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So, 10:40 Uhr
19.02.2023
Motorische Entwicklungsdefizite auf dem Vormarsch

Wenn Kindern Purzelbaum schlagen nicht gelingt

Immer mehr Kindern fällt es schwer zu hüpfen, einen Ball zu fangen oder einen Purzelbaum zu schlagen. Sie wirken in ihren Bewegungen unsicher, ungelenk und mitunter tollpatschig...

Dahinter können sich motorische Entwicklungsstörungen verbergen. Laut Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse leiden darunter immer mehr Kinder und Jugendliche. So stieg die Zahl betroffener 6- bis 18-Jähriger von 2011 auf 2021 um 43,5 Prozent, bei den Mädchen sogar um rund 50 Prozent. „Haben Heranwachsende Schwierigkeiten, sich zu bewegen, kostet sie das nicht nur enorme Energie und Konzentration, sondern kann auch empfindlich an ihrem Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl nagen“, sagt Vijitha Sanjivkumar vom Kompetenzteam Medizin bei der KKH. „Kommen Hänseleien durch Gleichaltrige hinzu, kann das seelische Gleichgewicht in Schieflage geraten, zu Frustration und Isolation führen.“

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Drei Prozent der bei der KKH versicherten Kinder und Jugendlichen erhielten im Jahr 2021 die Diagnose ‚Motorische Entwicklungsstörung‘. Dabei waren Jungen mehr als doppelt so häufig betroffen wie Mädchen (4,2 zu 1,8 Prozent). Motorische Defizite sind nach Meinung der KKH-Expertin ernst zu nehmen, denn: „Sie können die Kindesentwicklung beeinflussen und mit Verhaltensauffälligkeiten einhergehen. Auch Übergewicht und andere Erkrankungen können die Folge sein.“ Motorische Probleme können die Grobmotorik betreffen wie Laufen, Hüpfen oder Balancieren. Sie können sich aber auch auf die Feinmotorik, sprich Geschicklichkeit der Hände, auswirken und das Essen mit Besteck, Schreiben oder Basteln erschweren. Die Ursachen für motorische Entwicklungsdefizite bleiben oft ungeklärt. Organische und genetische Faktoren können ebenso eine Rolle spielen wie psychische oder auch psycho-soziale.

„Nicht hinter jedem Stolpern oder Sturz mit dem Rad muss eine Entwicklungsstörung der Motorik stecken“, relativiert Vijitha Sanjivkumar. „Doch haben Eltern den Eindruck, ihr Kind lernt spät zu gehen, zu laufen oder Schuhe zu binden oder bewegt sich unbeholfen und ungeschickt, sollten sie ihren Kinderarzt oder ihre Kinderärztin um Rat fragen.“ Entwicklungsstörungen der Motorik können mit verminderter Gelenkigkeit, Körperkoordination und Gleichgewichtskontrolle einhergehen sowie auch mit weniger Kraft und Fitness. Mitunter wächst sich eine Bewegungsstörung mit den Jahren aus, kann aber auch bis ins Erwachsenenalter fortbestehen. Schränken motorische Probleme ein Kind langfristig erheblich ein, kann ärztlich verordnete, gezielte ergo-, physiotherapeutische und eventuell auch psychotherapeutische Behandlung helfen.

Und was können Eltern tun?
„Nutzen Sie daheim jede Gelegenheit und üben Sie mit Ihrem Kind Bewegungen, die ihm schwerfallen – mit Geduld und viel bestärkendem Lob“, rät die KKH-Expertin für Kindergesundheit. „Seien Sie Vorbild und ermuntern Sie Ihr Kind, sich so oft und so vielfältig wie möglich draußen wie drinnen zu bewegen. All das fördert nicht nur motorische Fähigkeiten wie beispielsweise die Koordination von Armen und Beinen, sondern mindert Versagensängste und stärkt das Selbstvertrauen.“ Auch ist es ratsam zu beobachten, welche sportlichen Aktivitäten Kindern Spaß machen und sie nicht überfordern, um diese gezielt zu fördern. Entscheidend bei all dem ist, betroffenen Kindern etwas zuzutrauen, ihnen Mut zu machen und nachsichtig zu sein, wenn etwas nicht so gelingt. Schließlich ist jede Bewegung und jede Bewegungserfahrung besser als keine.
Autor: red

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Kommentare
geloescht.20250302
19.02.2023, 11:09 Uhr
Purzelbaum als Maßstab...
...für kindliche sagt eine Expertin, deren Namen höchstens ein studierter Linguistiker ohne Zungeninfarkt unfallfrei aussprechen kann?

