eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 11:57 Uhr
12.04.2006

Romanik für Tourismus erschließen

Nordhausen (nnz). Was haben die Wartburg, die Runneburg, die Pfeilerbasilika in Münchenlohra und der Dom gemeinsam? Sie alle und noch viele weitere Bauwerke gehören zum Transromanica-Projekt. Was es damit auf sich hat, hat die nnz erfahren.

Thüringen will seine romanischen Bauwerke gezielt für den Kulturtourismus erschließen. Dazu hat das Thüringer Wirtschaftsministerium jetzt eine eigene „Transromanica“-Übersichtskarte mit romanischen Highlights und Romanik-Routen herausgegeben. „Die Karte ist ein Wegweiser durch das reiche romanische Erbe Thüringens“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz. „Mit dem Thema Romanik wollen wir unser Angebot im Städte- und Kulturtourismus ergänzen und weiter ausbauen.“

In Thüringen gibt es noch heute rund 100 gut erhaltene romanische Bauwerke. Für die Transromanica-Karte wurden 5 überregional bedeutende romanische „Modellstandorte“ sowie 30 weitere Bauwerke ausgewählt und erläutert. Darüber hinaus enthält die Karte Vorschläge für romanische Entdeckungstouren durch Thüringen und Hinweise auf Veranstaltungen und Feste mit Bezug zur Romanik.

Bei den Thüringer Modellstandorten handelt es sich um die Klosterkirche St. Peter und Paul in Erfurt, die Liebfrauenkirche in Arnstadt, die Klosterruine Paulinzella, die Ruine der Reichsburg Kyffhausen mit dem Kyffhäuserdenkmal und die Wartburg bei Eisenach. Zu den weiteren, in der Karte enthaltenen Romanik-Highlights zählen die Lobdeburg Jena, die Klosterkirche Thalbürgel, das Kloster Veßra, die Burg Greifenstein bei Bad Blankenburg, die Pfeilerbasilika Münchenlohra, die Runneburg in Weißensee, die St. Veitskirche Artern, der Dom zum Heiligen Kreuz in Nordhausen oder das ehemalige Zisterzienserkloster Volkenroda.

Die fünf Modellstandorte waren im vergangenen Jahr im Rahmen des europäischen „Transromanica“-Projekts festgelegt worden, an dem Thüringen sich beteiligt. Die Festlegung erfolgte durch ein Expertengremium aus Vertretern der Thüringer Tourismus GmbH (TTG), des Landesamtes für Denkmalpflege, der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, der Universitäten Weimar und Jena, des Pilotprojekts Ichtershausen, der Initiative „Offene Kirchen“ sowie Vertretern des Thüringer Wirtschafts- und Kultusministeriums.

Ziel des Transromanica-Projekts ist die Schaffung einer transnationalen Kultur-Route, die dem interessierten Besucher die Highlights der europäischen Romanik erschließt. An dem Projekt sind neben Thüringen auch Sachsen-Anhalt, Kärnten, Slowenien und die italienischen Provinzen Modena, Parma und Ferrara beteiligt. (Mehr zu diesem Projekt unter www.transromanica.com). Die Romanik ist eine kunst- und kulturgeschichtliche Epoche, die auf den Zeitraum von etwa 1000 bis 1200 n. Chr. datiert wird.

Die Thüringer Transromanica-Karte ist bei der Thüringer Tourismus GmbH (TTG) kostenlos erhältlich (Bestellungen über Service Center Thüringen: Tel. 0361/37-420, Fax 0361/37-42388, E-Mail: service@thueringen-tourismus.de).
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)