Mo, 08:34 Uhr
13.03.2006
Schließung angedacht
Nordhausen (nnz). Die Familienoffensive der Thüringer Landesregierung wird in den kommenden Monaten auch im Landkreis Nordhausen erste Spuren hinterlassen. Die nnz hat sich mal in der Trägerlandschaft umgesehen.
Eigentlich sieht es - unter demografischen Gesichtspunkten betrachtet - für die freien Träger von Kindertagesstätten nicht so schlecht aus. Die Geburtenzahlen der zurückliegenden Jahre gehen ganz, ganz leicht nach oben, dennoch wird sich in den Kindergärten ein Wandel vollziehen. 14 Kindergärten betreibt zum Beispiel das Nordhäuser Jugendsozialwerk in der Kreisstadt und die werden sich in den nächsten Wochen und Monaten mit weniger Kindern zurechtfinden müssen.
Nach Informationen der nnz könnte der größte Nordthüringer Träger einen Kinder-Verlust von zehn Prozent verkraften, ohne das es zu Entlassungen beim Personal kommen wird. Dafür stehen andere Instrumentarien zur Verfügung wie die Nichtverlängerung befristeter Arbeitsverträge oder die beliebte Altersteilzeit.
Eine Reaktion wird es jedoch auf jeden Fall geben. Aus dem Direktorium des Jugendsozialwerkes war zu erfahren, dass eine Einrichtung in Nordhausen geschlossen werden wird. Was den Trägern hingegen mehr zu schaffen macht, dass ist die Trägheit der Stadtverwaltung. Da gibt es bislang keine Anzeichen, die Folgen der Familienoffensive zu begegnen. Weder sei die Änderung der Satzung für die Elternbeiträge in Bearbeitung, noch gebe es Informationen, wie das zu erwartende Minus bei den Trägern ausgeglichen werden muss. Darüber hinaus gibt es für die Träger keinerlei Anzeichen, mit welchem Personalaufwand in der Verwaltung die Familienoffensive abgearbeitet werden muss. So müssen die Eltern, die ihre Kinder weiterhin fachfraulich in einer Einrichtung betreuen lassen wollen, für das monatlich Kindergeld der Landesregierung eine Abtrittserklärung unterschreiben. Dieses Geld fließt dann in die Stadtkasse und muss den Trägern überwiesen werden.
Aber vielleicht, so munkelt man bei den freien Trägern hinter der berühmt-berüchtigten vorgehaltenen Hand, geht ja nach den Oberbürgermeisterwahlen alles ganz schnell.
Autor: nnzEigentlich sieht es - unter demografischen Gesichtspunkten betrachtet - für die freien Träger von Kindertagesstätten nicht so schlecht aus. Die Geburtenzahlen der zurückliegenden Jahre gehen ganz, ganz leicht nach oben, dennoch wird sich in den Kindergärten ein Wandel vollziehen. 14 Kindergärten betreibt zum Beispiel das Nordhäuser Jugendsozialwerk in der Kreisstadt und die werden sich in den nächsten Wochen und Monaten mit weniger Kindern zurechtfinden müssen.
Nach Informationen der nnz könnte der größte Nordthüringer Träger einen Kinder-Verlust von zehn Prozent verkraften, ohne das es zu Entlassungen beim Personal kommen wird. Dafür stehen andere Instrumentarien zur Verfügung wie die Nichtverlängerung befristeter Arbeitsverträge oder die beliebte Altersteilzeit.
Eine Reaktion wird es jedoch auf jeden Fall geben. Aus dem Direktorium des Jugendsozialwerkes war zu erfahren, dass eine Einrichtung in Nordhausen geschlossen werden wird. Was den Trägern hingegen mehr zu schaffen macht, dass ist die Trägheit der Stadtverwaltung. Da gibt es bislang keine Anzeichen, die Folgen der Familienoffensive zu begegnen. Weder sei die Änderung der Satzung für die Elternbeiträge in Bearbeitung, noch gebe es Informationen, wie das zu erwartende Minus bei den Trägern ausgeglichen werden muss. Darüber hinaus gibt es für die Träger keinerlei Anzeichen, mit welchem Personalaufwand in der Verwaltung die Familienoffensive abgearbeitet werden muss. So müssen die Eltern, die ihre Kinder weiterhin fachfraulich in einer Einrichtung betreuen lassen wollen, für das monatlich Kindergeld der Landesregierung eine Abtrittserklärung unterschreiben. Dieses Geld fließt dann in die Stadtkasse und muss den Trägern überwiesen werden.
Aber vielleicht, so munkelt man bei den freien Trägern hinter der berühmt-berüchtigten vorgehaltenen Hand, geht ja nach den Oberbürgermeisterwahlen alles ganz schnell.