Ich bin auch nie an der Kletterstange im Sportunterricht bis ganz nach Oben gekommen und habe dann trotzdem die Grundausbildung bei der NVA überlebt.

Es reicht langsam mit den bevormundenden Klugscheissereien von bezahlten selbst- und -fremdernannten Experten.

Ich verzichte hier bewusst auf Gendergedöns. Die weibliche Form von "Experte werkelt gerade in der Küche ;)
nur_mal_so
19.02.2023, 16:25 Uhr
Lieber tannhäuser,
ich muss aufpassen, dass sich hier nicht eine Lieblingsfeindschaft herausbildet, oder dass ich gleich wieder als Chat gesperrt werde.

Doch was Sie hier als lustig und als Bevormundung empfinden, empfinde ich als zweifache Mutter als ernstes Warnsignal.
Während meine Kinder noch draußen tobten, stellte ich fest, dass sich andere, gleichaltrige Kinder kaum bis gar nicht auf dem Spielplatz bewegten (aber immerhin waren sie dort trotzdem geparkt, während die Mutti am Handy spielte, was man heutzutage nicht mehr als selbstverständlich nehmen kann), und dabei, zum Beispiel beim Ballfangen, extrem linkisch waren. Rückwärtslaufen klappte zum Beispiel gar nicht.
Das ist nicht so lustig oder klugscheißerisch, wie Sie denken, denn aus Kindern, die sich - sei es aus anerzogener oder eigenständiger Faulheit nicht lernen, sich gut und gern zu bewegen, werden Jugendliche, die sich gar nicht mehr bewegen, und daraus werden Erwachsene, die sich in Ausbildung und Beruf ständig krankmelden müssen, weil sie mit den einfachsten körperlichen Beanspruchungen nicht zurecht kommen.

Beim Kind beginnt es damit, dass sie ihren Körper nicht mehr so kontrollieren können, dass ihnen eine simple Rolle Vorwärts (falls Ihnen das "Purzelbaum" zu sauer aufstößt) nicht mehr gelingt. Warum? Weil sie's nicht lernen, weil sie vor Fernseher, Spielkonsole und Handy abgestellt werden.
Was daran lustig sein soll, weiß ich wirklich nicht.

Einen Kommentar darüber abzugeben, was ich von Leuten halte, die sich über anderer Menschen Namen lustig mache, das erspare ich mir als "nicht zum Thema gehörend".
geloescht.20250302
19.02.2023, 17:00 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
geloescht.20250302
19.02.2023, 17:21 Uhr
Ja, mich stört der Begriff...
...Purzelbaum.

Aber ebenso auch "Mumpel".

Wäre ich deshalb ein schlechter Vater und Ukraine-Freiheitskämpfer?

(Sorry, ich muss lachen, weil ich mir Anton Hofreiter im Schützengraben neben mir vorstellte und es in der Etappe keinen passenden Helm für seine Frisur gibt und er herumjammert wegen des Krieges, den er aus dem fernen Deutschland mitläuferisch herbeihetzte.
geloescht.20250302
19.02.2023, 17:22 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
nur_mal_so
19.02.2023, 18:04 Uhr
Und jetzt wirklich nur mal so:
Was hat Ihre Belustigung über mangelnde körperliche Koordinationsfähigkeit der heutigen Kinder-Generation mit dem Ukrainekrieg zu tun?
Kobold2
19.02.2023, 18:12 Uhr
es ist schon peinlich
wenn man so abwertend und ausfallend für seine Ahnungslosigkeit auch noch andere verantwortlich macht.
Bevor man man mir wieder irgend etwas vorwirft....
Für ein Teil meiner Familie sind die im Artikel aufgeführten Defizite, genauer deren Kompensierung, das tägliche Brot und die zweifache Mutter hat hier ins Schwarze getroffen. Die Reaktionen passen erwartungsgemäß in unsere Zeit..... Gruß von......
geloescht.20250302
19.02.2023, 18:18 Uhr
Weil Männer an die Front gezogen werden...
...und Kriegshetzer wie Hofreiter zuhause bleiben?

