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Do, 15:54 Uhr
30.03.2006

Durch Zufall zum Tanz

Nordhausen/Meiningen (nnz). Überglücklich ist Ballettdirektorin Jutta Wörne. Ihre Tänzer begeisterten am Wochenende über 350 Zuschauer im Südthüringischen Staatstheater. Am Wochenende treten sie wieder in Nordhausen auf. Mit dabei ist auch Adonai Luna. Den mexikanischen Tänzer stellt Ihnen nnz heute vor.

Durch Zufall zum Tanz (Foto: nnz) Durch Zufall zum Tanz (Foto: nnz)

Ballettdirektorin Jutta Wörne ist überglücklich aus Meiningen zurückgekehrt. Ihre Tänzerinnen und Tänzer sind am vergangenen Sonntag über sich selbst hinausgewachsen. Ein schöneres Geburtstagsgeschenk hätte man ihr nicht machen können, freut sich Deutschlands jüngste Ballettdirektorin, die am vergangenen Sonntag Geburtstag hatte. Die Ballettkompanie war kurzfristig vom Staatstheater Meiningen mit TanzMiró gebucht worden. Mehr als 350 Zuschauer hatten sich das Stück nicht entgehen lassen. Mit stürmischem und vor allem langanhaltendem Beifall gaben die Zuschauer zu verstehen, dass die Nordhäuser genau ihren Geschmack getroffen hatten.

Nach der erfolgreicher Aufführung am Südthüringischen Staatstheater Meiningen tanzt das Nordhäuser Ballett am kommenden Samstag nun wieder zu Hause. In einer Hauptrolle sieht das Publikum Adonai Luna – der sympathische Tänzer stammt aus Mexico und hat seine erste tänzerische Ausbildung an der Escuela Nacional de Danza in Mexiko erhalten. Da war er bereits 21 Jahre alt, hatte sein Abitur längst in der Tasche und war aufgewachsen wie andere Jugendliche in Mexiko auch. Seine Liebe zum Ballett entdeckte er fast durch Zufall: bei einem Tanz-Workshop.

Durch Stipendien konnte Adonai Luna in Mexiko-City und in Spanien jeweils für ein Jahr eine Ballettschule besuchen. Der junge Tänzer wollte aber mehr – sein Ziel war Berlin. Intensiv trainierte er jeden Tag. Als er in Berlin vortanzen konnte, war er bereits 25 Jahre alt und das Prüfungsgremium ob des Alters ein wenig verdutzt. Doch es hatte geklappt, die harte Trainingsarbeit zahlte sich aus. Adonai Luna konnte für ein Jahr eine Ballettschule in Berlin besuchen. Für ihn war dann allerdings die Zeit gekommen, sich am Theater zu beweisen. Die erste Station hieß Greifswald, nach drei Jahren dann der Vertrag mit Nordhausen. Ein Freund war bereits in der nordthüringischen Stadt im Ensemble.

Adonai Luna tanzt derzeit in TanzMiró den „Schwarzen Punkt“ – eine Rolle, in der er sich auch selbst verwirklichen kann - dank des Vertrauens der Ballettdirektorin und Choreografin Jutta Wörne in seine Künste. Es ist ein sehr angenehmen Arbeiten mit Adonai Luna, er ist ehrgeizig, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen, für jeden Rat offen, lobt die Ballettchefin des Nordhäuser Ensembles. Für den Mexikaner ist Nordhausen bereits zur zweiten Heimat geworden, auch wenn er in dem dreiviertel Jahr die Stadt wegen Training und Auftritten noch nicht so richtig kennen lernen konnte.

TanzMiró zum zweiten Mal in Nordhausen auf der Bühne am kommenden Samstag, 1. April um 19.30 Uhr. Übrigens ist es auch die letzte Vorstellung die läuft, so lange die Ausstellung im Kunsthaus (bis 16.4.) zu sehen ist.

Weitere Vorstellungen finden am 30. April um 15 Uhr, am 7. Mai um 14.30 Uhr, am 24. Mai um 15 Uhr und am 1. Juli um 19.30 Uhr statt.
Autor: nnz

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