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Do, 19:41 Uhr
16.02.2023
Der THC in der EHFv European League

Die Reise nach Paris genießen

Am Samstag tritt der Thüringer HC als Gruppensieger in der EHF European League zum letzten Gruppenspiel an der Seine, in Issy-Les-Moulineaux im "Palaise de Sport Robert Charpentier" gegen Paris 92 an. Die THC-Frauen können selbstbewusst und gelöst in das Match gehen, denn es ist für den weiteren Verlauf der European League ohne Bedeutung...

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Rückblick:
Hinter dem THC-Team liegen zwei Wochen höchster Anstrengung mit fünf Spielen in 15 Tagen. Jeden dritten Tag ein Spiel. Unglaublich, welche Anstrengungen, welche körperlichen Belastungen, welche Reisestrapazen bei Auswärtsfahrten nach Ramnicu Valcea in Rumänien und in Deutschlands hohen Norden nach Buxtehude damit verbunden waren. Was die Handballerinnen des THC gerade leisten, ist enorm, es gibt kaum Phasen der Regeneration. Das Training, um sich zumindest auf den nächsten Gegner einzustellen, muss auch sein. Dass sie dabei erfolgreich sind, spricht für die Mannschaft, das Trainergespann, aber auch für die medizinische und physiotherapeutische Betreuung. Das Spiel gestern war dann eben mal kein so schönes Spiel: "Mit einem Arbeitssieg, aber wichtigen zwei Punkten in der Tasche kam der THC weit nach drei Uhr in der Früh wieder in Erfurt an. Eine Mannschaft, die erleichtert und glücklich war, dass dieser Kampfsieg zustande gekommen ist, in einem Spiel, wo uns von Anfang an bewusst war, dass es nicht leicht werden würde.”, so Herbert Müller sichtlich erleichtert. Die Müdigkeit war deutlich sichtbar. Die THC-Frauen waren jedoch motiviert in dem Willen, den Sieg über den Kampf und die besseren Nerven zu erzwingen. Der Buxtehuder SV wusste um seine Chance und war blendend vorbereitet. Die Gastgeberinnen überraschten wieder mit ihrer variablen und offensiven Abwehr, mal im fünf-eins, mal zwei-vier. Damit kam das THC-Team nicht immer zurecht.

“Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen. Zwar haben wir eine gute Abwehr gestellt, haben aber vorn zu viele liegen lassen, sodass Buxte immer wieder in Schlagdistanz geblieben ist.” Die Norddeutschen können gut zupacken, liegen nach Strafzeiten auf Rang zwei aller Bundesligateams und das bekam der THC zu spüren. Mit Marie Andresen hatten sie eine super Keeperin im Kasten, die diesen ziemlich vernagelte. So wurde es eine Megaaufgabe, um die heiß begehrten Punkte zu entführen. Herbert Müller musste viel probieren, dann fiel Spielregisseurin Sonja Frey, eine der wichtigsten Spielerinnen mit Fußverletzung aus und humpelte von der Platte, “Da sind wir ein bisschen ins Straucheln geraten.” Einmal mehr musste Altmeisterin Lydia Jakubisova eingreifen, machte ihren Part super und warf zwei wichtige Tore. Sie beschäftigte die Buxtehuder-Abwehr mehr, als es ihnen lieb war.
“Über das Unentschieden zur Pause haben wir es geschafft, in der 2. Halbzeit speziell durch die Einwechslung von Lydia Jakubisova Ruhe und Ordnung in unser Spiel zu bringen. Letztendlich konnten wir in der Crunchtime mit drei Toren in Führung gehen, sodass wir das Spiel verdienterweise gewonnen haben. Es war sicher eines der schwereren Auswärtsspiele und ich bin froh und glücklich, dass wir mit diesen beiden Punkten im Gepäck die Heimreise antreten konnten.
Mit dem wichtigen Auswärtssieg kann die Mannschaft weiter Höhenluft schnuppern.

