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Fr, 08:43 Uhr
07.10.2022
Thüringer HC

Herausforderung annehmen - guten Ausgang schaffen

Am kommenden Wochenende beginnt für den Thüringer HC das internationale Abenteuer in der EHF European League. Das Team reist dazu nach Chambray les Tours im Departement Indre-et-Loire in Zentralfrankreich...

Die knapp 1000 km lange Busreise begann bereits am Donnerstagnachmittag mit Zwischenübernachtung in Frankreich. Ankunft in Chambray les Tours ist für den Freitagnachmittag geplant, sodass noch Zeit für eine Trainingseinheit bleibt.

Das Spiel Chambray Touraine Handball gegen den Thüringer HC wird um 20 Uhr in der Arena des Gymnase de la Fontaine Blanche angepfiffen.

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Rückblick:
Der 32:24-Sieg gegen den BSV Zwickau war “ein Sieg, der unter die Kategorie Arbeitssieg fällt”, so Herbert Müller. Zufrieden zeigte sich der THC-Coach mit den ersten 19 Minuten des Spiels, als die Mannschaft sehr dynamisch und entschlossen aufspielte. Das Tempo war hoch und die Abwehrleistung stimmte.

“Aber dann haben sich relativ schnell ein paar Unaufmerksamkeiten eingeschlichen, sodass Zwickau noch mal auf 9:6 herankommen konnte. Wir sind zur Pause noch mal weggezogen, hatten dann noch einmal so eine Phase, wo es ein bisschen gehakt hat. Wir haben aber letztendlich den Ansturm im Sieben-gegen-Sechs von Zwickau abfangen können.”, erklärt Herbert Müller und ist mit dem “verdienten Sieg” sichtlich zufrieden. Und doch betont er, dass die Begegnung ein Kampfspiel war und sich die Mannschaft reinknien musste.

Herbert Müller nutzte die Möglichkeit zum testen und so bekamen bereits in der ersten Halbzeit alle Spielerinnen ihre Einsatzzeiten. Getrübt wurde das Spiel durch den Ausfall von Annika Lott.
“Unter dem Strich ist es ein bisschen Jammern auf hohem Niveau. Wir können mit den acht Toren ganz gut leben. Wir müssen uns jetzt aber mega steigern, bevor es in Frankreich zum ersten großen internationalen Showdown kommt.

Vorschau:
Nach dem gelungenen Ligaauftakt steht der Thüringer HC in Frankreich vor einer ersten großen Bewährungsprobe. Ziel muss eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Nordhausen sein. Es gehört zu den erklärten Saisonzielen des THC, wieder die Gruppenphase in der EHF European League zu erreichen.

Wenn man vom französischen Frauenhandball spricht, dann spielt der aktuelle Olympiasieger in einer Liga mit Norwegen, Russland oder den Niederlanden. Frankreich ist Europameister 2018, Weltmeister 2017 und Olympiasieger 2020. Im Vorjahr gewannen die Französinnen bei der WM die Silbermedaille. Der französische Frauenhandball gehört damit zum Besten, was Europa in dieser Sportart zu bieten hat. Französische Klubs, von denen Metz HB und Brest Bretagne Handball erfolgreich in der EHF Champions League spielen, kratzen an der Weltspitze.
“In der zweiten Qualirunde hat man immer Hoffnung, ein leichtes Los zu bekommen. Wir haben mit Sicherheit den stärksten Gegner im Topf erwischt. Es war der Gegner, den ich unter keinen Umständen haben wollte. Es ist aber kein Wunschkonzert und wir werden die Herausforderung annehmen.”, fasst Herbert Müller das Los zum Auftakt der EHF European League-Qualifikation zusammen.

Chambray Touraine Handball war in den letzten Jahren international nicht groß aufgefallen. In der letzten Saison qualifizierte sich die Mannschaft gegen Molde Elite und erreichte die Gruppenphase. Dort rang man Viborg HK (DEN) im Rückspiel ein Unentschieden ab, das Hinspiel ging verloren, genauso wie die beiden Spiele gegen SCM Ramnicu Valcea (ROM). In dieser Saison hat sich Chambray enorm verstärkt und liegt gegenwärtig mit drei Siegen und einer Niederlage gegen Brest Bretagne auf Rang vier in der französischen Liga.

Die THC-Frauen treffen am Samstag auf bekannte Spielerinnen, die Erfahrungen aus der deutschen Bundesliga mitbringen. Die Trainer freuen sich besonders auf das Wiedersehen mit Manon Houette, die in der Saison 2016/17 für den Thüringer HC spielte. Dann kennt man die niederländische Weltmeisterin Laura van der Heijden, die wie die Schwedin Clara Monti Danielsson vom BVB Dortmund zu Chambray wechselte.

Herbert Müller lobt Jovanna Stoiljkovic auf die er letzte Woche mit der österreichischen Nationalmannschaft traf, als eine der “spielstärksten Spielerinnen in ganz Europas" im linken Rückraum. Man könnte weitere Spitzenspielerinnen aufzählen. “Es ist eine Mannschaft, die uns vor eine ganz große Herausforderung stellt. Wir müssen uns auf eine sehr athletische Mannschaft einstellen, die mit sehr viel Wucht und sehr viel Gewalt kommt. Auf der anderen Seite müssen wir über eine kompakte Deckung unsere Nadelstiche über das Konterspiel setzen.” Es gilt, Ruhe zu bewahren und konzentriert über die gesamte Spielzeit zu gehen.

Kader:
Annika Lott musste nach dem Spiel in Zwickau ins Krankenhaus. Erste Diagnose ist ein leichtes Schleudertrauma, was den Einsatz der Spielerin in Frankreich fraglich macht.

Tickethinweis:
Tickets für das Rückspiel in der Nordhäuser Wiedigsburghalle am 16.10. um 14 Uhr sind im Ticket Shop Thüringen und im Mitsubishi Autohaus Peter, Hallesche Str. 102 in Nordhausen erhältlich.
Autor: red

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