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Fr, 16:21 Uhr
12.05.2006

Gefahr ist noch nicht vorbei

Nordhausen (nnz). Vorgestern ist die neue Geflügel-Aufstallungsverordnung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kraft getreten. Die nnz sprach dazu mit Egon Primas (CDU).


Nach Einschätzung des Friedrich-Löffler-Institutes für Tiergesundheit hat sich die Gefährdungslage für die Einschleppung der Geflügelpest über Wildvögel in Haustierbestände seit Herbst 2005 drastisch erhöht. Das Institut betonte, das Deutschland das Land in der Europäischen Union mit den meisten Nachweisen des Geflügelpest-Virus in der Wildtierpopulation ist. Danach hat der Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer entschieden, die generelle Stallpflicht für Geflügel beizubehalten und monatlich die Lage aufgrund der Risikobewertungen durch das Friedrich-Löffler-Institut neu zu bewerten.

Um für die Zukunft eine Freilandhaltung von Geflügel zu ermöglichen, können Ausnahmen von dem Aufstallungsgebot gemacht werden, so der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Egon Primas. Voraussetzung dafür ist, dass sich das Geflügel nicht:

- in einem wegen Geflügelpest eingerichteten Sperrbezirk, Beobachtungsgebiet oder einer Kontrollzone,
- in unmittelbarer Nähe eines Gebietes, in dem sich wildlebende Wat- und Wasservögel sammeln, insbesondere eines Feuchtbiotopes, eines Sees, eines Flusses oder eines Küstengewässers, an dem die genannten Vögel rasten oder brüten, oder
- in einem Gebiet mit einem Radius von 1000 Metern um die Geflügelhaltung, in dem sich auf den Quadratkilometer berechnet mindestens 20.000 Stück Geflügel befinden. Die Ausnahmen vom Aufstallungsgebot müssen von der zuständigen Behörde, dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Nordhausen, genehmigt werden.

„Ferner ist noch zu beachten, das Enten und Gänse nicht zusammen mit anderem Geflügel in Freilandhaltung gehalten werden dürfen. Halter von Enten und Gänsen sind bei Freilandhaltung dieser Tiere verpflichtet, bestimmte labordiagnostische Untersuchungen durchführen zu lassen, denn diese Tierarten werden wegen fehlender klinischer Erscheinungen als Virusträger oftmals nicht erkannt“,warnt Egon Primas.
Autor: nnz

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