Kommentare
henry12
16.08.2023, 09:17 Uhr
Das Märchen vom Fachkräftemangel
Wird das Märchen so oft wiederholt, damit auch wirklich jeder daran glaubt ? Wir haben in der EU Arbeitnehmer- Freizügigkeit.
Die Magnetwirkung des deutschen Arbeitsmarktes scheint sich aber in Grenzen zu halten.
Benötigen wir deshalb die Lohnsklaven aus Asien oder Südamerika ? Warum sagt niemand, was das wirklich ist ? Neokolonialismus !
Schulbildung wird in D nur noch improvisiert.
Wie sollen dann aus ungebildeten Kindern Fachkräfte werden ?
Fragen über Fragen.
Feuerland
16.08.2023, 12:50 Uhr
...wenn es denn ein Märchen wäre...
Leider ist es aber kein Märchen. Zum geraderücken muss man sich nur die demografische Entwicklung ansehen. Es gehen deutlich mehr der aktuell über 60-jährigen in den kommenden Jahren in den verdienten Ruhestand, als unter 25-jährige nachkommen. Damit reicht es schon rein von der Anzahl nicht aus, um die freiwerdenden Stellen zu besetzen. Und das hat noch gar nichts mit der Qualifikation zu tun. Das Thema haben übrigens, in unterschiedlicher Ausprägung, alle europäischen Staaten. Ein Grund, warum es voraussichtlich auch nicht sehr viele Europäer nach Deutschland zieht. Weitere Gründe sehe ich in der positiven Entwicklung der Lebensumstände in vielen europäischen Ländern und in der nicht besonders gut ausgeprägten "Willkommenskultur".
Das beim Thema Bildung dringender Handlungsbedarf besteht ist völlig unstrittig. Aber bitte nicht vergessen, dass aus den Schulen auch viele gut vorbereitete junge Menschen kommen. Das liegt dann zu großen Teilen an engagierten Lehrkräften und Eltern.
free Gigi
16.08.2023, 13:29 Uhr
Lösung
durch Deindustrialisierung kann dem Fachkräftemangel deutlich entgegengewirkt werden. Problem gelöst!
Franz Haarkamm
16.08.2023, 16:13 Uhr
Deindustriealisierung? @N. Baxter
Dieser Lösungsvorschlag scheint mir nicht bis zu Ende durchdacht zu sein. Durch Deindustriealisierung hat man weder Klempner, die sanitäre Anlagen instand setzen, noch Pfleger, die den Allerwertesten säubern, so dass N. Baxter gegebenenfalls auf bzw. in seinen Exkrementen sitzen bleibt.
geloescht.20230927
16.08.2023, 16:37 Uhr
Wo sind ......
denn nur unsere vielen "Goldstückchen"???
Arbeiten die etwa nicht als Fachkräfte?
Ironie off!
Undine
16.08.2023, 17:43 Uhr
Generation Pause,
Das sind im Moment rund 550.000 junge Menschen in Deutschland, die zwar ihren Schulabschluss, aber sonst auf nichts weiter Bock haben. Denen könnte man zum Beispiel mal Beine machen.
Leser X
16.08.2023, 18:21 Uhr
Aber Hilfe naht
Nun wird ja zur Hebung der Motivation Cannabis legalisiert. Alles wird gut!
henry12
wenn das ein Märchen ist, dann frage ich mich wieso überall Arbeitskräfte gesucht werden und auch viele Lehrstellen unbesetzt bleiben.
Paul
16.08.2023, 20:13 Uhr
Was wäre???
Wenn man es so macht wie in der DDR. Ich weiß jetzt kommt der Spruch-nee- aber z.Bsp. gab es in der DDR nicht nur das Recht auf Arbeit sondern auch die PFLICHT zu arbeiten. Es müßten dafür aber noch sehr viele Hürden von dieser "Regierung" überwunden werden, und da liegt der Hase im Pfeffer. Wir bräuchten erstmal eine Regierung der auch das Wöhl der deutschen Bürger und somit auch der deutschen Jugend am Herzen liegt. Aber mit dieser Regierung gelingt DAS sicher nicht!!!
Hallogemeinde
16.08.2023, 20:58 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Anm. d. Red.: Gehört nicht mehr zum Thema
Kobold2
17.08.2023, 07:12 Uhr
Bei der Generation Pause
War schon bei den Eltern Pause.
Da wurde einiges in der Erziehung versäumt.
Leser X
17.08.2023, 08:33 Uhr
Pflicht zur Arbeit?
