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Di, 21:30 Uhr
22.11.2022
Einwohnerversammlung in Niedersachswerfen

Das Geld fehlt an der Basis

Nur 15 Einwohner kamen, nach zweijähriger Coronapause, zur diesjährigen Einwohnerversammlung in den „Sachswerfer Handwagen“. Die die kamen, waren aber voll des Lobes für ihren Harztor-Bürgermeister Stephan Klante. Sein Engagement für die Landgemeinde bekam viel Anerkennung…

Einwohnerversammlung in Niedersachswerfen (Foto: Sandra Witzel) Einwohnerversammlung in Niedersachswerfen (Foto: Sandra Witzel)

Zu Beginn der Einwohnerversammlung blickte Klante gemeinsam mit den Ortschaftsbürgermeisterinnen aus Ilfeld, Petra Gerlach, und aus Niedersachswerfen, Katrin Schönemann sowie dem Harzunger Ortschaftsbürgermeister Karsten Baudrexl auf die finanzielle Lage der Landgemeinde.

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Harztor bekommt 2,2 Millionen Euro vom Freistaat, muss aber für die Kreis- und Schulumlage an den Landkreis 3,5 Millionen Euro abführen. „Diese Situation führt zu Unmut und diese Spirale dreht sich weiter“, erläuterte der Harztor-Bürgermeister. Für die Kommunen bleibt so immer weniger finanzieller Gestaltungsspielraum. Trotzdem ist es gelungen, die pro Kopf Verschuldung von 1.200 Euro zu Beginn der Gründung der Landgemeinde auf 648 Euro nach jetzigem Stand zu senken. In diesem Jahr wurden in der Landgemeinde Investitionen in Höhe von 2,2 Millionen Euro getätigt. „Das werden wir aber in den Folgejahren nicht wieder schaffen“, sagte Klante. Rund 500.000 Euro wurden für die Straßen in den Ortsteilen ausgegeben. Die Oberflächen und Bordsteine wurden saniert, begonnen in Niedersachswerfen und Harzungen. Im kommenden Jahr sollen die anderen Ortsteile folgen. Möglich wurde das durch die Arbeit des Bauhofes, der immer mehr Aufgaben übernommen hat. Aufgrund der zukünftigen schwierigen finanziellen Lage will die Landgemeinde mehr durch Eigenleistungen realisieren, um überhaupt etwas bewegen zu können. „Dunkle Wolken ziehen auf“, mahnte Stephan Klante. Er meint damit die Haushaltslage in den kommenden Jahren. So wird die Landgemeinde 2023 ein Haushaltssicherungskonzept aufstellen müssen. 2024 fehlen der Landgemeinde nach jetzigem Stand bereits 1,2 Millionen Euro, damit kann kein ausgeglichener Haushalt aufgestellt werden. Harztor hat bereits in der Vergangenheit viele Einsparungen getroffen. „Ich kann nichts einsparen, was von vornherein fehlt“, verwies Klante noch einmal auf die Kluft zwischen Landesmitteln und der Kreis- und Schulumlage des Landkreises.

Ein weiteres Thema der Einwohnerversammlung war die so genannte Energiemangellage in Deutschland. „Was uns ereilt, wissen wir noch nicht aber wir sind in Harztor vorbereitet“, informierte der Bürgermeister. In den letzten Monaten hat die Verwaltung der Landgemeinde bereits Vorsorgemaßnahmen für alle Bürgerinnen und Bürger getroffen. Logistik und eine Organisationsstruktur im Fall der Fälle wurde aufgebaut, denn wenn die Lage eintritt, dann sind über 30 Prozent der Einwohner davon betroffen. Eine Wärmestube wird sich beispielsweise im „Sachswerfer Handwagen“ befinden, in allen Ortsteilen wurden neuralgische Punkte für die Bürger geschaffen.

Auch im kommenden Jahr wird Harztor der Straßenausbau beschäftigen. So soll die B4 von der Parkallee in Nordhausen bis zur Geschwister-Scholl-Straße in Niedersachswerfen saniert werden, einschließlich der Herkules Kreuzung. Diese Baumaßnahme soll in drei Bauabschnitten erfolgen. Von der Parkallee bis zum Ortseingang Niedersachswerfen soll der Verkehr einseitig über eine Ampel geregelt werden, in der Ortslage muss eine Vollsperrung erfolgen. Dafür lässt der Ausbau der Lindenallee in Ilfeld weiter auf sich warten, 2024 soll mit der Ausschreibung begonnen werden.

Zum Schluss gab es noch eine gute Nachricht für alle Einwohner: die Landgemeinde Harztor hat nun im Landesentwicklungsplan den Status des Grundzentrums erreicht. Heute erfolgt dazu ein Kabinettsbeschluss. Dadurch hat Harztor größere Freiheiten bei der Gestaltung, freute sich der Bürgermeister.
Sandra Witzel
Autor: swi

Kommentare
Katrin1979
23.11.2022, 07.08 Uhr
Harztor auf guten Weg
Eine Gemeinde, die unter einem guten Bürgermeister einen erfolgreichen Weg geht, zusammensteht und immer wieder neue und gute Idee hat und auch umsetzt. Das honoriert man auch in Erfurt zu recht.
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