Do, 13:46 Uhr
29.11.2001
Trojaner sind die Spitzenreiter
Nordhausen (nnz). Computerviren, die von außen Zugriff auf Rechner erlauben, haben sich im vergangenen Jahr verstärkt verbreitet und werden in den kommenden Jahren zu einer wachsenden Bedrohung. Eine Hitliste der gefährlichsten Schnüffler gibt es in der nnz.
Über ein Viertel aller aufgespürten Viren waren so genannte Trojanische Pferde, sie belegten auf der Virenliste für das Jahr 2001 Rang eins. Als Trojaner bezeichnet man diejenigen Programme, die Daten ausspähen und diese an einen Angreifer übermitteln. Bekannteste Beispiel sind wohl Code Red II und das neueste Badtrans Virus. Sie erreichen Nutzer meistens via E-Mail, und sind in der Lage, einem Angreifer Kreditkarteninformationen und Passwörter zu übermitteln.
"Die Zahl der Trojaner nimmt rasant zu. Sie infiltrieren das System und verstecken sich", sagte George Samenuk, CEO des Antiviren-Softwareherstellers Network Associates gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Es werde immer schwieriger, sie zu entdecken, außerdem müssten die Systeme vollständig gewartet werden. Auch das sei nicht leicht, so der Experte weiter. Ein weiteres Problem ist, dass immer mehr Haushalte übers Kabelnetz an das Internet angeschlossen sind oder über DSL. Diese erlauben eine "Always-On" Verbindung und öffnen Trojaner Tür und Tor. Privatnutzer benutzen auch selten Firewalls um sich gegen Viren zu schützen, warnt der Experte.
Laut Schätzungen des Marktforschungsinstituts PricewaterHouseCoopers werden in diesem Jahr die Schäden, die durch Viren verursacht wurden, noch höher ausfallen als im vergangene Jahr. Im Jahr 2000 kosteten Virenattacken die Weltwirtschaft 3,3 Milliarden Mark. Im kommenden Jahr soll es nicht besser werden. Das schlägt sich positiv auf dem Markt für Sicherheitssoftware nieder. Weltweit soll der Umsatz in diesem Bereich im Jahr 2004 auf 2,7 Milliarden Dollar klettern, verglichen mit 1,2 Milliarden im Jahr 1999, prognostiziert das Marktforschungsunternehmen IDC. Nach Angaben der Forscher planen Unternehmen ihre Sicherheitsbudget um durchschnittlich 43 Prozent aufzustocken.
Autor: nnzÜber ein Viertel aller aufgespürten Viren waren so genannte Trojanische Pferde, sie belegten auf der Virenliste für das Jahr 2001 Rang eins. Als Trojaner bezeichnet man diejenigen Programme, die Daten ausspähen und diese an einen Angreifer übermitteln. Bekannteste Beispiel sind wohl Code Red II und das neueste Badtrans Virus. Sie erreichen Nutzer meistens via E-Mail, und sind in der Lage, einem Angreifer Kreditkarteninformationen und Passwörter zu übermitteln.
"Die Zahl der Trojaner nimmt rasant zu. Sie infiltrieren das System und verstecken sich", sagte George Samenuk, CEO des Antiviren-Softwareherstellers Network Associates gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Es werde immer schwieriger, sie zu entdecken, außerdem müssten die Systeme vollständig gewartet werden. Auch das sei nicht leicht, so der Experte weiter. Ein weiteres Problem ist, dass immer mehr Haushalte übers Kabelnetz an das Internet angeschlossen sind oder über DSL. Diese erlauben eine "Always-On" Verbindung und öffnen Trojaner Tür und Tor. Privatnutzer benutzen auch selten Firewalls um sich gegen Viren zu schützen, warnt der Experte.
Laut Schätzungen des Marktforschungsinstituts PricewaterHouseCoopers werden in diesem Jahr die Schäden, die durch Viren verursacht wurden, noch höher ausfallen als im vergangene Jahr. Im Jahr 2000 kosteten Virenattacken die Weltwirtschaft 3,3 Milliarden Mark. Im kommenden Jahr soll es nicht besser werden. Das schlägt sich positiv auf dem Markt für Sicherheitssoftware nieder. Weltweit soll der Umsatz in diesem Bereich im Jahr 2004 auf 2,7 Milliarden Dollar klettern, verglichen mit 1,2 Milliarden im Jahr 1999, prognostiziert das Marktforschungsunternehmen IDC. Nach Angaben der Forscher planen Unternehmen ihre Sicherheitsbudget um durchschnittlich 43 Prozent aufzustocken.

