Mi, 14:49 Uhr
22.03.2006
Schule in Bewegung
Nordhausen (nnz). Stillsitzen, rechnen und schreiben, dem Lehrer zuhören - das ist nicht jeden Schülers Sache. Mancher würde lieber Sport treiben als rumsitzen. Dank der Auflösung der Schulbezirke gibt’s jetzt ein sportliches Angebot für Regelschüler.
Kinder und Jugendliche werden zu dick und hängen lieber vor dem Fernseher. Im Bereich Bewegung müssen wir viel mehr machen. Findet Schulleiter Siegfried Jaudzims. Im Landkreis kooperieren viele Grundschulen und Kindergärten mit Sportvereinen. Auch der Kindergarten im Dominohaus und die Grundschule Käthe Kollwitz haben viele erfolgreiche Sportler zu bieten. Die Angebote bei den weiterführenden Schulen sind hingegen nicht so gut. Dabei gibt es nach wie vor viele Kinder, die sehr sportlich sind, aber nicht den Weg an entsprechende Gymnasien finden. Für sie initiiert die Käthe-Kollwitz-Schule ein Projekt. Die Sportklasse bietet den Schülern täglichen Sportunterricht, Nachmittagsangebote und Förderstunden, falls es in der Schule mal nicht so klappt. Zeit für das Training in den Vereinen bleibt genug, trotz Ganztagesbetreuung in der Schule von 7.45 bis 15.35 Uhr.
Die Auflösung der Einzugsbezirke machte es Schulleiter Jaudzims möglich, seinen lang gehegten Wunsch in die Tat umzusetzen. Als Leiter der Petersbergschule hatte er die Idee der Sportklasse schon einmal, war aber damals noch an die Bezirke gebunden und konnte somit nicht alle sportbegeisterten Regelschüler aus dem Landkreis ansprechen. Das Schulamt, der Kreissportbund und zahlreiche Vereine tragen die Idee mit. Jaudzims ist sich sicher, daß eine fünfte Klasse mit etwa 20 Schülern zusammenkommt. Sieben Anmeldungen hat er bereits, eine kam heute neu dazu.
Als Klassenlehrer bekommen die Sportler natürlich einen der fünf Sportlehrer zugeteilt. Aktivitäten wie Wandertage und Klassenfahrten widmen sich passenden Aktivitäten wie Rad- oder Kanutouren, wandern und klettern. Gemeinsam mit den Eltern soll es jedes Jahr eine große Aktion geben. Natürlich nehmen die Kinder an allen Wettkämpfen der Schule teil. Mit Fußball, Volleyball, Leichtathletik und Badminton gibt es viele Möglichkeiten in sportlichen Wettstreit zu treten. Zusätzlich können die Fünftkläßler bei Projekttagen sicheres Inlineskaten lernen. Die Sechstkläßler haben Spaß im antiken Olympia. Eine Projektarbeit von Schülern der zehnten Klassen brachte diese lustige Idee hervor. Unbekannte, historische Disziplinen können ausprobiert werden.
Obwohl die Sportklasse in der Käthe-Kollwitz-Regelschule erst im nächsten Schuljahr anläuft, weiß Siegfried Jaudzims bereits, wie das Projekt in den folgenden Schuljahren aussehen soll. Die Regelschüler werden gemeinsam bis einschließlich der achten Klasse lernen. Erst zum Abschluß wird in Haupt- und Realschule geteilt. Sport als mündliches Prüfungsfach ist nach dem erfolgreichen Schulversuch in der Lessingschule auch hier möglich. Für die Schüler einer Sportklasse wäre die Teilnahme folgerichtig.
Von dem häßlichen Gebäude in der Wilhelm-Nebelung-Straße sollten sich sportinteressierte Regelschüler nicht abschrecken lassen. Das bleibt nicht mehr lange so scheußlich. Die Architekten sind schon mit der Planung beschäftigt. Im Sommer wird saniert. Neue Fenster und Sonnenschutz sind fest eingeplant. Dann wird’s nichts mehr mit regelmäßigem Hitzefrei. Elektroleitungen müssen neu verlegt werden. Brandschutztüren werden für mehr Sicherheit sorgen. Im Eingangsbereich soll ein modernes Atrium entstehen. In jedes Klassenzimmer kommt ein Waschbecken. Einige Malerarbeiten sind außerdem zu verrichten.
