Di, 06:55 Uhr
16.05.2006
Reiseland Deutschland
Nordhausen (nnz). Die Reisebranche in Deutschland erwartet im WM-Jahr mindestens eine Million zusätzlicher Gäste aus dem Ausland. Insgesamt werde es mindestens fünf Millionen Übernachtungen mehr geben. Und alle finden in Deutschland günstige Aufenthaltsbedingungen.
Das stellte der ADAC fest, der die Nebenkosten in Europas Urlaubsländern untersuchte. Dabei kam die Bundesrepublik auf Platz zwei nach der Türkei. Tester hatten in 40 europäischen Badeorten einen touristischen Warenkorb eingekauft. Darin enthalten waren 50 Produkte und Dienstleistungen außer Hotel und Anreise. Die Statistik gibt jeweils die Abweichung vom Mittelwert in Höhe von 457,10 Euro an
Abgesehen vom besonderen Anlass der Fußball-Weltmeisterschaft wächst das Interesse am Urlaub in Deutschland ganz allgemein - gleichzeitig wird Badeurlaub an deutschen Stränden im europäischen Vergleich günstiger. Hotels und Gaststätten rechnen für das WM-Jahr 2006 erstmals seit fünf Jahren mit einem leichten Umsatzzuwachs, wie der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga am Montag berichtete. Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste sei von Januar bis März um fünf Prozent auf 9,2 Millionen gestiegen, teilte die Deutsche Zentrale für Tourismus mit. Aus allen wichtigen Nachbarländern seien mehr Reisende gekommen. Der Tourismus in Deutschland wachse schneller als der Reise-Weltmarkt.
Insgesamt werde es mindestens fünf Millionen Übernachtungen mehr geben. Hotels und Gaststätten könnten durch die WM bis zu 500 Millionen Euro zusätzlich umsetzen. Möglicherweise locken die Urlaubsgäste neben der WM auch die im europäischen Vergleich niedrigen Urlaubsnebenkosten.
Seinen aktuellen Preisvergleich veröffentlichte der ADAC ebenfalls am Montag: Danach macht man - was Nebenkosten wie die Portion Pommes oder die Strandliege angeht - in Europa nur in der Türkei billigeren Badeurlaub. Als "sehr teuer" gelten die Ferien in Frankreich, auch der Urlaub in Italien wurde als "teuer" eingeschätzt, teilt der ADAC mit.
Im teuersten Reiseland Frankreich müssen Urlauber den Angaben zufolge 34 Prozent mehr bezahlen als im günstigsten Land Türkei. Zwischen Biarritz an der französischen Atlantikküste und dem günstigsten Ort Fethiye an der türkischen Riviera lagen laut ADAC nahezu 62 Prozent Preisdifferenz. Auch bei den einzelnen Produkten gab es deutliche Preisunterschiede: So kostete eine Tasse Cappuccino am Strand in Kroatien im Schnitt 89 Cent, in Frankreich dagegen 3,15 Euro, in Deutschland immerhin 2,21 Euro. Die Leihgebühr für eine Strandliege betrug in Frankreich im Schnitt 12,25 Euro - laut ADAC 10 Euro mehr als am Bosporus. In Deutschland schnitten von fünf getesteten Badeorten St. Peter-Ording am günstigsten ab, gefolgt von Boltenhagen und Heringsdorf auf Usedom. Einige Dinge waren sogar so günstig wie sonst nirgendwo: etwa die Sonnencreme für durchschnittlich 8,34 Euro oder den Film für 3,13 Euro.
Im Vorjahr lag Deutschland im europäischen Vergleich noch auf Platz 4. Seitdem sanken die Preise etwa für Sonnenmilch oder eine Luftmatratze in Deutschland, während etliche Urlaubsnebenkosten in anderen europäischen Ländern zum Teil deutlich stiegen.
Autor: nnzDas stellte der ADAC fest, der die Nebenkosten in Europas Urlaubsländern untersuchte. Dabei kam die Bundesrepublik auf Platz zwei nach der Türkei. Tester hatten in 40 europäischen Badeorten einen touristischen Warenkorb eingekauft. Darin enthalten waren 50 Produkte und Dienstleistungen außer Hotel und Anreise. Die Statistik gibt jeweils die Abweichung vom Mittelwert in Höhe von 457,10 Euro an
Abgesehen vom besonderen Anlass der Fußball-Weltmeisterschaft wächst das Interesse am Urlaub in Deutschland ganz allgemein - gleichzeitig wird Badeurlaub an deutschen Stränden im europäischen Vergleich günstiger. Hotels und Gaststätten rechnen für das WM-Jahr 2006 erstmals seit fünf Jahren mit einem leichten Umsatzzuwachs, wie der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga am Montag berichtete. Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste sei von Januar bis März um fünf Prozent auf 9,2 Millionen gestiegen, teilte die Deutsche Zentrale für Tourismus mit. Aus allen wichtigen Nachbarländern seien mehr Reisende gekommen. Der Tourismus in Deutschland wachse schneller als der Reise-Weltmarkt.
Insgesamt werde es mindestens fünf Millionen Übernachtungen mehr geben. Hotels und Gaststätten könnten durch die WM bis zu 500 Millionen Euro zusätzlich umsetzen. Möglicherweise locken die Urlaubsgäste neben der WM auch die im europäischen Vergleich niedrigen Urlaubsnebenkosten.
Seinen aktuellen Preisvergleich veröffentlichte der ADAC ebenfalls am Montag: Danach macht man - was Nebenkosten wie die Portion Pommes oder die Strandliege angeht - in Europa nur in der Türkei billigeren Badeurlaub. Als "sehr teuer" gelten die Ferien in Frankreich, auch der Urlaub in Italien wurde als "teuer" eingeschätzt, teilt der ADAC mit.
Im teuersten Reiseland Frankreich müssen Urlauber den Angaben zufolge 34 Prozent mehr bezahlen als im günstigsten Land Türkei. Zwischen Biarritz an der französischen Atlantikküste und dem günstigsten Ort Fethiye an der türkischen Riviera lagen laut ADAC nahezu 62 Prozent Preisdifferenz. Auch bei den einzelnen Produkten gab es deutliche Preisunterschiede: So kostete eine Tasse Cappuccino am Strand in Kroatien im Schnitt 89 Cent, in Frankreich dagegen 3,15 Euro, in Deutschland immerhin 2,21 Euro. Die Leihgebühr für eine Strandliege betrug in Frankreich im Schnitt 12,25 Euro - laut ADAC 10 Euro mehr als am Bosporus. In Deutschland schnitten von fünf getesteten Badeorten St. Peter-Ording am günstigsten ab, gefolgt von Boltenhagen und Heringsdorf auf Usedom. Einige Dinge waren sogar so günstig wie sonst nirgendwo: etwa die Sonnencreme für durchschnittlich 8,34 Euro oder den Film für 3,13 Euro.
Im Vorjahr lag Deutschland im europäischen Vergleich noch auf Platz 4. Seitdem sanken die Preise etwa für Sonnenmilch oder eine Luftmatratze in Deutschland, während etliche Urlaubsnebenkosten in anderen europäischen Ländern zum Teil deutlich stiegen.

