Di, 14:45 Uhr
04.04.2006
Mehr Sicherheit am Bahnhofsplatz
Nordhausen (nnz). Ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche ist der Bahnhofsplatz. Unterschiedliche Gruppen kommen da zusammen. Das sorgt für Konfliktpotential. Dagegen muß etwas unternommen werden, meint Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und traf sich mit der Polizei.
Ordnung und Sicherheit in der Stadt und insbesondere am Bahnhofsplatz, einem beliebten Treffpunkt für Jugendliche, war jetzt Thema eines Gespräches zwischen Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und Hartmut Wachtel, dem Leiter der Nordhäuser Polizei-Inspektion. Wir waren uns einig, dass die Polizei allein dort nicht alle Probleme lösen kann. Es ist auch und vor allem aktive Jugendarbeit vor Ort gefragt. Und das bedeutet in erster Linie den Einsatz von Streetworkern. Wir werden deshalb sowohl auf die freien Träger der Jugendarbeit zugehen als auch auf das Landratsamt als dem Träger der Jugendhilfe, kündigte Frau Rinke nach dem Gespräch an. Gerade die freien Träger hätten die nötige Sach- und Fachkompetenz für die Jugendarbeit vor Ort, und sie sind ja zum Teil auch schon präsent. Doch wir brauchen einen auch zahlenmäßig stärkeren Einsatz von qualifizierten Sozialarbeitern, unser Stadtjugendpfleger allein kann das nicht leisten.
Sie sich mit Hartmut Wachtel auch einig, dass nicht der Aufenthalt von Jugendlichen am Bahnhofsplatz das Problem sei – das ist normal und in jeder anderen Stadt auch so – als vielmehr die Konflikte zwischen den verschiedenen Interessen dort. Und die Polizei hat völlig Recht, wenn sie sagt, dass polizeiliche Maßnahmen, wie zum Beispiell Platzverweise, auf lange Sicht nichts bringen, da dies die Konflikte nur verlagert, nicht löst und den Jugendlichen am wenigsten hilft. Ich begrüße deshalb auch, dass die Beamten darauf verweisen, dass eine unnötige Kriminalisierung wenig nützt, so die Oberbürgermeisterin. Sie sei optimistisch, dass sie in weiteren Gesprächen mit den beteiligten Akteuren die Bereitschaft für einen verstärkten Einsatz von Streetworkern wecken könne. Denn jeder jetzt sinnvoll eingesetzte Euro für eine gut durchdachte Jugendarbeit hilft nicht nur den Betroffenen, sondern erspart uns allen in der Zukunft deutlich höhere Investitionen.
Hartmut Wachtel hatte jetzt gemeinsam mit Kollegen auch vor den Stadträten des Ausschusses für Stadtordnung und Ortsteile aktuelle Statistiken vorgelegt und eine insgesamt positive Bilanz in punkto Ordnung und Sicherheit in Nordhausen gezogen. Ich habe mich gefreut, als mir Herr Wachtel versichert hat, dass Nordhausen auch dank der intensiven Polizeipräsenz eine sichere Stadt ist, sagte die Oberbürgermeisterin.
Autor: nnzOrdnung und Sicherheit in der Stadt und insbesondere am Bahnhofsplatz, einem beliebten Treffpunkt für Jugendliche, war jetzt Thema eines Gespräches zwischen Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und Hartmut Wachtel, dem Leiter der Nordhäuser Polizei-Inspektion. Wir waren uns einig, dass die Polizei allein dort nicht alle Probleme lösen kann. Es ist auch und vor allem aktive Jugendarbeit vor Ort gefragt. Und das bedeutet in erster Linie den Einsatz von Streetworkern. Wir werden deshalb sowohl auf die freien Träger der Jugendarbeit zugehen als auch auf das Landratsamt als dem Träger der Jugendhilfe, kündigte Frau Rinke nach dem Gespräch an. Gerade die freien Träger hätten die nötige Sach- und Fachkompetenz für die Jugendarbeit vor Ort, und sie sind ja zum Teil auch schon präsent. Doch wir brauchen einen auch zahlenmäßig stärkeren Einsatz von qualifizierten Sozialarbeitern, unser Stadtjugendpfleger allein kann das nicht leisten.
Sie sich mit Hartmut Wachtel auch einig, dass nicht der Aufenthalt von Jugendlichen am Bahnhofsplatz das Problem sei – das ist normal und in jeder anderen Stadt auch so – als vielmehr die Konflikte zwischen den verschiedenen Interessen dort. Und die Polizei hat völlig Recht, wenn sie sagt, dass polizeiliche Maßnahmen, wie zum Beispiell Platzverweise, auf lange Sicht nichts bringen, da dies die Konflikte nur verlagert, nicht löst und den Jugendlichen am wenigsten hilft. Ich begrüße deshalb auch, dass die Beamten darauf verweisen, dass eine unnötige Kriminalisierung wenig nützt, so die Oberbürgermeisterin. Sie sei optimistisch, dass sie in weiteren Gesprächen mit den beteiligten Akteuren die Bereitschaft für einen verstärkten Einsatz von Streetworkern wecken könne. Denn jeder jetzt sinnvoll eingesetzte Euro für eine gut durchdachte Jugendarbeit hilft nicht nur den Betroffenen, sondern erspart uns allen in der Zukunft deutlich höhere Investitionen.
Hartmut Wachtel hatte jetzt gemeinsam mit Kollegen auch vor den Stadträten des Ausschusses für Stadtordnung und Ortsteile aktuelle Statistiken vorgelegt und eine insgesamt positive Bilanz in punkto Ordnung und Sicherheit in Nordhausen gezogen. Ich habe mich gefreut, als mir Herr Wachtel versichert hat, dass Nordhausen auch dank der intensiven Polizeipräsenz eine sichere Stadt ist, sagte die Oberbürgermeisterin.


