Do, 07:23 Uhr
13.04.2006
Einigkeit mit Minister
Nordhausen (nnz). Zu einer Podiumsdiskussion mit Thüringens Wirtschaftsminister Reinholz hatten Landrat Joachim Claus und OB Kandidat Norbert Klodt (beide CDU) gestern eingeladen. Dabei ging es natürlich um die Wirtschaft in Thüringens nördlichstem Landkreis – und um Wahlkampf.
Die wirtschaftliche Entwicklung der Region Nordhausen und des Landkreises standen ganz im Mittelpunkt des Nachmittags. Schon in den Eingangsstatements der beiden Kommunalpolitiker wurde deutlich, dass sie die Zusammenarbeit der Verwaltungen im Interesse der Effizienzsteigerung unbedingt verbessern wollen.
Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz bestätigte beide in ihrer Meinung im Interesse einer besseren Wirtschaftsförderung und einer besseren Bestandspflege. Reinholz bekräftigte, dass auch bei der Landesregierung die Förderung des Mittelstandes höchste Priorität habe. Nur der Export sei aus seiner Sicht kein Allheilmittel; schon gar nicht für den Norden Thüringens. Denn hier ist die Exportquote deutlich niedriger als im Thüringer Durchschnitt.
Allein die zwölf Unternehmen, die Gips- und Kiesabbau betreiben, beschäftigen im Kreis Nordhausen 550 Mitarbeiter. Eine Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle weist dem Landkreis in den Bereichen Maschinen-, Fahrzeug- und Schienenfahrzeugbau sowie in den Bereichen Medizin- und Messtechnik die besten Entwicklungschancen zu.
Hier wollen die kommunalen Politiker ansetzen. Die A 38 werde die beste Ost- Westverbindung Deutschlands werden und das Industriegebiet Goldene Aue liege nur zwei Minuten von der nächsten Abfahrt entfernt. Darum, so war man sich einig wird dieser Standort auch erfolgreich sein. Die noch anstehenden Probleme im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz sollten zu lösen sein.
Landrat Joachim Claus rief nochmals dazu auf, in allen Schulformen ein von ihm mit initiiertes Modell der Berufsvorbereitung zu nutzen. Ähnlich dem ehemaligen polytechnischen Unterricht werden die Schulen unterstützt, den Schülern bei der Berufswahl zu helfen. Der derzeitige Anteil der Ausbildungsabbrecher von 27 Prozent soll somit nachhaltig gesenkt werden.
Für die nahe Zukunft müssen sich Politik und Wirtschaft der Tatsache stellen, dass mit dem 2. Halbjahr 2007 der größte Geburtenknick bei den Auszubildenden eintritt und ab dann ein großer Mangel an Auszubildenden zu erwarten ist. Die bisherige Leistung der Handwerksbetriebe bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen kann nach Einschätzung aller Podiumsgäste überhaupt nicht hoch genug anerkannt werden. Sie ist mustergültig und zeigt ein großartiges Engagement der Nordthüringer im Vergleich zu vielen anderen Bundesländern.
Autor: nnzDie wirtschaftliche Entwicklung der Region Nordhausen und des Landkreises standen ganz im Mittelpunkt des Nachmittags. Schon in den Eingangsstatements der beiden Kommunalpolitiker wurde deutlich, dass sie die Zusammenarbeit der Verwaltungen im Interesse der Effizienzsteigerung unbedingt verbessern wollen.
Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz bestätigte beide in ihrer Meinung im Interesse einer besseren Wirtschaftsförderung und einer besseren Bestandspflege. Reinholz bekräftigte, dass auch bei der Landesregierung die Förderung des Mittelstandes höchste Priorität habe. Nur der Export sei aus seiner Sicht kein Allheilmittel; schon gar nicht für den Norden Thüringens. Denn hier ist die Exportquote deutlich niedriger als im Thüringer Durchschnitt.
Allein die zwölf Unternehmen, die Gips- und Kiesabbau betreiben, beschäftigen im Kreis Nordhausen 550 Mitarbeiter. Eine Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle weist dem Landkreis in den Bereichen Maschinen-, Fahrzeug- und Schienenfahrzeugbau sowie in den Bereichen Medizin- und Messtechnik die besten Entwicklungschancen zu.
Hier wollen die kommunalen Politiker ansetzen. Die A 38 werde die beste Ost- Westverbindung Deutschlands werden und das Industriegebiet Goldene Aue liege nur zwei Minuten von der nächsten Abfahrt entfernt. Darum, so war man sich einig wird dieser Standort auch erfolgreich sein. Die noch anstehenden Probleme im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz sollten zu lösen sein.
Landrat Joachim Claus rief nochmals dazu auf, in allen Schulformen ein von ihm mit initiiertes Modell der Berufsvorbereitung zu nutzen. Ähnlich dem ehemaligen polytechnischen Unterricht werden die Schulen unterstützt, den Schülern bei der Berufswahl zu helfen. Der derzeitige Anteil der Ausbildungsabbrecher von 27 Prozent soll somit nachhaltig gesenkt werden.
Für die nahe Zukunft müssen sich Politik und Wirtschaft der Tatsache stellen, dass mit dem 2. Halbjahr 2007 der größte Geburtenknick bei den Auszubildenden eintritt und ab dann ein großer Mangel an Auszubildenden zu erwarten ist. Die bisherige Leistung der Handwerksbetriebe bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen kann nach Einschätzung aller Podiumsgäste überhaupt nicht hoch genug anerkannt werden. Sie ist mustergültig und zeigt ein großartiges Engagement der Nordthüringer im Vergleich zu vielen anderen Bundesländern.


