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Do, 13:21 Uhr
20.10.2022
Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zu Zugausfällen:

Warum herrscht Personalmangel auf Stellwerken der DB?

Mario Noack, Thüringer Gewerkschaftsboss  (Foto: EVG) Mario Noack, Thüringer Gewerkschaftsboss (Foto: EVG)
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bedauert anhaltende Betriebsunterbrechungen einzelner Thüringer Schienenstrecken – Zugausfälle sind weiterhin unvermeidlich. Die Gewerkschafter beklagen die jahrzehntelange falsche Personalpolitik des Unternehmens...

Thüringens EVG-Vorsitzender Mario Noack betont: „Am meisten leiden die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner selbst an Zugausfällen und Streckensperrungen – das bin ich ganz sicher. Wir haben das Rad immer am Laufen gehalten – doch jetzt geht es nicht mehr. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben die Grenzen der Belastbarkeit überschritten. Störungen und Ausfälle im Bahnbetrieb sind unvermeidlich.“

Laut Betriebsrat Noack bei DB Netz AG in Thüringen ist durchgängiger Bahnbetrieb teilweise nicht mehr möglich. Die Folgen sind Zugausfälle wegen spürbarer Personalunterdeckung aufgrund angehäufter Überstunden und erhöhtem Krankenstand. Für Noack ist diese Misere weitgehend hausgemacht:

"Jetzt rächt sich eine falsche Personalpolitik der DB AG, jahrzehntelang orientierte man sich ausschließlich auf Personalabbau. Die Gewerkschaften und Betriebsräte hatten immer davor gewarnt. Der Ausfall technischer Rationalisierungsmaßnahmen gab den Todesstoß zur Sicherstellung des Betriebsablaufes. Zwangsläufig verhindert dieser Mangel den Betrieb, indem es das Umsteuern von Personalen unmöglich macht und Bedarfsunterdeckung bringt.

Alle umfangreichen Bemühungen auch die der örtlichen Leitung um schnelle Rekrutierung und Ausbildung von Personal bringen keine Entlastung. Seit Monaten schruppen wir Überstunden und Sonderschichten, verzichten alle auf Urlaub und arbeiten an freien Tagen. Wir vernachlässigen unsere Gesundheit und opfern Familienzeit. Bei der Suppe der 9-Euro-Tickets mussten wir auslöffeln, was sich die Eliten aus Politik und Wirtschaft mit ihren verfolgten falschen neoliberalen Ideologien eingebrockt haben. Die 9-Euro-Tickets bestätigten bundesweit die völlig verfehlte Bahnpolitik über Jahrzehnte.

Die politisch veranlassten Kostensenkungs- und Börsengangstrategien der Vergangenheit bestätigen den Raubbau an der Infrastruktur. Deutlich wurde außerdem der Raubbau am Personal - hier wurde das wertvollste Kapital der Eisenbahn verschlissen. Dieser Raubbau am Personal gefährdet jetzt die notwendige Mobilitäts- und Klimawende. Das ist fatal und wird hoffentlich allen eine Warnung sein, welche sich weiterhin den auf der Hand liegenden Notwendigkeiten verweigern."
Anne Jacobs, Pressesprecherin der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)
Autor: red

