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Do, 14:50 Uhr
16.03.2006

Ist das der Aufschwung?

Nordhausen (nnz). Es sind die Zahlen der Gewerbean- oder abmeldungen, die immer wieder Anlaß zu Spekulationen geben. Im Jahr 2005 war es noch komplizierter, im Fokus der Betrachtung stand der Nebenerwerb. Die nnz versucht, das Wirrwarr ein wenig zu entwirren.


Die Zahl der Gewerbeanmeldungen sank in Thüringen im Jahr 2005 um 3 052 bzw. 12,1 Prozent auf 22 224, während sich die Zahl der Gewerbeabmeldungen um 204 bzw. 1,1 Prozent auf 18 550 erhöhte. Auf 100 Gewerbeanmeldungen kamen 83 Gewerbeabmeldungen, im Jahr 2004 waren es noch 73. Außerdem wurden im vergangenen Jahr 7 200 Gewerbe umgemeldet, 8,5 Prozent mehr als im Jahr 2004 (6 633).

Auch in den anderen neuen Bundesländern hat sich im Jahr 2005 die Zahl der Gewerbeanmeldungen rückläufig entwickelt, während die Zahl der Abmeldungen gestiegen ist.
Auf 100 Anmeldungen kamen in den neuen Ländern durchschnittlich 81 Abmeldungen. Unter diesem Mittelwert lagen Brandenburg und Sachsen (je 79), darüber Mecklenburg-Vorpommern (82), Thüringen (83) und Sachsen-Anhalt (87).

19 052 bzw. 85,7 Prozent der Gewerbeanmeldungen in Thüringen waren Neuerrichtungen und 15 159 bzw. 81,7 Prozent der Gewerbeabmeldungen waren Aufgaben. Die übrigen An- und Abmeldungen betrafen Übernahmen und Zuzüge bzw. Übergaben und Fortzüge. 5 029 bzw. 26,4 Prozent aller Neuerrichtungen waren Betriebsgründungen, bei denen man eine wirtschaftliche Substanz vermuten kann. Die Zahl der Betriebsgründungen sank gegenüber dem Jahr 2004 in Thüringen um 553 bzw. 9,9 Prozent. Im Vergleich verringerte sich die Zahl der Betriebsaufgaben nur um 147 bzw. 3,1 Prozent auf 4 601.

5 418 bzw. 24,4 Prozent aller Anmeldungen erfolgten zu Nebenerwerbszwecken; mit 476 bzw. 9,6 Prozent deutlich mehr als im Jahr 2004. Damit verlagerte sich das Gründungsgeschehen im Jahr 2005 zunehmend in den Nebenerwerb. 3 127 bzw. 16,9 Prozent aller Abmeldungen erfolgten aus dem Nebenerwerb, das waren 219 bzw. 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet gab es auch im Jahr 2005 im Dienstleistungsbereich die meisten Gewerbeanmeldungen (45,9 Prozent) und -abmeldungen (42,9 Prozent). 34,6 Prozent aller Anmeldungen betrafen den Handel und das Gastgewerbe sowie rund 18 Prozent das Produzierende Gewerbe. Auf der Seite der Abmeldungen entfallen 38,7 Prozent auf den Handel und das Gastgewerbe sowie 17 Prozent auf das Produzierende Gewerbe. Besonders ungünstig verlief auch im Jahr 2005 das Gründungsgeschehen im Baugewerbe. Die Zahl der Gewerbeanmeldungen sank gegenüber dem Jahr 2004 um 12,3 Prozent (- 384) und die Zahl der Gewerbeabmeldungen stieg um 11,6 Prozent (+ 226).

Nach Rechtsformen betrachtet sank die Zahl der Anmeldungen bei Einzelunternehmen überdurchschnittlich um 13,6 Prozent (- 2 917), ebenso stieg die Zahl der Abmeldungen mit 2,6 Prozent (+ 382) am deutlichsten. Jede dritte Anmeldung eines Einzelunternehmens erfolgte im Jahr 2005 durch eine Frau.

Regional betrachtet gab es bei den Anmeldungen die größten Rückgänge in der Stadt Gera (- 21,8 Prozent), im Saale-Holzland-Kreis nobr>(- 20,9 Prozent), in der Stadt Suhl (-19,3 Prozent) sowie im Landkreis Nordhausen (- 19,3 Prozent). Bei den Abmeldungen gab es einen besonders hohen Anstieg im Landkreis Sömmerda (+ 15,1 Prozent) und einen besonders hohen Rückgang im Landkreis Sonneberg (- 13,4 Prozent).
Autor: nnz

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