Das würde aber so gar nicht zum deformierten Freiheitsbegriff der kapitalistischen Gesellschaft passen. Da heißt Freiheit nämlich, dass man tun und lassen kann, was man will. Natürlich bis auf das Ansinnen, das kranke System selbst in Frage zu stellen. Dann ist Schluss mit Freiheit.
P.Burkhardt
17.08.2023, 09:43 Uhr
Pflicht zur Arbeit...ist unnötig...
Es würde genügen sämtliche Sozialleistungen für arbeitsfähige (wer auch immer das definiert) zu streichen.
Nein, das meine ich natürlich nicht ernst !
Ich lese aus solchen Kommentaren immer heraus, dass manche der Meinung sind, eine Regierung kann machen was sie will, Gesetze nach Gutdünken festlegen. Damit genau das nicht passiert haben wir eine Demokratie.... verschiedene Meinungen und Einstellungen sind in der Regierung vertreten und bilden somit einen Querschnitt der Meinungen der Wähler ab (hui - dieser Satz gibt Daumen nach unten :-p), so dass jeder Gesetzentwurf eine Mehrheit finden muss.
Das bedeutet natürlich, dass immer Kompromisse notwendig sind, was dazu führt dass am Ende niemand zu 100Prozent das bekommt, was er für richtig hält....und das ist gut so, weil im Umkehrschluss jeder ein bisschen von dem bekommt, was er wollte. In einem totalitären Regime gilt nur eine Meinung und alle anderen haben dem zu folgen, ob es ihnen gefällt oder nicht....sie bekommen im Zweifel gar nichts, von dem was sie wollen. Ein Bisschen ist immer besser als Nichts, oder ?
Wenn also der Diktator sagt, dass Jeder arbeiten muss, dann muss er auch definieren, was Arbeit ist. Arbeitet ein Kunstmaler, oder ein Influenzer ? Ist Seelsorge, Politik oder Dichtertum Arbeit ? Wenn jemand als Kapitalanleger oder Vermieter von seinen Einnahmen lebt, arbeitet der ?
Arbeitet nur der, der einen gesellschaftlichen Beitrag leistet ? Das tut heute nämlich auch ein Bürgeldempfänger, indem er Brötchen kauft und damit den Bäcker ernährt...(ja, am Ende ist es eine staatliche Subvention des Bäckers, ich weiß)...
Der Einzige der keinen Beitrag zur Gesellschaft leistet, lebt autark, versteckt irgendwo im Wald.
Was ist mit den Verfechtern eines bedingungslosen Grundeinkommens - die müssten doch bei solchen Ideen an die Decke hüpfen !
altmeister
17.08.2023, 10:27 Uhr
Demografie
Es ist leider in den ganzen Jahren der demografische Verlauf ausgeblendet, nicht berücksichtigt worden.
Wenn ich lese, dass am Fachkräftemangel, unter anderem, die Boomer Generation schuld sein soll, so kann ich nur mit dem Kopf schütteln!
Diese Generation hat maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung beigetragen, sie ist eine, welche mit die meisten Arbeitsjahre geleistet hat und damit den jetzigen Stand ermöglicht hat.
Dass diese Generation zu einem nicht unbekannten Zeitpunkt in den wohlverdienten Ruhestand geht, dieses zu erkennen braucht es keinen Hochschulabschluss!
Der Fehler der Politik wurde gemacht, indem diese Generation nur zum Einzahlen genutzt wurde, ohne die anstehende demografische Entwicklung zu berücksichtigen und entsprechende Rücklagen zu bilden.
Es war ja wunderbar, wie durch viele Leistende politische Geschenke ermöglicht wurden!
Ein weiterer Fehler ist und war, dass das Prinzip der Rente unbeachtet blieb, keine Kinder haben wollende Partner oder Singles von der falschen Herangehensweise in diesem Zusammenhang begünstigt sind, somit von den Kindern Anderer versorgt werden müssen. Da sich das für nicht Wenige als vorteilhaft dargestellt hat, war natürlich die Zahl der Geburten / Kinder rückläufig.
So kann und konnte eine stabile Rente nicht zustande kommen, so entsteht ein Fachkräftemangel!
Die Fehler der Politik werden wieder auf dem Rücken derer gelöst, die diese nicht zu verantworten haben.
Lösungsvorschläge?
Ich kann nur ein paar Ansätze dazu liefern, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
- Jugendliche schnell in Ausbildung bringen (z.Zt. sind ca. 17Prozent also 2,5 Millionen 20 bis 34 Jährige in Deutschland ohne Ausbildung, Quelle "Handelsblatt")
- saubere und klare Anwendung der Gesetze im Zusammenhang mit Asyl und Ausreispflicht (viel gebundenes Personal für Betreuung und Verwaltung in diesem Zusammenhang, auch in den Schulen, der Polizei, Gerichtsbarkeit usw.)