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Kommentare
Gehard Gösebrecht
20.10.2022, 15:09 Uhr
Jahrelang wurde Personal abgebaut
Jetzt kommt die Rechnung.
Traumberuf Lokführer ist schon lange Geschichte. Stellwerk will kaum jemand machen.
LKW Fahrer sind auch nicht genügend da.
Will auch keiner mehr machen um seinen privaten Führerschein auf dem Altar der Terminfracht zum Schluss noch zu riskieren.
Also beten dass die letzten Arbeitswilligen nicht auch noch zuhause bleiben.
Tja liebe Arbeitgeber.
So wendet sich mal das Blatt.
Echter-Nordhaeuser
20.10.2022, 16:39 Uhr
"Personalmangel"
Egal welche Branche Personalmangel hinten und vorne. Aber wo ist den unser neues Fachpersonal was hier schon seit Jahren in Deutschland ankommt. Man hebt sie doch alle in den Himmel unsere neuen Fachkräfte nur sehen tut man keine.
Kobold2
20.10.2022, 19:51 Uhr
Nichts sehen
Ist in dieser Region auch hausgemacht ....
Allgemeine ablehnende und vorurteilsgeprägte Haltung, nebst schlechter Bezahlung und unterirdischer Arbeitskultur tut man sich hier, unabhängig der Herkunft, nicht freiwillig an. Hier müssen die Arbeitgeber und auch die Bevölkerung noch ne Menge lernen.
Wer was sehen will, den könnt ich gern mal ne Tourliste zukommen lassen, um sich selbst zu überzeugen....
Fönix
20.10.2022, 20:13 Uhr
Schöne neue DUNKELGRÜNE Welt?
Wenn man nur ein klein wenig hinter die Kulissen schaut, sieht man dass sich dahinter ein Rohrkrepierer nach dem anderen verbirgt. 9- Euro-Ticket, Energiewende, "Decarbonisierung" und Atomausstieg, ohne auch nur ansatzweise ausreichend Speicherkapazität für die "Erneuerbaren" zu haben, Migration auf Teufel komm 'raus bzw. 'rein, Genderwahnsinn usw., usw., alles unglaublich teure Irrwege, die in der derzeitigen Situation das Land und die Menschen in kürzester Zeit in den Ruin treiben. Da hilft es auch nicht, hier "Transformation" und "Zeitenwende" auszurufen, um die eigene Unfähigkeit zu kaschieren, sich den tatsächlichen Problemen unserer Zeit zu stellen.

Wir sollten diesen lautstarken Hilferuf der Bahnmitarbeiter unbedingt aufgreifen und die Politik noch mehr unter Druck setzen. Denn hier geht es um infrastrukturelle Grundsubstanz, die uns gerade um die Ohren fliegt. Die "Mobilitätswende" ist ohne funktionierende Bahn eine Chimäre, und eigentlich hätten alle politischen Akteure gewarnt sein müssen. Das Beispiel GB hat ganz deutlich gezeigt, dass die Privatisierung in Katastrophe führt und die Briten müssen es jetzt ausbaden. Und was macht die aktuelle Regierung in Deutschland? Statt die Fehler unionsgeführter Vorgängerregierungen schnellstmöglich zu korrigieren setzen sie mit dem 9-Euro-Ticket (und den gerade beschlossenen Nachfolgelösungen) noch eins drauf und beschleunigen damit den endgültigen Zusammenbruch der Bahn.

Oft genug habe ich hier vor solchen Entwicklungen gewarnt, jedesmal haben sich die DUNKELGRÜNEN WELTVERBESSERER empört und ihren Weg als den einzig richtigen gepriesen. Jetzt haben wir den Salat. 9- Und 49-Euro-Ticket sind Makulatur, wenn die Bahn selbst auf Hauptstrecken regelmäßig nicht fährt. Und die aktuellen Probleme sind ja tatsächlich noch viel gravierender, wie die Vertreter der Bahnbelegschaft hier berechtigterweise beklagen.

Und nun? Wo sind die praktikablen Lösungsansätze des DUNKELGRÜNEN Dilettantenstadels? Oder bestreiten sie gar die gewaltigen Dimensionen dieses Desasters? Das wäre auf jeden Fall der falsche Ansatz, denn hier in diesem Artikel sprechen die, die die Arbeit machen. Wer das ignoriert oder bestreitet, hat von vornherein verloren ...
P.Burkhardt
20.10.2022, 20:44 Uhr
wo ist das Personal ?
...ja, wo gehen sie hin, die arbeitswilligen, motivierten jungen Leute, die hier geboren sind, oder auch nicht ? Sie gehen dorthin, wo sie willkommen sind und wo ihnen die Leute vorurteilsfrei und offen gegenübertreten, dorthin, wo die Menschen nicht alles immer nur schlecht reden, dorthin, wo nicht über alles ständig nur genörgelt wird....sondern, wo man auch mal lacht und nicht immerzu mit geballter Faust in der Tasche rum läuft...

