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Sa, 11:32 Uhr
13.05.2023
ADAC-Tipps für Fahranfänger

Das erste eigene Auto

Ist die Führerscheinprüfung bestanden, ermöglicht der „Lappen“ ab sofort die uneingeschränkte Autonutzung. Doch nicht immer können Führerscheinneulinge sofort auf ein Auto, zum Beispiel aus der Familie, zurückgreifen. Für alle, die sich ihren ersten eigenen Gebrauchtwagen kaufen wollen, hat der ADAC Tipps zusammengefasst...

Die Qual der Wahl
Für eine Vorauswahl bietet sich der ADAC Modellcheck an: 20 Modelle, die sich für Fahranfänger besonders gut eignen, hat der ADAC genauer unter die Lupe genommen. Neben einem günstigen Preis sollte insbesondere die Zuverlässigkeit und ein Mindestmaß an Sicherheit bei der Kaufentscheidung Berücksichtigung finden.

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Online-Portale bieten im zweiten Schritt die Möglichkeit, sich bequem von zuhause einen Überblick zu verschaffen. „Die Auswahl im Internet ist riesig, aber für eine erste Suche gut geeignet, um ein Gefühl für die aktuellen Preise zu bekommen. Besonders unerfahrene Autoneulinge sollten jedoch die Suche von konkreten Angeboten auf einen möglichst kleinen Radius um den Wohnort beschränken“, rät Piero Scazzi, Technikexperte des ADAC Hessen-Thüringen. „Das macht die Kaufabwicklung später einfacher und man spart sich weite Anfahrten.“

Private Verkäufer oder Händler
Dank größerem Angebot und niedrigerem Preisniveau erscheinen Angebote von privaten Verkäufern verlockend. Mehr Sicherheit bietet jedoch der Kauf vom Händler, da dieser zu einer mindestens zwölfmonatigen Sachmängelhaftung verpflichtet ist. Private Verkäufer dürfen im Kaufvertrag die Haftung für Mängel ausschließen.

Autobesichtigung
Ein Auto sollte vorab immer besichtigt werden, am besten bei Tageslicht und schönem Wetter. Regentropfen könnten Mängel verbergen. „Bei schlechtem Wetter kann man zum Beispiel in ein öffentliches Parkhaus fahren und das Fahrzeug dort im Trockenen in aller Ruhe begutachten“, empfiehlt Piero Scazzi. Der ADAC bietet eine Checkliste zum Gebrauchtwagenkauf an. Diese hilft, den Verkäufer und das angebotene Auto richtig einzuschätzen: Vorbesitzer, Herkunft, Papiere, Vorschäden, Dokumentation der Hauptuntersuchungen – diese und viele andere Punkte werden hier abgefragt und ergeben ein Gesamtbild des Angebots. Um einen besseren Überblick zu bekommen, ist es ratsam zum Besichtigungstermin eine zweite Person mitzunehmen.

Kaufvertrag
Das Vertragsformular muss vollständig ausgefüllt sein. Hierzu gehören die Adressen der Vertragsparteien, die Fahrzeugidentifikationsnummer, die Nummer der Zulassungsbescheinigungen Teil II bzw. des Fahrzeugbriefs, der Kaufpreis und die Unterschriften. „Kommt es zum Kauf über einen privaten Verkäufer, sollte immer der Kaufvertrag des ADAC genommen werden. Dieser ist kostenlos, digital oder in Papierform erhältlich und immer auf dem aktuellen Stand“, rät Piero Scazzi.

Im Kaufvertrag sollten auch mitverkaufte Zusatzausstattungen und Zubehör vollständig aufgeführt und genau beschrieben werden. Zusicherungen des Verkäufers, zum Beispiel zur Unfallfreiheit sollten ebenfalls im Vertrag erwähnt werden.
Autor: red

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Kommentare
Örzi
13.05.2023, 12:13 Uhr
"der Lappen"
Gutes Deutsch. Meine Hochachtung. Als Gegenargument wird sicher genannt werden, dies sei Alltagssprache. Aber wo? Ich kenne niemand der sich so primitiv ausdrückt.
Echter-Nordhaeuser
13.05.2023, 13:10 Uhr
Der Lappen@Örzi
Das Wort für die Fahrerlaubnis"Lappen"ist schon so alt wie der Harz. Nur das es heute keinen Lappen mehr gibt sondern nur noch eine Karte und der Lappen so langsam aus dem Verkehr gezogen wird..
diskobolos
13.05.2023, 17:21 Uhr
Noch gebräuchlicher als "der Lappen"
ist m. E. die Bezeichnung "die Fleppen".
Fahrerlaubnis und Führerschein sind genau betrachtet verschiedene Dinge: Der Führerschein dient zum Nachweis, dass man die Erlaubnis zum Führen eines Fahrzeugs besitzt. Das Erstere kann man anfassen, das zweite ist ein abstraktes Recht.
Genug der Besserwisserei für heute.
nur_mal_so
13.05.2023, 21:09 Uhr
@örzi
Wenn Sie die Bezeichnung "Lappen" für den Führerschein nicht kennen sind Sie wahrscheinlich mit der Gnade der späten Geburt gesegnet. :)
In meiner Jugend war der Begriff durchaus üblich, ebenso wie der von Discobolus richtig erinnerte "Fleppen" (wieso es für reine Faktenbenennung schon wieder "Daumen runter" gibt - ach, lassen wir das...)

Liebe(r) Örzi, fragen Sie einfach bei Ihren Eltern nach - die sollten den Begriff auch noch kennen. Aber seien Sie vorsichtig, sie dann deswegen als "primitiv!" zu bezeichnen.
Janko
14.05.2023, 08:44 Uhr
Ich steuere mal auch noch Hintergrundwissen bei, Örzi:
"Lappen" kommt daher, dass die Führerscheine früher auf Papier, bestenfalls dünnen Karton gedruckt und auch noch gefaltet wurden.
Durch die Mitführpflicht in Portemonnaie, manchmal auch nur in die "Arschtasche" gesteckt, verwandelte sich der gedruckte Führerschein tatsächlich recht schnell in etwas, das man mit Fug und Recht als einen Papier-"Lappen" bezeichnen konnte, spätestens nach dem ersten Mitwaschen.

Das können Sie mit den heutigen schicken Plastekärtchen natürlich nicht mehr nachvollziehen.
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