Do, 09:22 Uhr
13.04.2006
Miro verlängert
Nordhausen (nnz). Riesig groß war das Interesse an der Miro- und der Fotoausstellung im Kunsthaus. Die Ausstellung diente sogar zur Inspiration für ein ganzes Miro-Haus. Über Ostern gibt’s die letzte Chance die Kunstwerke zu erleben.
Miro verlängert (Foto: nnz)
Aufgrund des großen Interesses werden sowohl die Miró-Ausstellung als auch die Fotoausstellung des Grazer Künstlers Jasenko Čonka im Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg um eine Woche bis zum 23. April verlängert. Auch über Ostern hat das Haus geöffnet: am Karfreitag und Ostersonntag sowie zu den üblichen Öffnungszeiten von 10 bis 17 Uhr. Am Sonntag, dem 23. April, um 11.00 Uhr bietet die Kunsthistorikerin Susanne Hinsching nochmals eine Führung durch die Miró-Ausstellung an und somit die Gelegenheit, sich auf das Ballett TanzMiró des Theaters Nordhausen einzustimmen.
Bunt wie Ostereier – mit Punkten und Strichen in Rot, Grün und Blau – sind die Werke des spanischen Künstlers Joan Miró. Deshalb lohnt sich auch ein Osterspaziergang in die historische Villa mit Turm und wunderschönem Park, sagte Frau Hinsching.
Die ausgestellten Grafiken Mirós zeigten, dass sich der Künstler vom Farbenspiel seiner spanischen Heimat inspirieren ließ. Der Kontrast von gegenständlichen und abstrakten Motiven wird durch den Gegensatz von blühend lebenden Farben mit expressiven, schwarzen Linien und Flächen verstärkt. Aus dieser Spannung zwischen bunter Heiterkeit und schwarzen Zeichen entstehen höchst ausdrucksstarke Bilder, die Lebensfreude ausstrahlen, ohne die tragischen Züge des Lebens zu leugnen.
Beeindruckend ist Mirós fast unerschöpflich scheinende gestalterische Kraft, aus einfachen und teuren Materialien stets einfache und doch zugleich noch komplexe künstlerische Gebilde zu schaffen. Der Künstler ging immer seinen eigenen Weg in der Kunst und lehnte sich gern gegen gewisse Aspekte des Lebens und seines Umfeldes auf, so die Kunsthistorikerin.
In seiner Fotoausstellung dokumentiere auf faszinierende Weise der Fotograf und Bühnenbildner Čonka den Verfall von bekannten und weniger bekannten Gebäuden Nordhausens. Zu sehen sind unter anderem ungewöhnliche Bilder aus dem Inneren der Villa Hohenrode, des Lindenhofes und des Rolandbräu. Sie sind sowohl für alteingesessene Nordhäuser Bürger von Interesse als auch für junge Leute. Die Fotos bieten die Möglichkeit einer einmaligen Entdeckungsreise in die Vergangenheit als auch Gegenwart von Nordhausen. Teils schockierend, teils verzaubernd schaffen sie einen nachhaltigen Eindruck auf jeden Betrachter
Zum Bild: Ein Kartengruß erreichte das Kunsthaus jetzt aus Koblenz. Die Familie eines Malermeisters hatte ihr Haus im Miro-Stil gestaltet und die Ausstellung in Nordhausen besucht.
Autor: nnz
Miro verlängert (Foto: nnz)
Aufgrund des großen Interesses werden sowohl die Miró-Ausstellung als auch die Fotoausstellung des Grazer Künstlers Jasenko Čonka im Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg um eine Woche bis zum 23. April verlängert. Auch über Ostern hat das Haus geöffnet: am Karfreitag und Ostersonntag sowie zu den üblichen Öffnungszeiten von 10 bis 17 Uhr. Am Sonntag, dem 23. April, um 11.00 Uhr bietet die Kunsthistorikerin Susanne Hinsching nochmals eine Führung durch die Miró-Ausstellung an und somit die Gelegenheit, sich auf das Ballett TanzMiró des Theaters Nordhausen einzustimmen.
Bunt wie Ostereier – mit Punkten und Strichen in Rot, Grün und Blau – sind die Werke des spanischen Künstlers Joan Miró. Deshalb lohnt sich auch ein Osterspaziergang in die historische Villa mit Turm und wunderschönem Park, sagte Frau Hinsching.
Die ausgestellten Grafiken Mirós zeigten, dass sich der Künstler vom Farbenspiel seiner spanischen Heimat inspirieren ließ. Der Kontrast von gegenständlichen und abstrakten Motiven wird durch den Gegensatz von blühend lebenden Farben mit expressiven, schwarzen Linien und Flächen verstärkt. Aus dieser Spannung zwischen bunter Heiterkeit und schwarzen Zeichen entstehen höchst ausdrucksstarke Bilder, die Lebensfreude ausstrahlen, ohne die tragischen Züge des Lebens zu leugnen.
Beeindruckend ist Mirós fast unerschöpflich scheinende gestalterische Kraft, aus einfachen und teuren Materialien stets einfache und doch zugleich noch komplexe künstlerische Gebilde zu schaffen. Der Künstler ging immer seinen eigenen Weg in der Kunst und lehnte sich gern gegen gewisse Aspekte des Lebens und seines Umfeldes auf, so die Kunsthistorikerin.
In seiner Fotoausstellung dokumentiere auf faszinierende Weise der Fotograf und Bühnenbildner Čonka den Verfall von bekannten und weniger bekannten Gebäuden Nordhausens. Zu sehen sind unter anderem ungewöhnliche Bilder aus dem Inneren der Villa Hohenrode, des Lindenhofes und des Rolandbräu. Sie sind sowohl für alteingesessene Nordhäuser Bürger von Interesse als auch für junge Leute. Die Fotos bieten die Möglichkeit einer einmaligen Entdeckungsreise in die Vergangenheit als auch Gegenwart von Nordhausen. Teils schockierend, teils verzaubernd schaffen sie einen nachhaltigen Eindruck auf jeden Betrachter
Zum Bild: Ein Kartengruß erreichte das Kunsthaus jetzt aus Koblenz. Die Familie eines Malermeisters hatte ihr Haus im Miro-Stil gestaltet und die Ausstellung in Nordhausen besucht.