dort findet dann auch die Bahn Arbeitskräfte
Mitternacht
20.10.2022, 21:12 Uhr
Also, was hier alles einzig DUNKELGRÜNER Politik
angelastet wird zeugt von einer mehr als eindimensionaler, einfältiger Welt.
Was ist eigentlich "dunkelgrün"? Ich kenne nur eine Partei, die kommt aber ohne "dunkel" im Namen aus.
Vielleicht verstehe ich auch nur nicht, wieso die Grünen an Migration schuld sind (ich schätze, das simplifizierende "Migration auf Teufel komm rein" spielt auf die Flüchtlingskrise an, jedoch war die "wir schaffen das"-Kanzlerin meines Wissens nach "schwarz"), während Genderwahnsinn häufig eher von eher "Links", also "Rot" betrieben wird, und die Deutsche Bahn, um die es hier geht, eine Aktiengesellschaft ist und daher in erster Linie gewinnorientiert, was zb zu massiven Strllenabbau geführt hat, wo immer man sich Kosteneinsparung versprach - ursächlich für den derzeitigen Zustand. Nun, wie gesagt, vielleicht verstehe ich das mit dem "dunkelgrünen" Zusammenhang auch nur deshalb nicht, weil mein Computer kein Problem mit der Feststelltaste hat.

Oder entsteht "dunkelgrün" vermeintlich durch die Zusammenmengung von grün, schwarz und rot? Nee, da kommt eher ein ganz ekliges Braun raus (gerne den Wasserfarb-Kasten der Kinder herausholen und selbst probieren), und das ist die Lieblingsfarbe von ganz anderen Leuten.
Kama99
20.10.2022, 23:17 Uhr
@Echter-Nordhäuser ...
Du siehst sie nicht? Die arbeiten alle bei der U-Bahn.
emmerssen
21.10.2022, 07:49 Uhr
Bewerbung bei der Bahn
Hatte mich mit 54 Jahren 2018 zur Umschulung bei der Bahn beworben. Absage ,freundlich ausgedrückt; zu alt! Man hatte es wohl damals noch nicht nötig.
free Gigi
21.10.2022, 09:09 Uhr
Falsch P. Burghardt
auch im gelobten gebrauchten Teil DE fehlen Mitarbeiter bei der Bahn. Dazu einfach mit Mitarbeitern sprechen oder google.
grobschmied56
21.10.2022, 11:18 Uhr
Gösebrecht ist Recht zu geben ...
... die Personalpolitik des 'System Mehdorn' zeigt noch viele Jahre nach Weggang des 'Sanierungs- und Börsengangexperten' katastrophale Folgen. Eine entfernte Verwandte, welche damals ihren Dienst auf einem Stellwerk der bewußten Strecke (Halle - Nordhausen) versah, wurde regelrecht aus dem Betrieb herausgeekelt. Dabei war sie damals noch relativ jung (Anfang 30) und qualifizierungswillig. Sie bewarb sich um eine Ausbildung zum Fahrdienstleiter und war auch bereit, auf anderen Dienstposten zu arbeiten. Alles vergeblich - sie MUSSTE gehen! Schließlich sollte Herr Mehdorn (ein Liebling Kanzler Schröders) die Bahn 'fit für den Börsengang' machen. Also griff der große Guru zur Brechstange und den bewährten sonstigen Instrumenten ( Personal-Abbau, Personal-Abbau und - nicht zu vergessen - Personal-Abbau, um nur mal die wichtigsten zu nennen) und machte die Bahn 'schlank'. Jetzt haben wir eine schlanke Bahn.
Sie ist so stromlinienförmig, daß sie teilweise schon nicht mehr wahrnehmbar ist.
Danke auch allen Privatisierungs-Verliebten, die aus einer funktionierenden Behörde unbedingt eine AG machen mußten, obwohl es genug warnende Stimmen gab, daß sowas nicht gut funktionieren würde.
Aber wer hört in Deutschland schon noch auf Erwachsene, wenn sie sagen: 'Gib dem Bub die Geige nicht...'
Dieselbe blödsinnige Mentalität, kindischen Dilettanten wichtige Entscheidungen zu überlassen, wiederholt sich gerade auf dem Sektor Energieversorgung. Wenn in Zukunft Millionen Menschen im industriebefreiten, klimaneutral transformierten und dekarbonisierten Futschland arbeitslos und mittellos in der dunklen und kalten Bude sitzen (oder unter der Brücke), dann werden sie eventuell begreifen, was es mit dem Luft-Paradoxon auf sich hat:
Ohne saubere, atembare Luft kann der Mensch nicht leben, aber nur von der Luft kann der Mensch auch nicht leben, auch wenn sie noch so sauber ist.
Mister X
21.10.2022, 11:48 Uhr
P.Burkhardt
können Sie uns das Schlaraffenland auch nennen, wo diese Leute hingehen?
Marco Müller-John
21.10.2022, 12:14 Uhr
......Jammernde Kommentatoren
Das eigentliche Problem in diesem Land ist das ständige Gejammer und Geheule von komischen Menschen, die ihren eigenen Wert und die Lebensqualität an den Konsum gekoppelt haben. Die Zeitaufwendungen für das Palaver und Geschwätz über komplexe Vorgänge, die abseits des eigenen Erfahrungshorizonts abgegeben werden, könnte auch in sinnvolle Lebenszeit verwandelt werden.

