Di, 11:18 Uhr
04.04.2006
Offene Bühne
Nordhausen (nnz). Junge Schauspieler kommen auf die Bühne. Was als Vorgeschmack für die Schultheatertage geplant war, begeisterte Schüler aus Regelschulen und Gymnasien des Kreises. Was die Jugendlichen so auf die Bühne gebracht haben, berichtet Anika Strümper vom Jungen Theater.
Offene Bühne (Foto: nnz)
Die Südharzer Schultheatertage gibt es nunmehr schon seit einigen Jahren und findet auch dieses Jahr wieder vom 08. – 10. Mai im Theater Nordhausen statt. Neben den Schultheatertagen gibt es nun ein neues Projekt, die "Offene Bühne". Vom Jungen Theater und einigen Schulen ins Leben gerufen erlebte sie letzten Freitag ihre Premiere - gewissermaßen eine Probe für die Schultheatertage, nur im kleineren Rahmen. Hinter dem Projekt steckt die Idee, dass sich die Gruppen gegenseitig ihre Stücke vorspielen, Ideen und Anregungen austauschen, das Gesehene spielerisch reflektieren und in Workshops die eigene Stücke in eine andere theatralische Form bringen. Dieser Tag war sehr eindringlich und ein angenehmer Vorbote für die kommenden Schultheatertage.
Die Theatergruppe der Regelschule Ost eröffnete diesen besonderen Theatertag mit einer Vorstellung von Romeo und Julia. Viele Spieler und reichlich Requisiten – interessante 15 Minuten. Sie haben sich dem Originaltext Shakespeares auf originelle zeitgemäße Weise genähert und mit spritzigen Darstellern alles ein wenig aufgelockert.
Die zwei Kurse Darstellen und Gestalten der 11. Klasse des Humboldt-Gymnasiums setzte sich mit der Thematik Eroberung auseinander. Dargestellt wurden szenische Ausschnitte, die offenbarten, was wir erobern können oder was uns zu erobern vermag. Krankheiten, die Zeit, Liebe und ihre dunklen Seiten, der Tod, die Wissenschaft – das Leben. Mit stilvoller musikalischer Untermalung, tänzerischen Einlagen und anregenden Monologen zeigte die Gruppe einen interessanten Vorgeschmack ihrer selbstverfassten Szenencollage.
Eine ganz andere Form des Theaters zeigte die Gruppe der Regelschule Hainleite: eine Pantomime. Weiße Gesichter, viele Koffer und Regenschirme belebten die kleinen Geschichten. Starke Charaktere präsentierten, was passiert, wenn ein Koffer sein Eigenleben entwickelt oder ein Schirm seine individuelle Flugkraft ausbildet. Auch eine fiktive Treppe, sowie ein Fahrstuhl wurden zum Leben erweckt. Die Gruppe hat eine bemerkenswerte Vorstellung gezeigt und neugierig auf das fertige Produkt gemacht.
Nach den Vorstellungen wurden die Jugendlichen in vier Farbgruppen aufgeteilt. Unter Leitung von Steffen Adam (Regelschule Hainleite), Susanne Mautz (Leiterin Junges Theater), Steffi Böttcher (Studio44) und Silvia Rieche (Humboldt-Gymnasium) wurden die gesehenen Stücke diskutiert und Fragen sowie Anregungen ausgetauscht. Anschließend unterbreitete jede Farbgruppe den anderen ihr Ergebnis in Form einer szenischen Darbietung.
Am Nachmittag versuchen Teilnehmer die Stücke in eine andere theatralische Form zu bringen. Die Schüler der Regelschule Ost beschäftigten sich nun gemeinsam mit Steffi Böttcher mit dem Objekttheater und gaben ihrem Romeo und Julia durch intensivere Bespielung von Objekten einen geordneten und größeren Blick auf die Wichtigkeit des Objektes und seiner Funktion.
Die Schüler des Humboldt-Gymnasiums stellten gemeinsam mit Susanne Mautz das Stück Eroberungen in Klängen dar. Was man alles mit Tönen erreichen kann, wurde auf eindrucksvolle Weise demonstriert. Auch Steffen Adam nahm sich die Eroberungen vor und schuf durch Bewegungstheater eine ganz andere Form. Entstanden sind kurze Szenen, die zeigen dass der Körper ein gutes Mittel ist, um Andere zu beherrschen.
Die Schüler der Regelschule Hainleite haben gemeinsam mit Silvia Rieche aus ihrer Pantomime ein Sprechtheater geschaffen, welches nun Platz für die Gedanken der Charaktere fand. Da diese Veranstaltung zu Recht Lob und Beifall verdient, soll auch nächste Spielzeit die Offene Bühne wieder Schultheatergruppen die Chance geben, ihre Stücke anderen Jugendlichen zu präsentieren.