Und nein, mein Sarkasmus ist alles andere als lustig.
Wie Bitte
19.02.2023, 18:39 Uhr
Es soll nicht ausufern, aber:
Haben die vielen "Daumen runter" für die simple Bestätigung der Beobachtung einer Mutter, dass viele Kinder heutzutage nicht mehr willens oder gar körperlich in der Lage sind, sich sportlich zu betätigen, etwas damit zu tun, dass man denkt, "doch, unsere Kinder sind sehr wohl sportlich!", oder sind es "Daumen Runter" dafür, dass die Beobachtung der Krankenkasse von einer Frau namens Vijitha Sanjivkumar veröffentlicht wird, worüber sich direkt im ersten Kommentar lustig gemacht wird?
So nach dem Motto, "was hat denn eine Ausländerin über deutsche Kinder zu urteilen"?

Und die nun schon mehrfach gezogene Verbindung zwischen "deutsche Kinder verlernen sich zu bewegen" und "Ukrainekrieg" würde mich auch mal interessieren.
Janko
19.02.2023, 19:16 Uhr
Ich glaube, die Kaufmännische Krankenkasse hat einen großen Fehler begangen.
Die Veröffentlichung der Beobachtung, dass deutsche Kinder inzwischen so unsportlich, beziehungsweise motorisch derart unfähig sind, auch nur einfachste körperliche Übungen auszuführen, sollte alarmierend sein.

Darüber müsste eigentlich auch weitestgehend Konsenz herrschen: es ist alarmierend, darüber müsste diskutiert werden: was hat dazu geführt, dass deutsche Kinder nicht mehr in der Lage sind, eine Rolle Vorwärts auszuführen? Was bedeutet das für ihre körperliche Zukunft, was bedeutet das für uns als Gesellschaft?

Dieses Alarmsignal entnehme ich den Artikel.
Nun ja, das entnehme ICH ihm.

Hier kommt der Fehler der Krankenkasse ins Spiel: die Krankenkasse hätte diese Beobachtung von einem Mitarbeiter namens, sagen wir, einem Mann namens Hans Meyer veröffentlichen lassen müssen.
Dann wären die Diskussionen, so sie entstehen würden, inhaltlich.
Dummerweise hat die Kaufmännische Krankenkasse ihre Beobachtung eine Frau namens Vijitha Sanjivkumar veröffentlichen lassen.
Ein Umstand, der gleich vom ersten Kommentator als "nur von Linguistikern ohne Zungeninfarkt aussprechbar" aufgenommen wurde, im Folgenden zur Abwertung weiterer Kommentare führte, und inzwischen sind wir, wie auch immer es geschehen sein mag, beim Ukrainekrieg.

Was hat all das mit der im Artikel angesprochenen alarmierenden motorischen Unfähigkeit der Generation, die mal meine Rente verdienen soll, zu tun?
Genau. Nichts.
Hätte die KKH ihre Studie doch nur von Hans Meyer veröffentlichen lassen...
_______________________________________________________________________
Anm. d. Red.: Wahrscheinlich wurde der Artikel von der Frau verfasst, weil Hans Meyer inzwischen 80 Jahre alt ist und ja auch keine Fußbalmannschaft mehr trainiert. Oder? ;-)
Janko
19.02.2023, 20:15 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Kommentarfunktion ist kein Chat
HisMastersVoise
20.02.2023, 14:43 Uhr
Bedauernswerte Kreaturen !
Und damit der Aufschrei noch lauter wird..ich rede von den Kindern. Anstatt sich mit ihnen zu beschäftigen, werden sie wie Schlachtvieh vor den neuen Medien geparkt. Das sie dann später die Komsumenten für all der Müll sind, welche Influencer und Co anpreisen, ist der eigentliche Plan dahinter. Und die Eltern versagen bei der Erziehung der Kinder. Leider dürfen die Erzieher in den KITAS und die Lehrer in den Schulen nicht mehr die so wichtige ganzkörperliche Erziehung der Kinder durchsetzen. Denn die Eltern haben für ihr eigenes Versagen immer sofort die Schuldigen parat nämlich die Anderen. Das Thema hier geht weit über den Purzelbaum hinaus. Hier geht es um die kindliche Früherziehung und die spätere körperliche Einheit zwischen gesundem Geist und Körper für die neue Generation des deutschen Volkes. Anstatt über diese wirklich bedrohliche Lage zu diskutieren lese ich über den Namen der Verfassering bis zu dem üblichen Fremdenhass. Wenn Euch die Botschaft nicht gefällt, dann ist doch der Bote nicht schuld sondern die Ursache der Botschaft. Es muß also eine Zusammenarbeit zwischen Eltern, Erziehern und Lehrern funktionieren. Alles Andere sind nur billige Ausreden.
Trüffelschokolade
21.02.2023, 10:23 Uhr
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