Mo, 08:34 Uhr
24.04.2006
Keine befriedigende Antwort
Nordhausen (nnz). Sie erinnern sich noch an das Osterfest auf dem Nordhäuser Petersberg? Schön, nicht wahr? Vor allem die vielen ausgeblasenen und bemalten Ostereier erfreuten kleine und große Besucher. Die Freude bei den Ein-Euro-Jobbern und bei der Stadtverwaltung war an den darauffolgenden Tagen eher getrübt.
Da berichtet Jürgen Nagel der nnz von einem Gespräch mit Heike Münch aus dem Bereich der Grünanlagenpflege. In dem Gespräch machte Nagel auf die Zerstörungswut aufmerksam, Die bemalten Eier wurden nämlich fast alle durch Unbekannte zerdrückt und die zwei Ein-Euro-Jobber hatten nun die Aufgabe, die herum liegenden Eierschalen wieder, teils auf Knien hutschend, aufzusammeln. Mein Gedanke war, solche Eier im nächsten Jahr durch welche aus Kunststoff, die die Kinder ja auch bemalen können, zu ersetzen. Frau Münch meinte, dass man sich durch Vandalen nicht entmutigen lasse. Zumal wir Ein-Euro-Jobber zur Sauberhaltung schließlich da sind. Oder wollen sie den ganzen Tag nichts machen?, fragte Frau Münch.
Das ist nicht das Thema, meint Jürgen Nagel, aber durch geeignete Maßnahmen könnte man vorausschauend den zu erwartenden Vandalismus einschränken. Im weiteren machte Nagel Frau Münch auf folgendes aufmerksam:
1. Es gibt keine Haus- bzw. Parkordnung für das Gelände des Petersberges, welches wohl der Neuen Mitte GmbH untersteht. Eine Hausordnung, die auch bei Zuwiderhandlungen Sanktionen androht.
2. Ein Leichtes wäre es, Videokameraattrappen zu installieren, um die Besucher auf eine "Videokameraüberwachung" zur Einschränkung von Rowdytum und Vandalismus, aufmerksam zu machen. Weil es ja um ihr Naherholungszentrum mitten in der Stadt geht.
3. Im Moment machen jeweils zwei Ein-Euro-Jobber in der Zeit von 08:00 bis 14:30 Uhr und von 12:30 bis 19:00 Dienst auf diesem Gelände. Ihr "Verantwortungsbereich" erstreckt sich von der Weberstrasse bis zur Sangerhäuser Strasse und von der Rudolf-Breitscheid-Strasse bis zur Rautenstrasse. In dieser Zeit haben sie das Gelände sauber zu halten und Aufsicht zu führen. Wenn also die Treppe bei der Weberstrasse gekehrt wird, wissen sie gar nicht, was auf dem LGS-Gelände passiert und umgekehrt, wenn sie auf dem LGS-Gelände sind, Fegen, Harken und Sammeln, haben sie keinen Überblick, was auf dem Skaterplatz, dem Baskettballplatz und der Kinderburg passiert. Da die 1 Euro-Jobber für die Stadt keinen finanziellen Verlust darstellen, eher einen Gewinn durch den verbleibenden Überschuss, könnten ergo mehr als zwei für Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit sorgen.
Mit dieser Darstellung konfrontierte die nnz auch den Geschäftsführer der Neuen Mitte GmbH. Der machte sich über die permanente Zerstörungswut einzelner Mitbürger Luft. In der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch dieser Woche wurde ein Großteil des Osterschmucks im PeterbergGarten zerstört, bestätigte der Bürgermeister. Besonders als Geschäftsführer der ‚Neuen Mitte’ GmbH ärgert mich das sehr, sagte er der nnz.
Mag der Sachschaden auch nicht so groß sein, dennoch ist es frustrierend wenn der Park keinen ordentlichen Eindruck hinterlässt. Auch sei es eine Schande, die Bastelarbeit der Kinder so zu missachten. Eine finanzielle größere Last bringen allerdings die Graffiti – Schmierereien und die mutwilligen Zerstörungen von Bauwerken mit sich, sagte Jendricke. Deshalb freue ich mich auch besonders über die jüngsten Fahndungserfolge der Nordhäuser Polizei.
Da die Zerstörungen in der Regel in den Nachtstunden stattfinden würden, sei es leider sehr schwer dies mit Überwachungsmaßnahmen zu verhindern. Die Neue Mitte GmbH beschäftigt zurzeit zur Bewirtschaftung des PetersbergGartens mehrere Aushilfskräfte, die außerdem durch Maßnahmen der Arbeitsgemeinschaft SGB II Nordhausen (ARGE) unterstützt werden. Soweit die Erklärung, mit der weder ein interessierter Jürgen Nagel etwas anzufangen vermag, noch das Problem gelöst werden kann. Gibt es nun eine Hausordnung für den Petersberg? Könnten Videoattrappen eingesetzt werden? Sind Ein-Euro-Jobber mit eigenen Meinungen überhaupt willkommen?