Reisst euch mal zusammen , es ist ein tolles Land mit tollen Menschen...

Ja die Bahn kommt zu spät, ja es fehlt Personal, Zeit also die Personalstrukturen für die alimentierte arbeitsferne Bevölkerung zu öffnen und dadurch den Bedarf zu decken.
geloescht.20221110
21.10.2022, 13:31 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
diskobolos
21.10.2022, 14:29 Uhr
Ach Fönix, Ihr Hass auf die Grünen
mach Sie regelrecht blind: Die Privatisierung der Bahn, ist nun wirklich kein Projekt der Grünen, sondern folgte dem neoliberalen Denken der 90'er Jahre von CDU und FDP. Personalabbau war eine negative Folge. Andererseits ist die Frage, ob die Bahnkunden bereit wären, höhere Preise zu zahlen. Es hat eben alles zwei Seiten.

Zu den "tatsächliche Problemen unserer Zeit" gehört mit Sicherheit, dass unser Planet den Menschen um die Ohren fliegen wird, wenn wir den Klimawandel nicht aufhalten können. Und das geht nur wenn die Menschheit aufhört, fossile Energieträger zu verbrennen. Gegen dieses Problem ist der Ukrainekrieg ein Sandkastenspiel. Austrocknende Flüsse im Sommer, andererseits katastrophale Überschwemmungen (Ahrtal, Pakistan, jetzt Nigeria) wegschmelzende Gletscher und Polkappen, Hurrikans, großflächige Waldbrände sind erst die Vorboten.
grobschmied56
21.10.2022, 15:29 Uhr
Einspruch, Euer Ehren! ...
... Da haben sich ein paar Kommentatoren hübsche Argumente ausgedacht! Aber die erscheinen mir nicht sehr plausibel. Komische Menschen, die in einem tollen Land nur Jammern und nörgeln, will da einer ausgemacht haben. Vielleicht sind das ja Leute, die nicht wissen, wie sie demnächst noch die absurd gestiegenen Preise für Alles und Jedes noch zahlen sollen. Oder Arbeiter, die mit dem Zug noch halbwegs pünktlich zur Spätschicht kommen, am Feierabend dann aber nicht mehr nach Hause, weil die Bahn den Betrieb vorübergehend einstellt.
Nicht jeder kann mit dem Auto zur Arbeit fahren. Einige Menschen schon deshalb nicht, weil sie keines haben. Ein Zustand, der von den Grünen sehr begrüßt wird. Sie arbeiten emsig daran die Ausnahme zur Regel zu machen.
Was die jungen Arbeitnehmer angeht, welche so gern dahin gehen, wo alle lachen und guter Dinge sind:
Einfach mal unter den Stichworten 'Mainz' - 'Zugausfälle' - 'Personalmangel' nachgoogeln - das Objekt lohnt die Mühe.
Mainz, wie es singt und lacht ist sprichwörtlich, man kann dort also besonders viele fröhliche und gut gelaunte Menschen vermuten. Gegen Zugausfälle wegen Mangel an Fahrdienstleitern scheint das aber auch nicht so recht zu wirken.
Kobold2
21.10.2022, 16:56 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB.
Kobold2
21.10.2022, 18:46 Uhr
komisch ist das nicht
und auch nicht ausgemacht, sondern real.
die derzeitige Krise verstärkt das nur, denn davon, das man in unserer Region ehr den Eindruck hat, das man gern jammert und nörgelt hatte ich schon vor dieser Krise mal berichtet.
ein bissle mehr Selbstreflektion ist hier angebrachter, als die aufgebrachte Realitätsverweigerung.
Marco Müller-John
21.10.2022, 18:55 Uhr
....@Feinmechaniker65 Nebengleis
Dieser Gewerkschaftsartikel beklagt die strukturellen Fehler der Bahn. Verteufelt das 9 Euro Ticket, das eine echte Alternative zum Auto und sozial war.

