Sa, 17:47 Uhr
13.05.2006
Ein Spiel zum Vergessen
Nordhausen (nnz). Vielleicht hätten die knapp dreihundert Zuschauer die zwei Stunden heute lieber vorm Fernseher oder im Garten verbringen sollen. Im Albert-Kuntz-Sportpark wurde ihnen heute alles geboten, nur kein Thüringen-Liga-Fussball. Die nnz war trotzdem vor Ort.
Ein Spiel zum Vergessen (Foto: nnz)
Mit Niederpöllnitz aus Ostthüringen kam nun wahrlich kein spielstarker Gegner nach Nordhausen gereist, doch die Gäste erwiesen sich als – vorsichtig ausgedrückt – unbequem. Da gab es viele Fouls, mal offen, mal versteckt. Die meisten hatten der Schiedsrichter und seine beiden Assistenten nicht erkannt oder wollten das nicht sehen. Es war ein besonderer Schiri-Einsatz. Sein Abschiedsspiel wollte Hans-Jürgen Englert in Thüringen pfeifen. Er hätte lieber in Hessen bleiben sollen, statt dessen lieferte das Trio die schwächste Leistung ab, die je im Albert-Kuntz-Sportpark zu sehen waren.
Doch zurück zum Spiel. Die Gäste spielten unerwartet stark und die Nordhäuser Fans mussten 10 Minuten warten, ehe Torsten Klaus den ersten Warnschuss auf das Tor von Sven Weißgärber abgab. Drei Minuten später haute Lars Pohl einen Volleyschuss übers Tor. Ein Spielzug danach die Erlösung. Wieder war es Torsten Klaus, der von einem Torwartfehler profitierte. Doch so muss ein Stürmer agieren. Dann – ehrlich gesagt – passierte nicht mehr viel. Hier ähnelte das Spiel dem vor einer Woche gegen Gotha. Und wieder hätte sich Wacker kurz vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich eingefangen, Finsterbusch störte jedoch den Angriff.
Was Gotha in der ersten Halbzeit geschafft hatte, das glückte den Mannen aus Niederpöllnitz drei Minuten nach Wiederanpfiff. Steffen Elstermann profitierte von einem Durcheinander im Wacker-Strafraum und drückte das Leder zum 1:1 in die Maschen. Was dann bis zur 79. Minute vor allem Wacker Nordhausen ablieferte, dass war schlechtes Bezirksliga-Niveau. Da wurden die Bälle sinnlos weggeschlagen. Wo war das Mittelfeld? Gab es überhaupt eines? Was war mit Sebastian Elle los? Hervorzuheben aus Nordhäuser Sicht lediglich Jens Ludwig. Der Kapitän legte sich dann in der 79. Minute das Leder 20 Meter von der Torlinie entfernt zurecht. Ein gefühlvoller Heber – Wacker führte. Typisch – durch eine Standard-Situation. Doch die Freude währte nicht lange, quasi einen Spielzug später war es wieder Steffen Elstermann, der aus fast 30 Meter abzog. Der Ball fand seinen Weg ins linke untere Eck. Vielleicht ein haltbarer Ball, doch kein Vorwurf an Christian Finsterbusch. Er zeigte heute wieder einige gute Situationen.
Das Spiel offenbarte mit aller Deutlichkeit: Wacker wird nicht absteigen, Wacker muss aber auch zulegen, wenn die Klasse auf Dauer gehalten werden soll, wenn der Blick mittelfristig in Richtung Oberliga geht. Die nnz glaubt auch, dass die taktische Einstellung und Vorbereitung der Mannschaft nicht mehr auf einem Niveau zu finden ist, das mit den Zielen des Vereins zu vereinbaren ist. Die nnz ist sehr interessiert, welche Konsequenzen – auch personeller Art – das Präsidium ziehen wird?
Die Präsidialen haben einige Neuzugänge auf ihre Liste, einen davon konnten die Nordhäuser heute schon mal sehen. Hauke Lattmann aus Braunlage steht derzeit in Gesprächen mit Wacker. Doch die befinden sich erst am Anfang.
Autor: nnz
Ein Spiel zum Vergessen (Foto: nnz)
Mit Niederpöllnitz aus Ostthüringen kam nun wahrlich kein spielstarker Gegner nach Nordhausen gereist, doch die Gäste erwiesen sich als – vorsichtig ausgedrückt – unbequem. Da gab es viele Fouls, mal offen, mal versteckt. Die meisten hatten der Schiedsrichter und seine beiden Assistenten nicht erkannt oder wollten das nicht sehen. Es war ein besonderer Schiri-Einsatz. Sein Abschiedsspiel wollte Hans-Jürgen Englert in Thüringen pfeifen. Er hätte lieber in Hessen bleiben sollen, statt dessen lieferte das Trio die schwächste Leistung ab, die je im Albert-Kuntz-Sportpark zu sehen waren.
Doch zurück zum Spiel. Die Gäste spielten unerwartet stark und die Nordhäuser Fans mussten 10 Minuten warten, ehe Torsten Klaus den ersten Warnschuss auf das Tor von Sven Weißgärber abgab. Drei Minuten später haute Lars Pohl einen Volleyschuss übers Tor. Ein Spielzug danach die Erlösung. Wieder war es Torsten Klaus, der von einem Torwartfehler profitierte. Doch so muss ein Stürmer agieren. Dann – ehrlich gesagt – passierte nicht mehr viel. Hier ähnelte das Spiel dem vor einer Woche gegen Gotha. Und wieder hätte sich Wacker kurz vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich eingefangen, Finsterbusch störte jedoch den Angriff.
Was Gotha in der ersten Halbzeit geschafft hatte, das glückte den Mannen aus Niederpöllnitz drei Minuten nach Wiederanpfiff. Steffen Elstermann profitierte von einem Durcheinander im Wacker-Strafraum und drückte das Leder zum 1:1 in die Maschen. Was dann bis zur 79. Minute vor allem Wacker Nordhausen ablieferte, dass war schlechtes Bezirksliga-Niveau. Da wurden die Bälle sinnlos weggeschlagen. Wo war das Mittelfeld? Gab es überhaupt eines? Was war mit Sebastian Elle los? Hervorzuheben aus Nordhäuser Sicht lediglich Jens Ludwig. Der Kapitän legte sich dann in der 79. Minute das Leder 20 Meter von der Torlinie entfernt zurecht. Ein gefühlvoller Heber – Wacker führte. Typisch – durch eine Standard-Situation. Doch die Freude währte nicht lange, quasi einen Spielzug später war es wieder Steffen Elstermann, der aus fast 30 Meter abzog. Der Ball fand seinen Weg ins linke untere Eck. Vielleicht ein haltbarer Ball, doch kein Vorwurf an Christian Finsterbusch. Er zeigte heute wieder einige gute Situationen.
Das Spiel offenbarte mit aller Deutlichkeit: Wacker wird nicht absteigen, Wacker muss aber auch zulegen, wenn die Klasse auf Dauer gehalten werden soll, wenn der Blick mittelfristig in Richtung Oberliga geht. Die nnz glaubt auch, dass die taktische Einstellung und Vorbereitung der Mannschaft nicht mehr auf einem Niveau zu finden ist, das mit den Zielen des Vereins zu vereinbaren ist. Die nnz ist sehr interessiert, welche Konsequenzen – auch personeller Art – das Präsidium ziehen wird?
Die Präsidialen haben einige Neuzugänge auf ihre Liste, einen davon konnten die Nordhäuser heute schon mal sehen. Hauke Lattmann aus Braunlage steht derzeit in Gesprächen mit Wacker. Doch die befinden sich erst am Anfang.











