Mi, 13:00 Uhr
15.03.2006
Wer macht das Rennen?
Nordhausen (nnz). Die Umfragen der nnz haben – das haben wir mehrfach betont – keinen repräsentativen Charakter. Und trotzdem: Sie geben einen Trend vor. Erstmals liegen nun zwei Ergebnisse zu einem Thema vor. Wer soll künftig Landrat in Nordhausen sein?
Es war Mitte Dezember vergangenen Jahres, da stellte die nnz das erste Mal diese Frage. Damals standen mit Amtsinhaber Joachim Claus (CDU) und Herausforderin Birgit Keller (Linkspartei.PDS) zwei Kandidaten zur Auswahl. Den Bonus der Neuen hatte damals Birgit Keller (42,3%) auf ihrer Seite, der Amtsbonus für Joachim Claus (30,3%) zog nicht wirklich. Das hat sich geändert. Nicht nur, dass mit Heinrich Lorenz (Bündnis 90/Grüne, 6,1%) ein weiterer Kandidat hinzugekommen ist, auch die Platzierungen zwischen Claus und Keller wurden getauscht.
Der Landrat liegt mit 37,2% vorn, Birgit Keller folgt mit 34,2%. Hier macht sich nach unserer Meinung bemerkbar, dass Birgit Keller dem internetten Klientel eigentlich zu wenig bekannt ist. Inzwischen hat der Landrat an einigen Jahreshauptversammlungen von Freiwilligen Feuerwehren teilgenommen, hat sich den Menschen in der Goldenen Aue und im Südharz präsentiert. Eigentlich wirklich ist das bei ihm keine Präsentation, Joachim Claus steht lieber mit dem Wahlvolk zusammen, sucht das persönliche Gespräch, auch bei einem Gläschen Bier.
Allen parteiinternen Gegnern zum Trotze hat sich der Amtsinhaber in den vergangenen Monaten durchgesetzt, vielleicht auch in Ermangelung einer personellen Alternative. Doch mit dem jetzigen Landrat wissen die Christdemokraten wenigstens was sie haben. Sollte Claus zum vierten Mal gewählt werden, dann muß er sich ab dem Tag danach einen anderen Stil in der Verwaltung zulegen. Die Aufgaben, die da auf ihn warten, die sind mit Herausforderungen der letzten Jahre nicht zu vergleichen, die können nicht ausgesessen werden.
Sollte die Waage zu Birgit Keller sich am 7. Mai oder zwei Wochen später neigen, dann sitzt die Frau im historischen Landratsamt vor dem gleichen finanziellen Scherbenhaufen wie ihr jetziger Widersacher. Dann sind Entscheidungen gefragt, die hart, bitter und unorthodox sein müssen. Jetzt – im Wahlkampf – wird darüber nicht viel geredet, jetzt will man freundlich, dynamisch und erfolgreich daherkommen. Vielleicht aber gibt es doch eine Neuerung an diesem 7. Mai: Vielleicht wird Joachim Claus in eine Stichwahl gehen müssen?
Vielleicht aber ist es diesmal auch wirklich besser, wenn man eine Wahl nicht gewinnt? Die nnz wird Ende April eine letzte Umfrage zu den Landratswahlen starten, gleiches gilt übrigens für die OB-Wahlen in Nordhausen. Sie, liebe Leser der nnz, sind also gefragt. Geben Sie mit nur einem Klick den Trend bei den Wahlen an.
Autor: nnzEs war Mitte Dezember vergangenen Jahres, da stellte die nnz das erste Mal diese Frage. Damals standen mit Amtsinhaber Joachim Claus (CDU) und Herausforderin Birgit Keller (Linkspartei.PDS) zwei Kandidaten zur Auswahl. Den Bonus der Neuen hatte damals Birgit Keller (42,3%) auf ihrer Seite, der Amtsbonus für Joachim Claus (30,3%) zog nicht wirklich. Das hat sich geändert. Nicht nur, dass mit Heinrich Lorenz (Bündnis 90/Grüne, 6,1%) ein weiterer Kandidat hinzugekommen ist, auch die Platzierungen zwischen Claus und Keller wurden getauscht.
Der Landrat liegt mit 37,2% vorn, Birgit Keller folgt mit 34,2%. Hier macht sich nach unserer Meinung bemerkbar, dass Birgit Keller dem internetten Klientel eigentlich zu wenig bekannt ist. Inzwischen hat der Landrat an einigen Jahreshauptversammlungen von Freiwilligen Feuerwehren teilgenommen, hat sich den Menschen in der Goldenen Aue und im Südharz präsentiert. Eigentlich wirklich ist das bei ihm keine Präsentation, Joachim Claus steht lieber mit dem Wahlvolk zusammen, sucht das persönliche Gespräch, auch bei einem Gläschen Bier.
Allen parteiinternen Gegnern zum Trotze hat sich der Amtsinhaber in den vergangenen Monaten durchgesetzt, vielleicht auch in Ermangelung einer personellen Alternative. Doch mit dem jetzigen Landrat wissen die Christdemokraten wenigstens was sie haben. Sollte Claus zum vierten Mal gewählt werden, dann muß er sich ab dem Tag danach einen anderen Stil in der Verwaltung zulegen. Die Aufgaben, die da auf ihn warten, die sind mit Herausforderungen der letzten Jahre nicht zu vergleichen, die können nicht ausgesessen werden.
Sollte die Waage zu Birgit Keller sich am 7. Mai oder zwei Wochen später neigen, dann sitzt die Frau im historischen Landratsamt vor dem gleichen finanziellen Scherbenhaufen wie ihr jetziger Widersacher. Dann sind Entscheidungen gefragt, die hart, bitter und unorthodox sein müssen. Jetzt – im Wahlkampf – wird darüber nicht viel geredet, jetzt will man freundlich, dynamisch und erfolgreich daherkommen. Vielleicht aber gibt es doch eine Neuerung an diesem 7. Mai: Vielleicht wird Joachim Claus in eine Stichwahl gehen müssen?
Vielleicht aber ist es diesmal auch wirklich besser, wenn man eine Wahl nicht gewinnt? Die nnz wird Ende April eine letzte Umfrage zu den Landratswahlen starten, gleiches gilt übrigens für die OB-Wahlen in Nordhausen. Sie, liebe Leser der nnz, sind also gefragt. Geben Sie mit nur einem Klick den Trend bei den Wahlen an.

