Fr, 18:30 Uhr
17.03.2006
Arbeit zeigt Erfolge
Nordhausen (nnz). Dem Institut für Diagnostische Radiologie des Südharz-Krankenhauses Nordhausen ist eine große internationale Ehrung zuteil geworden. Das allerdings nicht in Deutschland, sondern auf internationalem Kongress-Parkett. Die nnz mit aufregenden Einzelheiten.
Dieses Jahr waren die Nordhäuser Radiologen erstmalig beim Europäischen Röntgenkongress (European Congress of Radiology) mit vier wissenschaftlichen Vorträgen vertreten. Dieser Kongress findet jährlich im März in Wien statt. Rund 15.000 Radiologen nehmen daran teil. so dass diese Zusammenkunft als zweitbedeutendster Kongress der Radiologie in der Welt anzusehen ist. Die Vorträge der Südharzer Radiologen beschäftigten sich maßgeblich mit der Rolle computerbasierter Technologie in der Diagnosefindung bei Brustläsionen und bezogen dabei verschiedene Fragestellungen der Mammographie und der Magnetresonanztomografie der Brust wie auch des bevorstehenden Screenings ein.
Dabei wurde der neue Chefarzt des Instituts, Dr. Ansgar Malich für seinen Vortag CAD performance on cancer containing mammograms initially not detected by the radiologists" mit dem ersten Preis für eine wissenschaftliche Publikation auf dem Gebiet Computerapplikationen geehrt. Der Preis ist dotiert mit 1500 Euro sowie einer kostenlosen Teilnahme beim nächsten Europäischen Röntgenkongress. In dieser wissenschaftlichen Arbeit berichtete Dr. Malich über die Möglichkeiten, bei Mammographien durch Computertechnologie Karzinome zu erkennen, die für den Radiologen noch nicht als Karzinome erkennbar sind. Diese Studie ist Teil einer Promotion, die durch den neuen Chefarzt an der Friedrich-Schiller-Universität Jena betreut wird.
Derzeit sind am Südharz-Krankenhaus fünf derartige Computersysteme in verschiedenen Bereichen in klinischer und wissenschaftlicher Anwendung. Die führende Rolle, die die Radiologen am Südharz-Krankenhaus auf diesem Gebiet innehaben, zeigte sich auch in einer Einladung, über derartige CAD-Systeme beim Weltkongress über Neuentwicklungen in der Brustbildgebung in Kopenhagen sowie beim nordamerikanischen Röntgenkongress in Chicago im September bzw. Dezember vergangenen Jahres zu berichten. Dr. Ansgar Malich plant, mit seinen Kollegen ein Zentrum für die Entwicklung und Anwendung computerassistierter radiologischer Diagnosesysteme in Nordhausen zu etablieren und steht in diesem Zusammenhang mit mehreren - vorrangig amerikanischen Firmen - in Verhandlungen.
Die europäische Auszeichnung wird sicher diese Entwicklung in Nordhausen voranbringen und die Diagnostik für den Patienten perspektivisch verbessern, sind sich die hiesigen Radiologen sicher.
Autor: nnzDieses Jahr waren die Nordhäuser Radiologen erstmalig beim Europäischen Röntgenkongress (European Congress of Radiology) mit vier wissenschaftlichen Vorträgen vertreten. Dieser Kongress findet jährlich im März in Wien statt. Rund 15.000 Radiologen nehmen daran teil. so dass diese Zusammenkunft als zweitbedeutendster Kongress der Radiologie in der Welt anzusehen ist. Die Vorträge der Südharzer Radiologen beschäftigten sich maßgeblich mit der Rolle computerbasierter Technologie in der Diagnosefindung bei Brustläsionen und bezogen dabei verschiedene Fragestellungen der Mammographie und der Magnetresonanztomografie der Brust wie auch des bevorstehenden Screenings ein.
Dabei wurde der neue Chefarzt des Instituts, Dr. Ansgar Malich für seinen Vortag CAD performance on cancer containing mammograms initially not detected by the radiologists" mit dem ersten Preis für eine wissenschaftliche Publikation auf dem Gebiet Computerapplikationen geehrt. Der Preis ist dotiert mit 1500 Euro sowie einer kostenlosen Teilnahme beim nächsten Europäischen Röntgenkongress. In dieser wissenschaftlichen Arbeit berichtete Dr. Malich über die Möglichkeiten, bei Mammographien durch Computertechnologie Karzinome zu erkennen, die für den Radiologen noch nicht als Karzinome erkennbar sind. Diese Studie ist Teil einer Promotion, die durch den neuen Chefarzt an der Friedrich-Schiller-Universität Jena betreut wird.
Derzeit sind am Südharz-Krankenhaus fünf derartige Computersysteme in verschiedenen Bereichen in klinischer und wissenschaftlicher Anwendung. Die führende Rolle, die die Radiologen am Südharz-Krankenhaus auf diesem Gebiet innehaben, zeigte sich auch in einer Einladung, über derartige CAD-Systeme beim Weltkongress über Neuentwicklungen in der Brustbildgebung in Kopenhagen sowie beim nordamerikanischen Röntgenkongress in Chicago im September bzw. Dezember vergangenen Jahres zu berichten. Dr. Ansgar Malich plant, mit seinen Kollegen ein Zentrum für die Entwicklung und Anwendung computerassistierter radiologischer Diagnosesysteme in Nordhausen zu etablieren und steht in diesem Zusammenhang mit mehreren - vorrangig amerikanischen Firmen - in Verhandlungen.
Die europäische Auszeichnung wird sicher diese Entwicklung in Nordhausen voranbringen und die Diagnostik für den Patienten perspektivisch verbessern, sind sich die hiesigen Radiologen sicher.

