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Mi, 18:18 Uhr
26.04.2006

Eingeschworen

Nordhausen (nnz). Die CDU-Kandidaten im kommunalen Wahlkampf des Landkreises Nordhausen erhielten heute prominente Unterstützung. Ministerpräsident Dieter Althaus schwor die Unionisten und ihre Sympathisanten auf dem Theaterplatz ein. Was da noch so abging, das erfahren nnz-Leser schon heute.

Eingeschworen (Foto: nnz) Eingeschworen (Foto: nnz)

Dieter Althaus, der Parteivorsitzende und Ministerpräsident dieses Freistaates ist nicht nur ein guter Rhetoriker, er erwies sich heute auch als Geschichtenerzähler. Und so griff der Eichsfelder, der als fünfjähriger Bengel schon die Glocken in Ellrich läutete, ganz tief in die Historienkiste. Da mussten Ludwig Erhardt und das Jahr 1948 herhalten, um letztlich – nach fast 60jährigen Ausflug – den 200 Zuhörern auf dem Theaterplatz klar zu machen, dass am 7. Mai die Kandidaten der CDU zu wählen seien.

Klar, da gab es die bekannten Textbausteine einer solchen Rede. Lob auf den Landkreis und seine Menschen, „der Landkreis hat Entwicklungspotenziale“, klar, die CDU-Politiker hätten maßgeblichen Anteil an den positiven Veränderungen, die sich seit der Wende vollzogen hätten. Sicher, so Althaus, könnten sich gewiefte Redner besser verkaufen, doch deren Erfolge würden binnen kurzer Zeit wie Seifenblasen verpuffen.

Die Union und ihre Kandidaten im Landkreis Nordhausen, das seien die Männer, die anpacken würden und die wie keine anderen für den Mittelstand und für das Handwerk stehen würden. Und wie das so ist bei Landespolitikern, die gern mal an der Luft der noch höheren Politik schnuppern, es wurde ausgeschweift: In die Bundespolitik, ja bis nach China ging die virtuelle Reise.

Und dann wieder zurück – nach Nordhausen. Dort wurden vor Althaus die Kandidaten Joachim Claus, Gerald Schröder, Norbert Klodt und Frank Rostek interviewt. Was wollen sie künftig tun, wenn sie denn gewählt worden sind? Die Antworten sind in den Programmen nachzulesen. Und trotzdem, mit dem Dieter Althaus auf einer Bühne zu stehen, das ist schon was – im Ernst. Mittlerweise geht von dem Eichsfelder fast eine Aura aus. Er kann die Zuhörer mitnehmen, selbst bei miesem Wetter hören sie gebannt zu. Und beileibe nicht nur die Unionisten. Auch Frauen und Männer mit roten Parteibüchern in ihren Taschen waren gekommen.

Dieter Althaus störten die gelben Bändchen an den Bäumen rings um den Theaterplatz nicht. Er erwähnte sie nicht, genauso wie er es wiederum vermied, den Namen einer anderen Partei auch nur ansatzweise auszusprechen. Nur einmal bemerkte der aufmerksame Besucher eine klitzekleine Veränderung. Da war der Parteivorsitzende eigentlich der Ministerpräsident, er selbst. „Nur mit einer kommunalen Basis der Union werden wir 2009 die Landtagswahlen gewinnen!“ Denn: „Ich will auch nach 2009 noch Ministerpräsident in diesem Lande sein“, rief der Dieter Althaus aus. War das nun eine Ankündigung, oder mehr eine Drohung...
Autor: nnz

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