Die Bahn gehört der Gemeinschaft, ist ein Hauptbaustein der Energie- und Verkehrswende, weil sie komplett elektrifiziert werden kann , sowohl im Last- als auch im Personenverkehr.

Zurecht fordert die Gewerkschaft mehr Personal, tja bis sie aus Eigennutz in den Ferien wieder streikt, um höhere Löhne und weniger Arbeitszeit einfordert. Da die Gemeinschaft 3.6 Mio Hartz4 Empfänger und die Arbeitslosenversicherung 2.4 Mio ALGI Empfänger aufweist, ist ausreichend Potenzial vorhanden. Dann sollten auch ohne Google die Züge in Mainz fahren.
grobschmied56
21.10.2022, 19:17 Uhr
Wer lesen kann ...
... ist echt im Vorteil! Genau die beklagten strukturellen Fehler der Bahn hatte ich ja in meinem Kommentar angeführt. Jahrelang ging es nur um Personalabbau, Verschlankung, Einstellungs-STOP und GEFÜGIG-MACHUNG für den erfolgreichen Einstieg in den Aktien-Markt.
Damit hat man die Deutsche Bahn an den Rand der Dysfunktion gespart.
Wer meinen Kommentar liest, wird das erkennen.
Die Anderen tun mir halt leid.
HeiKev
21.10.2022, 20:04 Uhr
Die klemmende DUNKELGRÜNE Hochstelltaste verschweigt,,
dass es nicht die DUNKELGRÜNEN waren, die die Bahn privatisiert, vergewaltigt, kaputt gemacht und im ländlichen Raum abgeschafft haben. Es war seine eigene Klientel und er selbst, die im Diesel- und Atom-Wahn alles verteufelt haben, was irgendwie nach Vernunft klang.
Heute sind natürlich die Anderen, die "DUNKELGRÜNEN" schuld, dass das Stellwerk nicht besetzt und die Strecke eingestellt wurde. Diederich Heßling lässt grüßen.
hoecker1
21.10.2022, 22:18 Uhr
also wenn ich .....
das von gewissen Herren höre frage ich mich ob Sie noch das Rote oder doch schon das Grüne Pateibuch in der Jacke haben??? Kobold , Burkhardt, Müller- John etc. wie kann man so über die Probleme im Land reden? Ich glaube Ihr lebt in einem anderen Land! Oder Ihr habt durch Eure polit. Stellung andere Probleme!? Bei dem Gelaber glaube ich kaum das diese Leute zur Normalen arbeitenden Bevölkerung gehören.
Partycrasher
21.10.2022, 23:27 Uhr
Mitschuld der EVG
Ich sehe hier die EVG in der Mitschuld.

Wenn man sich die Lohnentwicklung ansieht, die in den letzten Jahren eigentlich eher stagnierte ist es doch kein Wunder wenn es keine Leute gibt.

Der Beruf des Fdl ist mit einer hohen Verantwortung verbunden, Schichtdienst rund um die Uhr, kein Stellwerk gleicht dem nächsten, immer mehr Züge mit immer mehr Gütern/Fahrgästen. Da ist die Vergütung ein Witz dagegen.

Aldi hat vor einigen Monaten den Mindestlohn bei den dortigen Leuten auf 14€/h Stunde erhöht OHNE Tarifverhandlungen - was passiert hier? Da setzt man sich lieber dort an die Kasse, hat weniger Verantwortung, muss weder Sonntags noch Feiertags arbeiten, hat auch keine Nachtschichten.

Übrigens: Was den Leuten auch tierisch nervt (den Veganern vielleicht auch pflanzlich): Man wird ständig angerufen (selbst im Urlaub) ob man nicht noch mehr arbeiten kann. Da sind dann Ruhezeiten egal. Schichtlängen, Anzahl der Schichten hintereinander usw. Das duldet dann auch der Betriebsrat, bzw. "hat nichts gesehen"... Alles auf den Rücken der Kollegen, die ihre Gesundheit und Freizeit opfern. Aber es gibt kein Grabstein auf dem steht: "Er ist immer eingesprungen, hat viele Überstunden gemacht..."

