeitslosenstatistik fallen sie auch raus, man schlägt zwei Fliegen mit einer Klatsche und das genau nach Gesetz, was für ein Glück Frau Merkel.

Es würde mich nicht wundern, wenn man viele von den heute Entlassenen als 1€- Jobber bei VW dann wieder trifft. Wie man weiß kommt ja Hartz4 aus der Feder eines ehemaligen Mitarbeiters von VW der ja das Werk aus bekannten Gründen verlassen musste. Bevor Frau Merkel Kanzlerin wurde, sagte sie in einer Gesprächsrunde, sie könne es sich sehr gut vorstellen, dass 1€- Jobber in der Wirtschaft eingesetzt werden. Macht VW auch hier den Vorreiter, ist Frau Merkel aus diesen Grund gegen einen Mindestlohn?
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnz

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