- auflösen der Genderlehrstühle mitsamt der Studienrichtung (z.Zt. 173 Professuren in Deutschland mit den entsprechenden Sudentenzahlen)
Leser X
17.08.2023, 10:28 Uhr
Apropos bedingungsloses Grundeinkommen
Da haben Sie mir aber eine Steilvorlage geliefert, P.Burkhardt! Es gibt eine gesellschaftliche Gruppe in Deutschland, die vehement gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen wettert: hauptamtliche, üppig bezahlte Politiker. Egal wie fähig oder unfähig sie sind, sie erhalten genau so ein Grundeinkommen, das sie richtig reich macht und auch eine nachfolgende üppige Altersvorsorge ermöglicht.
Ich bin gespannt, wie Sie uns das jetzt wieder erklären. Aber ich bin mir natürlich sicher, dass Sie eine plausibel klingende Erklärung finden.
Pitti_Offiziell
17.08.2023, 13:34 Uhr
Ich gehöre zu denen, Leser X
die gegen das BGE wettern.
WARUM? WEIL es erpressbar macht, gar nicht zu reden davon, wer es erwirtschaften soll.
Alle wollen immer mehr, mehr, mehr.
Gerade Linksgrüne (die gar nicht so grün sind). Wo das her kommen soll, das erzählt uns freilich niemand!
Was die "Flacharbeiter" angeht, die uns jeden Tag "geschenkt" werden:
Haben die schon EINEN Tag hier gearbeitet, einen Cent in die Sozialkassen eingezahlt? NEIN, haben sie nicht, aber erhalten VOLLE Sozialleistungen!!!
Mir reicht es langsam mit dem Linksgrünen Narrenschiff Utopia!!!
P.Burkhardt
17.08.2023, 13:55 Uhr
Die Erklärung ist einfach !
Das marktwirtschaftliche System braucht einen Antrieb. Dieser Antrieb ist letztenendes das Bedürfnis der Menschen, ihre Lebenssituation zu verbessern. Das kann in der Regel erreicht werden, in dem die Menschen ihr Einkommen erhöhen. Deswegen bilden sie sich, deswegen sie zur Arbeit, deswegen gründen sie Unternehmen, investieren oder überzeugen andere Menschen sie als Politiker in verantwortliche Positionen zu bringen.
Sozialleistungen sind eigentlich für die jenigen gedacht, die ihr Leben nicht aus eigener Kraft finanzieren können oder wollen. Sie konterkarieren im Grunde die Triebfeder, die die Welt antreibt und für Weiterentwicklung sorgt.
Die Idee hinter dem BGE ist ja eigentlich, dass Menschen mehr Zeit haben sollen ihre Interessen auszuleben und nicht (oder nicht ganztägig) gezwungen sind, dem Broterwerb nachzugehen. Die Befürworter des BGE erhoffen sich davon einen wahren Innovationsschub, da die Menschen eben freier sind, ihren wahren Interessen nachzugehen. Das könnte sogar funktionieren, wenn ein Großteil der Menschen nicht so träge wären und jede Veränderung zunächst erstmal ablehnen. Das denke ich mir nicht aus, LeserX, schauen Sie sich um - es genügt bereits ein Blick in diese Kommentarspalte.
Genauso wie die sozialistische Idee, scheitert das BGE trotz absolut guter Grundideen am Egoismus und der Trägheit des Menschen. Wenn es die Menschheit irgendwann schafft, sich als Gesellschaft und nicht als einen Haufen von Individuen zu sehen, dann kann sowas funktionieren - aber soweit sind wir halt noch nicht.
Leser X
17.08.2023, 15:10 Uhr
Antrieb?
Und wo ist der Antrieb bei den Politikern, die ihr BGE genießen? Der kommt immer erst kurz vor der nächsten Wahl in Form von neuen Versprechungen, die dann wieder 4 oder 5 Jahre brachliegen.
P.Burkhardt
17.08.2023, 17:37 Uhr
Ach mann, ich habe es doch geschrieben...
...es mag Politiker geben, die tatsächlich Ihre Ideale in die Steuerung des Landes einbringen wollen. Ich denke aber, dass es ganz viele tun um einfach nur die Bezüge abzugreifen....und das gilt übergreifend für ALLE Parteien.
Was treibt also alle (die allermeisten) an ? Genau, die Chance durch etwas was sie tun, ihre Lebensumstände zu verbessern. Wenn ein Politiker keine guten Bezüge hätte, würde auch kaum einer in die Politik gehen wollen.