Fakt ist: Man muss massiv an der Attraktivität arbeiten, denn sonst verliert man immer mehr Personal. Dazu gehören eine ordentliche Vergütung, planbare Schichten, ausreichend Ruhezeiten usw.

Es gibt viel zu tun für die EVG!

Ach übrigens: Ich war hier bei mir in NRW mit meiner Tochter auf einer Berufsmesse für Schüler der 9. und 10. Klasse. Dutzende Firmen suchten Azubis: Zoll, Finanzamt, Stadtverwaltung, Banken, Polizei, Krankenkassen, Handwerksbetriebe, Pflegeheime, Krankenhäuser und und und. Die Bahn hab ich nicht gesehen - kann man sich ja erlauben.
Fönix
21.10.2022, 23:58 Uhr
Wenn der Landarbeiter um Mitternacht mit dem Diskus spielt
... kommt nicht viel Gescheites zustande, offensichtlich hapert es beim Lesen bei allen dreien mit dem Verstehen. Alle drei behaupten übereinstimmend, dass ich in meinem Kommentar den DUNKELGRÜNEN die Verantwortung für die Privatisierung der Bahn unterstelle. Tatsächlich habe ich Folgendes geschrieben:

Zitat Fönix:

"Das Beispiel GB hat ganz deutlich gezeigt, dass die Privatisierung in Katastrophe führt und die Briten müssen es jetzt ausbaden. Und was macht die aktuelle Regierung in Deutschland? Statt die FEHLER UNIONSGEFÜHRTER VORGÄNGERREGIERUNGEN schnellstmöglich zu korrigieren ..."

Dass der Furchenknecht und die späte Stunde nicht besser können und mangels sachlicher Argumente sich irgend etwas zusammendichten und dann schnell persönlich werden, ist ja nichts Neues. Dass sich allerdings die flache griechische Scheibe auf dieses Niveau herablässt überrascht und enttäuscht mich dann aber schon.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass bei der großen Brisanz dieses Themas sich hier wenigstens einige aus der grünen Riege, die ich eigentlich gerne in die Kategorie vernünftig und weltsichtig einordnen würde, die Brisanz der Bahnmisere richtig einschätzen und sich mit den Bahnmitarbeitern solidarisieren. Dass sie stattdessen hier wieder vorrangig ihre persönlichen Dauerbefindlichkeiten ausleben ist schade, aber eben auch bezeichnend. Offensichtlich ist hier jede Liebesmüh vergeblich.

Übrigens kann ich bei dieser Gelegenheit gleich einen augenscheinlichen Trugschluss aufklären: Dass ich DUNKELGRÜN so betone, hat nichts mit meiner Tastatur zu tun sondern nur mit meiner Überzeugung. In meinem tiefsten Inneren bin ich grün und ein glühender Verfechter von Umwelt- und Naturschutz, allerdings im klassischen Sinn. Ich habe das hier auch schon mehrfach kundgetan. Von der "modernen" Interpretation, so wie sie aktuell von der unsäglichen Führungselite um Habeck, Baerbock, Lang etc. im Verbund mit den bordsteinkantenhochundrunterhüpfenden Großstadtkindern und der Nachhut wie zum Beispiel dem NABU mit seinem biotopzerstörenden Kranichzoo am Stausee Kelbra zelebriert wird, distanziere ich mich aber komplett und bezeichne diese naturschutzfachlichen Dilettanten deshalb grundsätzlich als DUNKELGRÜN.
Kobold2
22.10.2022, 10:12 Uhr
ich bin hier voll
beim Partychrasher. Lidl hat vor Jahren schon mit 15€ fürs einräumen geworben. Die Lufthansa macht grad die gleichen Fehler. Der Laden hat in der Coronakrise staaliche Unterstützung bekommen die Mitarbeiter übten sich im Verzicht auf Gehaltserhöhungen und trotzdem mußten viele gehen. Bekannte von mir wurden dann anderweitig gern genommen, sogar zu besseren Konditionen mit weniger Nervenkrieg. Zu Beginn der Urlaubsreisewelle kamen dann die Anrufe, ob man nicht wieder zurück möchte. Durchweg Absagen....
Wer noch nicht begriffen hat, das gutes motiviertes Personal die beste Investition für eine Firma ist, der braucht sich nicht wundern.
Da gibt es noch eine ganze Reihe, auch hier aufgeführter Jobs, die man in der Vergangenheit nicht nur in den Chefetagen, sondern auch in der Gesellschaft, mit Verachtung gestraft hat. Das zerschlagene Porzellan zu kitten, wird noch lange dauern und schmerzhaft werden.
@ hoecker1, dieses andere Land durchquere ich seit über 2 Jahrzehnten zu ihrem fest behaupteten, verteidigten und beklatschten Mindestlohn......
diskobolos
22.10.2022, 10:13 Uhr
In Manchem haben Sie ja recht, Fönix,
aber Ihre Beiträge lesen sich nun mal so, dass Sie den Grünen (als Partei) die Schuld an allen Malaisen der Welt zuschreiben. Dabei übersehen Sie gern, dass andere Parteien größere Anteile daran haben, da sie länger an der Regierung waren. Hätte man z. B. in den letzten 10 Jahren die regenerative Energieerzeugung und die Leitungsnetze schneller ausgebaut, stünde D heute besser da. Die Situation in anderen Ländern (in denen konservative Parteien regieren, z. B. GB, F, US ) ist auch nicht besser.

