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Fr, 18:21 Uhr
17.03.2006

Der Anfang ist gemacht

Herrmannsacker (nnz). 35 Jahre nach dem letzten Gottesdienst geht’s wieder aufwärts mit der Kirche in Herrmannsacker. Noch sieht es drinnen wenig wohnlich aus, aber die Einsturzgefahr ist gebannt. Vom Baufortschritt berichtet die nnz.

Der Anfang ist gemacht (Foto: nnz) Der Anfang ist gemacht (Foto: nnz)

Die Erfurter Besucher fuhren auch heute noch an ihr vorbei, zu unscheinbar ist die Kirche in Herrmannsacker. Sie ähnelt mehr einem großen Schuppen mit ihren durch Plasteplanen verschlossenen Fenstern, wäre da nicht das kleine Türschild. Es zeigt, hier ist die Sankt Mauritius Kirche.

Drin erscheint es, als solle hier ein neues Fachwerkhaus entstehen. Aus Holz wurde ein Stütz- und Arbeitsgerüst eingezogen. So spart die Kirchengemeinde das Geld für die Miete eines Baugerüsts und kann gleichzeitig das marode Mauerwerk sichern. Die Kirche war so von Nässe und Fäulnis zerstört, daß fast alle Säulen und die Empore nicht mehr zu retten waren. Das Gotteshaus hatte nur noch ein halbes Dach. 1971 wurde der letzte Gottesdienst gefeiert, dann sollte die Kirche eigentlich abgerissen werden.

Ab 1999 fand die Kirche einen kleinen Fördererkreis. Die größten Schäden am Dach und Dachstuhl konnten behoben werden. Ein Kirchbauverein bemüht sich nun darum, das Gebäude weiter zu sanieren. „Wenn wir bescheiden sind, dann brauchen wir noch etwa 150.000 Euro“ sagte Architekt Manfred Friedrich heute. Er rechnet mit einer Fertigstellung der Baumaßnahmen nicht vor 2010. Bisher wurden rund 230.000 Euro in die Kirche investiert. Für die Gemeinde lohnt es sich jetzt schon, denn bereits 2002 wurde ein Gottesdienst gefeiert. Wer in Herrmannsacker kirchlich heiraten oder seine Kinder taufen lassen möchte, der kann es ebenfalls in der St. Mauritius Kirche tun. Das Ambiente erinnert zwar derzeit mehr an eine Baustelle als eine Kirche, aber für die Bewohner ist es eben ihre eigene Dorfkirche.

Die Fenster sollen als nächstes saniert werden, damit die Kirche dicht ist. Fördermittel dafür kommen von der Stiftung Denkmalschutz, aus Landesmitteln, von der Gemeinde Herrmannsacker und aus Spenden der Kirchenmitglieder. Heute nachmittag ging der Architekt Manfred Friedrich mit Gemeindemitgliedern und Verantwortlichen auf der Baustelle auf Entdeckungstour und machte deutlich, wie er sich den Fortgang der Arbeiten vorstellt.
Autor: wf

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