P.Burkhardt
17.08.2023, 17:44 Uhr
Und ich muss ergänzen:
Bedingungslos ist bei Politikern das Einkommen absolut nicht... sie müssen ihre Wähler überzeugen um an die fleischtöpfe zu kommen und wenn sie dort bleiben wollen, ihre Wähler dann auch vertreten.
P.Burkhardt
17.08.2023, 18:07 Uhr
Ein Beispiel:
Hätte Herr Buchmann sich zur Wahl gestellt, wenn er als OB weniger verdienen würde als, als Controller... in einem neuen Umfeld, in einem Job, den er damals nicht wirklich kannte ? Es würde sehr viel Idealismus dazu gehören, eine solche Entscheidung zu treffen. Es gibt solche Menschen, keine Frage.
Danach wären also Politiker, die weniger verdienen als im normalen Leben die besseren Politiker, die eben nur ihren Idealen verpflichtet sind. In der Realität würde das aber der Korruption Tür und Tor öffnen. Jemand, der in verantwortlicher Position nicht ausreichend versorgt ist, neigt dazu, sich seinen Einfluss von anderen bezahlen zu lassen. Wir sind eben alles Menschen, also träge und egoistisch....auch Politiker.
Waldemar Ceckorr
17.08.2023, 18:42 Uhr
wird das ein monolog von p.burkhardt ?
der waldi
P.Burkhardt
17.08.2023, 20:01 Uhr
nee...waldemar...
...ich beantworte nur die fragen, die mir gestellt werden... und wenn ich die Fragen so lese, glaube ich etwas weiter ausholen zu müssen ;-)
Genau Pitti_Offiziell
alles utopischer Unsinn. BGE und Bürgergeld... Der Mensch braucht einen Antrieb. Entweder ehgiz, um sein Leben zu verbessern oder einen Tritt in den Allerwertesten. Einfach das Bürgergeld durch Sachleistungen ersetzen. Das Resultat wäre erstaunlich.
Zitat Margaret Thatcher:
"Das Problem beim Sozialismus ist, dass einem am Ende das Geld anderer Leute ausgeht."
grobschmied56
18.08.2023, 00:37 Uhr
Stimmt, RWE -
... so hat es auch schon Till Eulenspiegel auf den Punkt gebracht:
'Mit fremden Hintern ist gut durchs Feuer fahren'.
Analog kann man sagen:
Aus Spendierhosen läßt sich gut eins ausgeben, wenn es nicht die eigenen Hosen sind!
Solange mildtätige Politdarsteller nicht ihr eigenes Geld angreifen müssen, sondern nur das von Arbeitnehmern hauptsächlich bio-deutscher Herkunft, werden die ungebremst zuströmenden 'Fachkräfte für nix' ein gutes Leben haben im >besten Deutschland aller Zeiten
geloescht.20250302
18.08.2023, 16:00 Uhr
Es heisst:
"Auf fremdem Arsch ist gut durchs Feuer reiten"
Stammt von Martin Luther, lieber grobschmied56!
Aber wenn Sie eine Quelle haben, dass der Reformator von Till Lindem...äh Eulenspiegel abgekupfert hat...
grobschmied56
21.08.2023, 00:44 Uhr
Lieber Tannhäuser, natürlich...
... kenne ich den Originaltext, nur muß man halt schauen, daß man nicht mit den AGB aneckt...
geloescht.20250302
21.08.2023, 09:07 Uhr
Lieber Grobschmied...
...aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz!
Auch von Luther...Die AGB betreffen Beleidigungen und Chats, aber keine derben Originalzitate.
Zum Thema: Was u. a. schief läuft kann jeder googeln unter: "Es werden die Falschen abgeschoben!"
Dass viele "Falsche" reingelassen" werden wissen z. B. auch Faeser und Denstädt ebenso wie das ihre Vorgänger im Amt wussten. Aber sie sind nur Marionetten ihrer Parteien oder der Regierungen, in die sie berufen wurden.
diskobolos
21.08.2023, 11:20 Uhr
Wolle mer se rein lasse?
"dass viele "Falsche" reingelassen" werden."
ist eine Formulierung, die es m. E. nur ungenau trifft.
Die s. g. Schengenstaaten haben untereinander praktisch keine Staatsgrenzen. Dadurch gibt es kaum Möglichkeiten ein Eindringen zu verhindern. Vor 40 Jahren gab es bewachte Grenzen mit allem was dazu nötig war. Hat den Leuten auch nicht gefallen . . .
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.