Was haben Sie eigentlich gegen "Weltverbesserer und Gutmenschen" ? Möchten Sie lieber zu entgegengesetzten Gruppe gehören?

Die Probleme der DB sind heute sicherlich nicht das wichtigste Thema, höchstens für ihre Mitarbeiter. Mehr Personal und letztlich mehr Geld benötigen auch Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kindergärten. Noch wichtiger ist aber heute die Sicherstellung der Energieversorgung. Dahinter muss im Moment alles zurückstehen.

Schönes WE
Psychoanalytiker
22.10.2022, 13:12 Uhr
"Dunkelgrün" ist noch viel zu hell ausgedrückt
Da gibt es hoch im Norden ein Bundesland, das nennt sich Schleswig-Holstein. Für alle, die sich nicht so gut in Geographie auskennen: Dort gibt es u.a. die "Insel der Reichen" im Voksmund auch "Sylt" genannt. Dort heiraten sogar Bundesminister ... .

Das Bundesland Schleswig-Holstein wird seit mindestens 10 Jahren auch von B90/Die Grünen mitregiert, und man ist dort sehr bemüht, die Erfolge mit den "Erneuerbaren" immer wieder zu betonen. Die dortigen Windmühlen und Solarparks reichen nach der Werbung der dortigen Grünen ja schon fast für ganz Deutschland, wenn, ja wenn die anderen Bundesländer nicht torpedieren würden.

Und die Strommisere liegt im Süden der Republik, nicht im Norden.

Und da suche ich ganz entspannt bei Google und DB, wie man energiepolitisch mal mit dem Zug nach Sylt fahren könnte, nicht weil ich reich bin, sondern weil es mich als armen Rentner mal interessiert. Und was erfährt man: Ab Hamburg Dieselantrieb, weil man in Richtung Sylt keine Elektrifizierung der Eisenbahn hat. Also, wer nach Sylt will, sollte für ein gutes Gewissen mit Diesellok oder Flugzeug dort hin reisen, und das, obwohl Die Grünen und die Reichen dieses Landes als Lobbyisten auftreten, und seit mindestens 10 Jahren die "Erneuerbaren" dort hinbringen könnten.

Machen sie nicht, ist Politik manchmal doch nicht so einfach, wie diese "Scheuklappen-Politiker" uns suggerieren wollen?

Und weil diese "GRÜNEN" nicht nur dort scheinheilig sind, "grün" predigen und "Wein saufen" (gegen Kriege, aber für Waffenlieferungen; gegen Atomstrom, aber in Frankreich solchen einkaufen; gegen "Fracking", aber in den USA und Holland befürworten, gegen "Russengas" aber hintenrum bei Zwischenhändlern doch kaufen ... u.s.w., u.s.w.) sind deren aktuelle Partei-Obere für mich noch dunkler, als "dunkelgrün".

