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Di, 08:09 Uhr
04.10.2022
Thüringer HC

Zwickau ohne Punkte nach Hause schicken

Am Mittwoch kommt es um 19:30 Uhr in der Salza Halle zur Bundesligabegegnung zwischen dem Thüringer HC und dem BSV Sachsen Zwickau. In eigener Halle und vor den eigenen Fans ist der THC klarer Favorit und sollte die beiden Punkte in Thüringen behalten...

Rückblick:
“Mit sehr viel Freude blicken wir auf die ersten drei Spieltage zurück, wo wir in einem sehr schweren Auftaktprogramm mit Auswärtsspiel in Oldenburg und Metzingen und dem sicherlich auch schweren Heimspiel gegen Buxtehude nicht nur 6:0-Punkte geholt haben, sondern auch die Herzen unserer Fans gewonnen haben. Mit sehr schnellem, sehr schönen Handball konnten wir auch für das Torverhältnis einiges tun. Es war ein Saisonstart nach Maß, wie man ihn sich nicht besser hätte vorstellen können.”, beginnt Herbert Müller seinen Rückblick und fügt an: “Die Nationalmannschaftspause, die in der letzten Woche war, kam uns gar nicht so gelegen.”

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So eine Unterbrechung raubt einem den Schwung und das ist nach den wenigen Spielen, die das Team absolviert hat, nicht gerade förderlich. ”Wenn man erst einmal in so einen Flow reingekommen ist, will man weitermachen und auf dieser Erfolgswelle bleiben. Da will man gar nicht aufhören, Handball zu spielen. Von daher sind wir ein bisschen mit weinenden Herzen zur Nationalmannschaft gefahren.” Insgesamt zeigte sich der THC-Coach mit seinen Frauen, welche für ihre Länder im Einsatz waren, zufrieden. Deutschland hat gut gegen Frankreich gespielt, Österreich präsentierte sich gut in den Länderspielen.

Vilma Matthijs war mit dem schwedischen B-Team im Einsatz. Gegen Metzingen tat sich der THC in der Anfangsphase noch schwer. Metzingen legte vor, der THC war unter Druck. Mitte der ersten Spielhälfte kippte die Begegnung zugunsten der Thüringerinnen, die sich ein kleines Polster (18:12) erspielten. Mitte der zweiten Halbzeit legte der THC ein Tempo vor dem der TuS Metzingen nicht mehr folgen konnte und so wurde es ein unerwartet hoher 38:27-Sieg. Die Grundlage bildete die starke Abwehr und eine stabile Leistung der Torhüterinnen. Der Spielaufbau erfolgte konzentriert und die sich aus den technischen Fehlern der Gastgeberinnen bietenden Chancen wurde besser verwertet.

Gerade zum Ende der ersten und zweiten Halbzeit spielte der THC einen sehenswerten Tempohandball. Die Mannschaft trat geschlossen auf und jede Spielerin brachte ihre Stärken in das Spiel ein. Herbert Müller wäre nicht so ein Trainerfuchs, wenn er das mit seiner Wechselstrategie nicht auszureizen wüsste und die Mannschaft so auf die sich ändernden Taktiken der Gegnerinnen einstellen könnte bzw. die eigenen Strategien anpassen würde. Das macht den THC wohl für die Gegner im Moment so unberechenbar und die deutlich hohen Siege aller drei absolvierten Spieltage bestätigen dies eindrucksvoll. Dennoch ist das THC-Spiel nicht perfekt und die Mannschaft muss noch an sich arbeiten, zumal als Nächstes die beiden EHF European League-Spiele gegen Chambray Touraine Handball anstehen und die Französinnen noch mal ein ganz anderes Kaliber darstellen.

Vorschau:
Zwischen der Länderspielpause und dem EHF-Auftritt wartet noch der BSV Sachsen Zwickau. “Wichtig wird es sein, sofort wieder in die Spur zu kommen, sofort wieder alles daran zu setzen, um erfolgreich zu bleiben.”, Herbert Müller weiter. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben nicht der schlechteste Gegner in dieser Situation, auch um das Selbstbewusstsein zu steigern. Die Favoritenrolle hat der THC auf jeden Fall. “Wir gehen mit Respekt in das Zwickau-Spiel.”

Der BSV rangiert derzeit mit 0:6-Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Dass die Sächsinnen am ersten Spieltag gegen Bietigheim (15:36) nichts holen, war einkalkuliert. Im Spiel gegen Bad Wildungen war deutlich mehr drin und nur knapp ging das Spiel auswärts mit 28:29 verloren. Zwei verlorene Punkte, die noch schmerzen könnten. Gegen Blomberg zu punkten wäre eine Überraschung gewesen, das Spiel ging mit 28:34 verloren. Dabei sah es bis zehn Minuten vor dem Spielende mit drei Toren Unterschied (24:27) gar nicht so schlecht aus. “Vor allem in der zweiten Halbzeit gegen Blomberg haben sie herausragend gespielt und einen schon aussichtslosen Rückstand aufgeholt, einen Sieben-Eins-Lauf gehabt.”, weiß Herbert Müller um die Gefährlichkeit des sächsischen Teams.

Die zwei Spiele der zurückliegenden Bundesligasaison gewann der THC mit 37:28 und 24:22. Die beiden Vorbereitungsspiele auf diese Saison entschieden die Thüringerinnen ebenfalls für sich (36:21; 30:22). Inzwischen haben sich beide Teams weiterentwickelt und deshalb weiß Herbert Müller, dass die Spiele nicht mehr zählen. “Wir müssen über die geschlossene Mannschaft kommen und vergessen, dass wir zweimal klar gegen sie in der Vorbereitungsphase gewonnen haben. Das ist Schnee von gestern. Wir müssen alles daran setzen, um an die souveränen Leistungen aus den ersten Spielen anzuknüpfen.”

Der BSV hat sich zu Beginn der Saison gut verstärkt. Norman Rentsch integrierte acht Spielerinnen und damit haben sie einen großen Umbruch hinter sich. “Es ist eine Mannschaft mit auch sehr vielen neuen Spielerinnen, die sicherlich vor einer überragenden Torhüterin Nele Kurzke alles reinwerfen werden.", warnt der THC-Coach. Zu den Neuzugängen gehört mit Laura Nagy eine ungarische Jugendnationalspielerin. Hannele Nilsson, die aus Schweden zum BSV wechselte, ist erfolgreiche Siebenmeterwerferin. Sechs ihrer bisher neun Tore erzielte sie von der Strafwurflinie. Die Isländerin Diana Dögg Magnusdottir zählt zu den torgefährlichen Spielerinnen, ihr gilt das Augenmerk. “Wir dürfen uns jetzt keine Blöße geben. Immer schön auf die nächste Hürde gucken, Zwickau sehr ernst nehmen.”, so wird der THC in die Begegnung gehen.

Trotz des Spiels mitten in der Woche hofft Herbert Müller auf die Unterstützung der Fans und wünscht sich eine volle Halle “um den vierten Sieg in Folge zu holen und die Mannschaft aus Sachsen ohne Punkte nach Hause zu schicken.”

Kader:
Alle Spielerinnen sind von ihren Nationalmannschafteinsätzen ohne größere Verletzungen zurück. Leicht angeschlagen sind Sonja Frey und Johanna Reichert. Sonja Frey kassierte einen “Pferdekuss” im Oberschenkel, Johanna Reichert ist umgeknickt. Beide werden das Abschlusstraining mit der Mannschaft absolvieren. Deshalb wird der Thüringer HC am Mittwoch mit “voller Kapelle” antreten.
Autor: red

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