Zum Spiel:
Die Mädels kommen kaum zum Ausschlafen, da heißt es erneut Koffer packen. Keinem Profifußballteam würde man das aufbürden. Der Blick von Herbert Müller geht schon wieder nach vorn: “Jetzt heißt es Richtung Paris zu gucken. Sicherlich das leichteste Spiel.” Dass es im letzten Gruppenspiel um nichts mehr geht, haben sich die THC-Mädels selbst erarbeitet und der Platz an der Spitze der Gruppe D ist dem Team nicht mehr zu nehmen: Vier Siege und ein Unentschieden beim Mitfavoriten aus Rumänien. Als einer der Favoriten um den Einzug ins Viertelfinale ging auch Paris 92 ins Rennen. Sie wurden von der EHF ohne Qualifikation für die European League-Gruppenphase gesetzt. Mit dem 28:24-Sieg im Heimspiel begann für den Thüringer HC die erfolgreiche Gruppenphase, die mit dem vorzeitigen Einzug ins Viertelfinale eine erfreuliche Fortsetzung erfahren hat.

Das Abschneiden von Paris 92, der mit Medaillengewinnerinnen bei Olympia, Welt- und Europameisterschaften besetzten Truppe, ist eher eine Enttäuschung. Vor dem heimischen Publikum werden sie sich im abschließenden Spiel definitiv noch mal von ihrer besseren Seite zeigen wollen.

Mit Blick auf die gute Ausgangssituation an der Spitze bleibt Herbert Müller bei der Personalfrage entspannt: “Wir werden die Gelegenheit nutzen, um etlichen Spielerinnen Spielanteile zu geben.” Auf vier Spielerinnen, einschließlich Lydia Jakubisova wird er verzichten müssen. “Paris ist immer eine Reise wert. Trotzdem werden wir frohen Mutes dahin fahren und versuchen, über eine mannschaftliche Geschlossenheit unser Bestes zu geben. Es ist schön zu wissen, dass wir als Tabellenerster mit 9:1-Punkten durch sind und ich hoffe, dass sich etliche Spielerinnen für weitere Aufgaben empfehlen.”

In der französischen 1. Division spielte Paris 92 zuletzt gegen Celles Feminin 21:21-Unentschieden. Derzeit liegt man in der Tabelle nach 13 Spieltagen mit 31 Punkten auf Rang vier. So wie in Deutschland mit der SG BBM Bietigheim gibt es in Frankreich mit Metz Handball einen Überflieger. Der Gruppensieger in der EHF Champions League Gruppe B, der bereits für das Viertelfinale qualifiziert ist, führt die Tabelle mit 39 Punkten an (3-Punktewertung).
Nach Paris wird das THC-Team von einer größeren Fan-Gruppe der Roten Wand begleitet. Die Fahrt in die “Stadt der Liebe” soll unseren treuen Fans einfach nur Spaß machen.

Issy-Les-Moulineaux ist eine selbstständige Stadt mit knapp 70000 Einwohnern im Großraum Paris, nur sechs Kilometer vom Stadtkern entfernt. Den Eiffelturm kann man sozusagen sehen. Den Namen hat man von den dort einst vorhandenen Windmühlen und der Ort wurde berühmt durch die Flugversuche in der Pionierzeit der Fliegerei.

Der Spielort "Palais de Sport Robert Charpentier" liegt nur wenige Schritte vom Seine-Ufer entfernt. Bei schönem Wetter sollte Zeit sein für einen Kaffee im “River Cafe” am Ufer des Flusses.

Kader:
Sonja Frey wird am Wochenende nicht spielen. Lydia Jakubisova tritt die Reise nach Paris nicht mit an. Dazu werden Sara Rønningen und Nikoline Lundgreen fehlen.
HaJo Steinbach/Bernd Hohnstein
Autor: red

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