Autor: nnzDa berichtet Jürgen Nagel der nnz von einem Gespräch mit Heike Münch aus dem Bereich der Grünanlagenpflege. In dem Gespräch machte Nagel auf die Zerstörungswut aufmerksam, Die bemalten Eier wurden nämlich fast alle durch Unbekannte zerdrückt und die zwei Ein-Euro-Jobber hatten nun die Aufgabe, die herum liegenden Eierschalen wieder, teils auf Knien hutschend, aufzusammeln. Mein Gedanke war, solche Eier im nächsten Jahr durch welche aus Kunststoff, die die Kinder ja auch bemalen können, zu ersetzen. Frau Münch meinte, dass man sich durch Vandalen nicht entmutigen lasse. Zumal wir Ein-Euro-Jobber zur Sauberhaltung schließlich da sind. Oder wollen sie den ganzen Tag nichts machen?, fragte Frau Münch.
Das ist nicht das Thema, meint Jürgen Nagel, aber durch geeignete Maßnahmen könnte man vorausschauend den zu erwartenden Vandalismus einschränken. Im weiteren machte Nagel Frau Münch auf folgendes aufmerksam:
1. Es gibt keine Haus- bzw. Parkordnung für das Gelände des Petersberges, welches wohl der Neuen Mitte GmbH untersteht. Eine Hausordnung, die auch bei Zuwiderhandlungen Sanktionen androht.
2. Ein Leichtes wäre es, Videokameraattrappen zu installieren, um die Besucher auf eine "Videokameraüberwachung" zur Einschränkung von Rowdytum und Vandalismus, aufmerksam zu machen. Weil es ja um ihr Naherholungszentrum mitten in der Stadt geht.
3. Im Moment machen jeweils zwei Ein-Euro-Jobber in der Zeit von 08:00 bis 14:30 Uhr und von 12:30 bis 19:00 Dienst auf diesem Gelände. Ihr "Verantwortungsbereich" erstreckt sich von der Weberstrasse bis zur Sangerhäuser Strasse und von der Rudolf-Breitscheid-Strasse bis zur Rautenstrasse. In dieser Zeit haben sie das Gelände sauber zu halten und Aufsicht zu führen. Wenn also die Treppe bei der Weberstrasse gekehrt wird, wissen sie gar nicht, was auf dem LGS-Gelände passiert und umgekehrt, wenn sie auf dem LGS-Gelände sind, Fegen, Harken und Sammeln, haben sie keinen Überblick, was auf dem Skaterplatz, dem Baskettballplatz und der Kinderburg passiert. Da die 1 Euro-Jobber für die Stadt keinen finanziellen Verlust darstellen, eher einen Gewinn durch den verbleibenden Überschuss, könnten ergo mehr als zwei für Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit sorgen.
Mit dieser Darstellung konfrontierte die nnz auch den Geschäftsführer der Neuen Mitte GmbH. Der machte sich über die permanente Zerstörungswut einzelner Mitbürger Luft. In der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch dieser Woche wurde ein Großteil des Osterschmucks im PeterbergGarten zerstört, bestätigte der Bürgermeister. Besonders als Geschäftsführer der ‚Neuen Mitte’ GmbH ärgert mich das sehr, sagte er der nnz.
Mag der Sachschaden auch nicht so groß sein, dennoch ist es frustrierend wenn der Park keinen ordentlichen Eindruck hinterlässt. Auch sei es eine Schande, die Bastelarbeit der Kinder so zu missachten. Eine finanzielle größere Last bringen allerdings die Graffiti – Schmierereien und die mutwilligen Zerstörungen von Bauwerken mit sich, sagte Jendricke. Deshalb freue ich mich auch besonders über die jüngsten Fahndungserfolge der Nordhäuser Polizei.
Da die Zerstörungen in der Regel in den Nachtstunden stattfinden würden, sei es leider sehr schwer dies mit Überwachungsmaßnahmen zu verhindern. Die Neue Mitte GmbH beschäftigt zurzeit zur Bewirtschaftung des PetersbergGartens mehrere Aushilfskräfte, die außerdem durch Maßnahmen der Arbeitsgemeinschaft SGB II Nordhausen (ARGE) unterstützt werden. Soweit die Erklärung, mit der weder ein interessierter Jürgen Nagel etwas anzufangen vermag, noch das Problem gelöst werden kann. Gibt es nun eine Hausordnung für den Petersberg? Könnten Videoattrappen eingesetzt werden? Sind Ein-Euro-Jobber mit eigenen Meinungen überhaupt willkommen?


