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Do, 16:23 Uhr
18.05.2006

Drama geht zu Ende

Nordhausen (nnz). Die Zimmermänner der Firma Henning Bau sind in diesen Tagen gefragte Leute. Vor Tagen war es Jörg Liesegang, der in Leimbach ein Glas zerschmiss, heute machte es ihm sein Kollege Steffen Lochner in Nordhausen nach. Auch hier wurde Richtfest gefeiert.

Drama geht zu Ende (Foto: nnz) Drama geht zu Ende (Foto: nnz)

Diesmal am Südharz-Krankenhaus, wo seit einem Jahr der Rohbau des Bettenhauses III in Höhe wächst. Dabei handelt es sich gleichzeitig um den Ersatzneubau der Psychiatrie für den bisherigen 90 Jahre alten Standort in der Puschkinstraße. Damit geht auch für den Geschäftsführer der Südharz-Krankenhaus gGmbH, Antonius Pille, das „Drama Psychiatrie“ langsam aber sicher zu Ende.

Vor rund zehn Jahren erhielt Pille von der damaligen Sozialministerin Irene Ellenberger die Zusage für den Neubau, im vergangenen Jahr konnte dann endlich begonnen werden und in einem Jahr soll Einweihung gefeiert werden. Für die Chefin des Urbacher Bauunternehmens Henning Bau war der Auftrag ein Glücksfall. 2,5 Millionen, das sind für ein mittelständisches Unternehmen kein Pappenstiel. Seit der Gründung wurden durch die Mitarbeiter 12.000 Kubikmeter Erdreich bewegt, 7.000 Kubikmeter Beton gegossen und hochgezogen sowie 1.000 Tonnen Stahl verbaut. Besonders stolz war Doris König heute auf ihre Mitarbeiter, die in einem harten Winter jeden Tag auf der Baustelle waren. Ihnen dankte sie in ihren Grußworten besonders.

„Psychiatrie und Finanzen“, zwischen den beiden Worten zog Landrat Joachim Claus (CDU) heute eine Verbindung, vor allem mit Blick auf den Kreistag in dieser Woche. „Manchmal ist es mit dem Geld zum Verrücktwerden!“ Claus dankte aber auch dem Bauherren sowie dem Geldgeber, dem Land Thüringen. Das hatte bereits im Juni 2004 rund 20 Millionen Euro an Fördermitteln bewilligt. Vorab sagte der jetzige Sozialminister Dr. Klaus Zeh (CDU) zur nnz, dass das Nordhäuser Krankenhaus mit diesem Neubau eine hervorragende Perspektive in Thüringen habe. Seit 1991 sind in den Standort an der Dr.-Robert-Koch-Strasse satte 113 Millionen Euro geflossen.

Geld, mit dem vor allem Bauaufträge in der Region ausgelöst wurden. Darüber freute sich auch Bau- und Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse (CDU), der nach der Landesgartenschau ein Auftragsloch bei der öffentlichen Hand befürchtet hatte. Das Südharz-Krankenhaus habe diese Lücke schließen können.
Autor: nnz

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