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Mo, 12:51 Uhr
22.05.2006

Task-Force soll Haushalt retten

Nordhausen (nnz). Eine schnelle Eingreiftruppe soll den angeschlagenen Haushaltsentwurf der Nordhäuser Kreisverwaltung „retten“. Deren Mitglieder gehen dabei unorthodoxe Wege und machen sich unbeliebt. Einzelheiten wie immer mit dem bekannten Klick.


So richtig scheinen die Verwalter des Landkreises nicht zufrieden zu sein mit der Arbeitsgruppe, die sich da in der vergangenen Woche quasi selbst installiert hatte. Es sind durchweg Kreistagsmitglieder: Zwei aus den Fraktionen der Linkspartei und der CDU und jeweils ein Mitglied von SPD und FDP. Das Sextett soll nun retten, was zu retten ist. Wie die nnz erfuhr, sei die Abstinenz der Verwaltungsspitze und auch der Fraktionsspitzen so gewollt. Das wiederum soll auf einige Verwunderung in der Leitungsspitze an der Behringstraße gestoßen sein. Man hörte da schon von einigen Queranrufen.

Die Zielstellung der schnellen Eingreiftruppe könnte zweigeteilt sein. Da gebe es eine langfristige und eine kurzfristige Vision. Letztere könnte vor allem notwendig sein, um der mangelnden Liquidität der Kreisverwaltung auf die Sprünge zu helfen. Mittel- und langfristig müsse es um eine dauerhafte Konsolidierung der Finanzen gehen.

Das sechsköpfige Team will sich zusammen mit einer Fachbereichsleiterin des Landratsamtes der desaströsen Finanzen annehmen, Tabus solle es nicht geben, getreu nach dem uralten Motto: Wenn du nicht mehr weiterweißt, dann gründe einen Arbeitskreis. Allerdings: Lustig ist das alles nicht mehr, was sich die sechs Kreistagsmitglieder da aufbürden. Sie tun es dennoch, auch ohne Sitzungsgeld, so neben ihrem eigentlichen Job. Die Namen des Gremiums sollen erst einmal im „Dunkeln“ bleiben, nur ein erlauchter Personenkreis hat ihn zur Kenntnis bekommen.

In der kommenden Woche sollen sie sich wieder treffen. Zum verlängerten Wochenende soll nach Informationen der nnz zum Beispiel der Stellenplan der Verwaltung durchforstet werden. Fragt sich nur: Welche Variante.

Viel Zeit hat man nicht. In den verbleibenden Tagen bis zur nächsten (finalen?) Kreistagssitzung wird auch die Verwaltung ihre Hausaufgaben machen müssen. Die will vermutlich vier Möglichkeiten aufzeigen, wie die 4,7 Millionen Euro als Einnahmen im Vermögenshaushalt eingespielt werden können. Ob da wirklich die so genannten Heiligen Kühe unters Schlachtermesser kommen, bleibt abzuwarten. Die Vorschläge sollen aus der Verwaltung kommen, der Kreistag muss die dann politisch abwägen. Auf den 13. Juni kann man wirklich gespannt sein.
Autor: nnz

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