Autor: nnz
Offene Bühne (Foto: nnz)
Die Südharzer Schultheatertage gibt es nunmehr schon seit einigen Jahren und findet auch dieses Jahr wieder vom 08. – 10. Mai im Theater Nordhausen statt. Neben den Schultheatertagen gibt es nun ein neues Projekt, die "Offene Bühne". Vom Jungen Theater und einigen Schulen ins Leben gerufen erlebte sie letzten Freitag ihre Premiere - gewissermaßen eine Probe für die Schultheatertage, nur im kleineren Rahmen. Hinter dem Projekt steckt die Idee, dass sich die Gruppen gegenseitig ihre Stücke vorspielen, Ideen und Anregungen austauschen, das Gesehene spielerisch reflektieren und in Workshops die eigene Stücke in eine andere theatralische Form bringen. Dieser Tag war sehr eindringlich und ein angenehmer Vorbote für die kommenden Schultheatertage.
Die Theatergruppe der Regelschule Ost eröffnete diesen besonderen Theatertag mit einer Vorstellung von Romeo und Julia. Viele Spieler und reichlich Requisiten – interessante 15 Minuten. Sie haben sich dem Originaltext Shakespeares auf originelle zeitgemäße Weise genähert und mit spritzigen Darstellern alles ein wenig aufgelockert.
Die zwei Kurse Darstellen und Gestalten der 11. Klasse des Humboldt-Gymnasiums setzte sich mit der Thematik Eroberung auseinander. Dargestellt wurden szenische Ausschnitte, die offenbarten, was wir erobern können oder was uns zu erobern vermag. Krankheiten, die Zeit, Liebe und ihre dunklen Seiten, der Tod, die Wissenschaft – das Leben. Mit stilvoller musikalischer Untermalung, tänzerischen Einlagen und anregenden Monologen zeigte die Gruppe einen interessanten Vorgeschmack ihrer selbstverfassten Szenencollage.
Eine ganz andere Form des Theaters zeigte die Gruppe der Regelschule Hainleite: eine Pantomime. Weiße Gesichter, viele Koffer und Regenschirme belebten die kleinen Geschichten. Starke Charaktere präsentierten, was passiert, wenn ein Koffer sein Eigenleben entwickelt oder ein Schirm seine individuelle Flugkraft ausbildet. Auch eine fiktive Treppe, sowie ein Fahrstuhl wurden zum Leben erweckt. Die Gruppe hat eine bemerkenswerte Vorstellung gezeigt und neugierig auf das fertige Produkt gemacht.
Nach den Vorstellungen wurden die Jugendlichen in vier Farbgruppen aufgeteilt. Unter Leitung von Steffen Adam (Regelschule Hainleite), Susanne Mautz (Leiterin Junges Theater), Steffi Böttcher (Studio44) und Silvia Rieche (Humboldt-Gymnasium) wurden die gesehenen Stücke diskutiert und Fragen sowie Anregungen ausgetauscht. Anschließend unterbreitete jede Farbgruppe den anderen ihr Ergebnis in Form einer szenischen Darbietung.
Am Nachmittag versuchen Teilnehmer die Stücke in eine andere theatralische Form zu bringen. Die Schüler der Regelschule Ost beschäftigten sich nun gemeinsam mit Steffi Böttcher mit dem Objekttheater und gaben ihrem Romeo und Julia durch intensivere Bespielung von Objekten einen geordneten und größeren Blick auf die Wichtigkeit des Objektes und seiner Funktion.
Die Schüler des Humboldt-Gymnasiums stellten gemeinsam mit Susanne Mautz das Stück Eroberungen in Klängen dar. Was man alles mit Tönen erreichen kann, wurde auf eindrucksvolle Weise demonstriert. Auch Steffen Adam nahm sich die Eroberungen vor und schuf durch Bewegungstheater eine ganz andere Form. Entstanden sind kurze Szenen, die zeigen dass der Körper ein gutes Mittel ist, um Andere zu beherrschen.
Die Schüler der Regelschule Hainleite haben gemeinsam mit Silvia Rieche aus ihrer Pantomime ein Sprechtheater geschaffen, welches nun Platz für die Gedanken der Charaktere fand. Da diese Veranstaltung zu Recht Lob und Beifall verdient, soll auch nächste Spielzeit die Offene Bühne wieder Schultheatergruppen die Chance geben, ihre Stücke anderen Jugendlichen zu präsentieren.

