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Sa, 13:36 Uhr
06.05.2023
Adipositas bei Thüringer Kindern während Pandemie häufiger

Dickes Problem

Kinder in Thüringen bekommen immer häufiger die Diagnose Adipositas. Laut Auswertungen im aktuellen Arztreport der BARMER ist die Zahl der krankhaft übergewichtigen Kinder im Freistaat binnen einer Dekade um 33 Prozent angestiegen...

Demnach hatten im Jahr 2011 etwa 8.500 Thüringer Kinder im Alter bis 14 Jahre die Diagnose Adipositas. Im Jahr 2021 waren es bereits 11.300. „Der Anteil an Kindern mit Adipositas hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Im Verlauf der Corona-Pandemie hat sich diese Entwicklung noch beschleunigt“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Thüringen. Vom Jahr 2019 auf das Jahr 2021 seien etwa 1.200 neue Adipositas-Diagnosen hinzugekommen, ein Plus von 11,6 Prozent. „Die Pandemie mit ihren Einschränkungen im Sportbereich, digitalem Unterricht und dem Wegfall von Sportunterricht hat im wahrsten Sinne des Wortes ein dickes Problem noch verstärkt“, so Dziuk.

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Junge Menschen in Thüringen dicker als anderswo
Dabei ist laut BARMER Arztreport in Thüringen der Anteil adipöser Kinder höher als in den meisten anderen Bundesländern. Aktuell leiden 4,2 Prozent der bis 14-Jährigen im Freistaat unter krankhaftem Übergewicht. Nur in Mecklenburg-Vorpommern (5,4 Prozent), Bremen (4,9), Sachsen-Anhalt (4,7) und Brandenburg (4,3) sind die Raten noch höher. In Bayern ist der Anteil adipöser Kinder mit 2,8 Prozent am geringsten, der Bundesschnitt liegt bei 3,6 Prozent. „Bereits in jungen Jahren ist Übergewicht ein Risikofaktor für viele Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck und Stoffwechselstörungen. Außerdem leiden Beweglichkeit, Ausdauer und Kraft unter zu starkem Übergewicht“, sagt der BARMER-Landeschefin Dziuk. Nicht zu vergessen sei die psychische Komponente, wenn adipöse Kinder Hänseleien und Spott ausgesetzt sind. „Es kann leicht ein ungesunder Teufelskreis entstehen, wenn sich Kinder aufgrund ihres Übergewichts zurückziehen, Freunde nicht mehr treffen oder nicht mehr in den Sportverein gehen“, gibt Dziuk zu bedenken.

Mit Bewegung und gesunder Ernährung gegen die Kilos
Vermuten Eltern, dass ihr Kind zu dick ist, sollten sie das Gespräch mit dem Kinderarzt suchen. Dort werden sie entsprechend beraten und, wenn nötig, kann eine Behandlung eingeleitet werden. Um Übergewicht zu reduzieren oder bestenfalls vorzubeugen, können Eltern gemeinsam mit ihren Kindern etwas tun. „Die wärmeren Temperaturen bieten Gelegenheit, um sich möglichst viel im Freien zu bewegen. Auch eine ausgewogene und gesunde Ernährung hilft, unnötigen Kilos vorzubeugen“, so Birgit Dziuk weiter. Um eine gesunde Lebensweise zu unterstützen, habe die BARMER gemeinsam mit der Sarah Wiener Stiftung die Familienküche entwickelt. Das kostenfreie Online-Angebot biete Familien jede Menge Tipps rund ums Essen mit Kindern, Tricks und Kniffe für das gemeinsame Kochen und abwechslungsreiche Rezepte.
Autor: red

Kommentare
grobschmied56
06.05.2023, 22.34 Uhr
Dann wendet Euch doch mal gegen die wirklich ...
... Schuldigen, die den Kindern das angetan haben! Die Namen sind doch bekannt! Oder will mir jemand weismachen, man könne nachträglich nicht mehr ermitteln, wer sich den Schnulli Lockdown, Schulschließungen, Homescooling und ähnlichen Murks ausgedacht hat?
Aber natürlich werden die Politiker, die unsere Kinder und Enkel gequält und für eigene Unfähigkeit abgestraft haben nun alle Schuld von sich schieben!
Am Ende wird mal wieder die 'mangelhafte Datenlage' an allem Schuld sein.
Kobold2
07.05.2023, 07.17 Uhr
Kinder und Enkel gequält.....
Ich habe nicht mitbekommen, das die Politik beschlossen hat, das man Kinder mit Chips, Süßigkeiten, Tiefkühlpizzen und anderem Fertigfutter, mit Spielkonsolen und Fernsehserien auf dem Sofa ruhigstellen soll. Es gibt wohl auch keinen Beschluß, der vorschreibt, das jegliche Ortsveränderung grundsätzlich mit dem Familientaxi zu erfolgen hat....
Die meisten Qualen kommen von den Eltern selbst, die das vorleben und zelebrieren und den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder unterbinden.
Lautaro
07.05.2023, 08.49 Uhr
Nun Herr Kobold....
Der Politik ist sicher nicht aktives Verhalten zum Übergewicht der lieben Kinder vorzuwerfen,
Aber Ignoranz ! Wenn es gegen Raucher, Fleischesser, Autofahrer usw... geht, ist jeder Slogan rechtens. Aber gegen zuckerhaltige Lebensmittel ?
Merken sie selbst, oder !
Schnapshäuser
07.05.2023, 08.53 Uhr
So wird die Bevölkerung gespalten
Meine Vorkommentatoren reden von der selben Medaille,
nur der eine erzählt von der Einen Seite und der Andere eben von der zweiten Seite.
Drum redet miteinander und hört zu.
Kobold2
07.05.2023, 09.19 Uhr
Ja, nun
Es wird niemand verpflichtet sich hemmungslos der Werbung zu ergeben und die Dinge zu kaufen und zu konsumieren. Die Auswirkungen sind hinreichend bekannt und wenn die Politik einschreitet, wird gleich wieder von Bevormundung und Diktatur gefaselt nur halt nicht von den eigenen Fehlentscheidungenen. Die Schuld wird zu oft" bei den anderen" gesucht und selbst nicht bemerkt. Der Ihhalt manches Einkaufskorbs an der Kasse , passt allzu oft mit dem Erscheiningsbild des Käufers zusammen.
Daran ist nicht die Politik, oder die Pandemie schuld.
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