Schüler, die nächstes Jahr in die fünfte Klasse kommen, können sich für die besonders sportliche Klasse anmelden. Die meisten Sportvereine wissen darüber Bescheid. Welche Sportart die Schüler trainieren ist egal, jeder Sportler ist willkommen.
Autor: wfKinder und Jugendliche werden zu dick und hängen lieber vor dem Fernseher. Im Bereich Bewegung müssen wir viel mehr machen. Findet Schulleiter Siegfried Jaudzims. Im Landkreis kooperieren viele Grundschulen und Kindergärten mit Sportvereinen. Auch der Kindergarten im Dominohaus und die Grundschule Käthe Kollwitz haben viele erfolgreiche Sportler zu bieten. Die Angebote bei den weiterführenden Schulen sind hingegen nicht so gut. Dabei gibt es nach wie vor viele Kinder, die sehr sportlich sind, aber nicht den Weg an entsprechende Gymnasien finden. Für sie initiiert die Käthe-Kollwitz-Schule ein Projekt. Die Sportklasse bietet den Schülern täglichen Sportunterricht, Nachmittagsangebote und Förderstunden, falls es in der Schule mal nicht so klappt. Zeit für das Training in den Vereinen bleibt genug, trotz Ganztagesbetreuung in der Schule von 7.45 bis 15.35 Uhr.
Die Auflösung der Einzugsbezirke machte es Schulleiter Jaudzims möglich, seinen lang gehegten Wunsch in die Tat umzusetzen. Als Leiter der Petersbergschule hatte er die Idee der Sportklasse schon einmal, war aber damals noch an die Bezirke gebunden und konnte somit nicht alle sportbegeisterten Regelschüler aus dem Landkreis ansprechen. Das Schulamt, der Kreissportbund und zahlreiche Vereine tragen die Idee mit. Jaudzims ist sich sicher, daß eine fünfte Klasse mit etwa 20 Schülern zusammenkommt. Sieben Anmeldungen hat er bereits, eine kam heute neu dazu.
Als Klassenlehrer bekommen die Sportler natürlich einen der fünf Sportlehrer zugeteilt. Aktivitäten wie Wandertage und Klassenfahrten widmen sich passenden Aktivitäten wie Rad- oder Kanutouren, wandern und klettern. Gemeinsam mit den Eltern soll es jedes Jahr eine große Aktion geben. Natürlich nehmen die Kinder an allen Wettkämpfen der Schule teil. Mit Fußball, Volleyball, Leichtathletik und Badminton gibt es viele Möglichkeiten in sportlichen Wettstreit zu treten. Zusätzlich können die Fünftkläßler bei Projekttagen sicheres Inlineskaten lernen. Die Sechstkläßler haben Spaß im antiken Olympia. Eine Projektarbeit von Schülern der zehnten Klassen brachte diese lustige Idee hervor. Unbekannte, historische Disziplinen können ausprobiert werden.
Obwohl die Sportklasse in der Käthe-Kollwitz-Regelschule erst im nächsten Schuljahr anläuft, weiß Siegfried Jaudzims bereits, wie das Projekt in den folgenden Schuljahren aussehen soll. Die Regelschüler werden gemeinsam bis einschließlich der achten Klasse lernen. Erst zum Abschluß wird in Haupt- und Realschule geteilt. Sport als mündliches Prüfungsfach ist nach dem erfolgreichen Schulversuch in der Lessingschule auch hier möglich. Für die Schüler einer Sportklasse wäre die Teilnahme folgerichtig.
Von dem häßlichen Gebäude in der Wilhelm-Nebelung-Straße sollten sich sportinteressierte Regelschüler nicht abschrecken lassen. Das bleibt nicht mehr lange so scheußlich. Die Architekten sind schon mit der Planung beschäftigt. Im Sommer wird saniert. Neue Fenster und Sonnenschutz sind fest eingeplant. Dann wird’s nichts mehr mit regelmäßigem Hitzefrei. Elektroleitungen müssen neu verlegt werden. Brandschutztüren werden für mehr Sicherheit sorgen. Im Eingangsbereich soll ein modernes Atrium entstehen. In jedes Klassenzimmer kommt ein Waschbecken. Einige Malerarbeiten sind außerdem zu verrichten.
Schüler, die nächstes Jahr in die fünfte Klasse kommen, können sich für die besonders sportliche Klasse anmelden. Die meisten Sportvereine wissen darüber Bescheid. Welche Sportart die Schüler trainieren ist egal, jeder Sportler ist willkommen.


