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Mo, 14:42 Uhr
24.04.2023
ThüringenForst

Verstärktes Auftreten von gebietsfremden Waldschädlingen

In Thüringens Wäldern breiten sich immer mehr gebietsfremde Arten aus, darunter auch Pilze. Verbreiten sich diese Arten indem sie Lebensräume und heimische Arten beeinträchtigen und richten sie damit nachweislich Schaden an, spricht man von invasiven Arten. Der aus Ostasien stammende Pilz mit Namen „Falsches Weisses Stengelbecherchen“ ist solch eine invasive Art:...

Heimische Eschen deutlich von der Krankheit gezeichnet: Ein ostasiatischer Schadpilz ist die Ursache für das Massensterben der Eschen in Thüringen (Foto: Horst Sproßmann) Heimische Eschen deutlich von der Krankheit gezeichnet: Ein ostasiatischer Schadpilz ist die Ursache für das Massensterben der Eschen in Thüringen (Foto: Horst Sproßmann)


Diese hat nahezu alle Eschen im Freistaat befallen und bringt sie, egal in welcher Altersstufe, über kurz oder lang zum Absterben. Seit Jahren verzichten deshalb Waldbesitzende in Thüringen, Eschen anzupflanzen. Eschenholz ist als Möbel-, Parkett-, Sportgeräte- und Werkzeugholz sehr beliebt. Hauptgrund für die Einschleppung gebietsfremder Arten ist die Globalisierung und der damit verbundene internationale Warenverkehr.
 
Hauptsächlich aus Asien und Nordamerika eingeschleppt
„Nach Erhebungen der Schweizer Forstkollegen werden die meisten gebietsfremden Pilze aus Asien und Nordamerika eingeschleppt. Mutmaßlich spielen Baumschulen und Gärtnereien hier eine Rolle", erläutert Volker Gebhardt, Vorstand der ThüringenForst-AöR. Ausgangspunkt für die Verbreitung sind Gebiete insbesondere um größere Städte in tieferen, warmen Lagen.

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Nicht selten finden sich in privaten Gärten derartige Pilze, werden doch dort gerne exotische Zierpflanzen kultiviert. Leider werden von dort bisweilen auch noch kontaminierte Pflanzenreste illegal zur Entsorgung in den Wald verbracht. Von dort gelangen sie an heimische Pflanzen, die sie ggf. erfolgreich besiedeln können. Andere invasive Arten gelangen durch Verunreinigung von Saatgut oder Futtermittel nach Deutschland bzw. Thüringen. So fand der Samen einer invasiven Pflanze, des Beifußblättrigen Traubenkrauts, in Vogelfutter seinen Weg nach Europa.
 
Einschleppung von Pilzen nur schwierig zu unterbinden
Obwohl Maßnahmen des Pflanzenschutzes wirksam sind, ist eine gänzliche Unterbindung der Einschleppung gebietsfremder Arten kaum realistisch. Die exotische Wirtspflanze und der Pilz sind untereinander angepasst und zeigen kaum Symptome eines Befalls. Hinzu kommt, dass viele eingeschleppte Arten in Mitteleuropa unbekannt sind. Nach etwas zu suchen, was man nicht kennt, ist ausgesprochen schwierig. Um den interkontinentalen Pflanzenhandel nicht deutlich einschränken zu müssen, sollten Maßnahmen zum Schutz vor durch Pflanzen übertragene Krankheiten strenger und auch ggf. erweitert werden.
 
Autor: emw

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Kommentare
Joerg Esser
25.04.2023, 08:29 Uhr
Waldschädling Nr. 1
Wenn ich so durch unsere Wälder gehe oder mit dem Fahrrad fahre, macht es für mich eher den Eindruck, der größte Waldschädling sitzt auf einem tonnenschweren Harvester, verdichtet den Waldboden und zerstört damit die natürliche Wasseraufnahmemöglichkeit des Waldes.
Paulinchen
25.04.2023, 14:24 Uhr
Und jetzt geht es...
... den Laubbäumen schlecht.

Sie fallen einfach um....

Warum wird für den Erhalt der deutschen Wälder, weniger gemacht, als für die Skipisten in den Bergen?
Dort werden Wasserspeicher errichtet, damit im Winter die Schneekanonen für den Pistengaudi sorgen können. Unser Wälder würden sich freuen, oder sollte ich nun schreiben, hätten sich gefreut, wenn sie aus derartigen Quellen etwas zu trinken bekommen hätten.

Aber die Schilder NATIONALPARK waren ja kostengünstiger.... Nun zeigt sich, dass der Borkenkaefer nicht allein der Totengräber für die Wälder ist. Wer aufmerksam die B 4 entlang fährt, dem wird auffallen, dass es nicht wenige Waldwege(!) dort gibt, welche mit Bitumen versiegelt sind.

Unser Regenwasser hat nur wenige Chancen, in den Boden zu versickern. Strassen mit Pflaster gibt es kaum noch, die Eigenheimsiedlungen sind nahezu komplett versiegelt und die Flüsse sind begradigt worden. Man hat ja auch seine Termine in der Binnenschifffahrt.... Aber im Wald und auf den Flüssen kann man sich leider nicht ankleben und würde vielleicht auch nicht gesehen....
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