Das normale "Grün" kennen die schon lange nicht mehr und bei der aktuellen politischen Lage und dem "Geschwätz" so mancher Politik-Eliten, hätte es mich nicht gewundert, wenn der Christian Lindner mit Trauzeuge Olaf Scholz an seiner Seite die Ricarda Lang in einem dieselbetriebenen IC auf dem Sylt mit dem Festland verbindenden "Hindenburgdamm" geheiratet hätte. Das wärs doch gewesen !??!
hoecker1
22.10.2022, 13:49 Uhr
Also ich war auch mal.....
für eine lange Zeit in dem Gewerbe tätig. Dann frage ich mich wie man beim LKW führen so viel Zeit hat sich den ganzen Tag hier mit geistigen Ergüssen zu überschütten??? Ich hatte nicht die Zeit für soviel Schreiberei nebenbei!
Aber vielleicht haben sich ja mittlerweile die Arbeitsbedingungen geändert was an mir vorbei ging?
Ich denke mal hier schmückt man sich gern mit fremden Federn.
Paulinchen
22.10.2022, 18:07 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
Kobold2
22.10.2022, 20:56 Uhr
Selbst bei kurzer Zeit
in diesem Gewerbe, wüsste man wie vielschichtig und breitbandig , zuweilen auch interessant und lehrreich dieser Job ist.
Sonst würde man nicht mit Klischees und Stammtischweisheiten daherkommen.
Von daher, erstmal das eigene Federkleid entstauben.
Wenn einem das von mir erlebte nicht gefällt kann ich es nicht ändern, aber es bleibt trotzdem die Welt da draußen, die nicht nur, wie berichtet, von mir so gesehen wird. Zuweilen hilft es, von seinem Standpunkt etwas zurück zu treten, denn das erweitert den Blickwinkel.
diskobolos
22.10.2022, 23:35 Uhr
Ich war noch nie auf Sylt, Psychoanalytiker,
aber sollte ich mal dorthin mit dem Zug fahren, würde ich die fehlende Elektifizierung der Strecke sicherlich nicht dem Juniorpartner in der Landesregierung anlasten. Für den Ausbau der Strecken ist m. E. die DB-AG zuständig. Einfluss darauf hat höchstens die Bundesregierung, da der Bund ja Alleinaktionär ist. Die Landesregierung hat da wohl kaum Einfluss.

Dass ich wiederholt hier scheinbar als Anwalt der Grünen erscheinen muss, liegt daran, dass einige Kommentatoren den Grünen alle Misslichkeiten der Welt anrechnen. Das haben sie nicht verdient.

PS: Es mag Manchen wundern: Ich bin weder Mitglied der Grünen, noch habe ich sie jemals gewählt.
Loktrainer
02.11.2022, 07:09 Uhr
Wahnsinn auf Schienen
Habe bis Juli bei der Bahn als Lokführer gearbeitet.
Ich habe mir meine Gesundheit kaputt gemacht durch die dauernden Nachtdienste und Schichtlängen von bis zu 19 Stunden! Wir werden ja bis heute nicht kontrolliert.
Ich habe mal eine Anzeige wegen dieses Zustandes beim Arbeitsministerium gemacht; hat keinen interessiert.
Viele meiner Kollegen haben das Handtuch geschmissen.
Da rollt ein Bahn-Supergau auf uns zu,der sich noch gar nicht richtig zeigt.
Die EVG hatte übrigens ein inniges Verhältnis zu unseren Chefs.
Da rollen ständig übermüdete und demotivierte Lokführer durchs Land, 2000 Tonnen Sprit oder Chemiegifte am Haken und dann knallts.......
Gehard Gösebrecht
02.11.2022, 08:39 Uhr
Ja genau
Und die Elenden Schichten am Wochenende und speziell an den Feiertagen.
Ich bekam als Dankeschön für die Nachtschichten über Weihnachten/ Neujahr eine Plastiktüte mit einem Päckchen Kaffee, zwei Orangen und noch Kleinkram.
Damit lockt man vielleicht altgediente Ex Reichsbahner auf den Dienstposten.
Aber Generation Facebook nicht mehr.
Die wollen feiern und was vom Leben haben und nicht das Selbige auf irgendeinem Dienstposten oder auf einer Lok verbringen.
Vom Arbeitsplatz in die Rente und dann ins Pflegeheim bis zum Tode ist nicht mehr.
Soll sich doch die Lobbyistentruppe von Merz und Co. da hinhocken.
Gehard Gösebrecht
02.11.2022, 08:50 Uhr
Nachtrag zum Vortrag
Ich gehe jetzt erstmal ein zünftiges Pils auf die fleißigen Mitarbeiter des Unternehmens "Zukunft" trinken und bedauere, das ich meine 45 Rentenjahre nicht mehr schaffe.
Eine wirkliche Tragödie ist das.
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