Fr, 20:20 Uhr
17.02.2006
Jetzt geht man es an
Nordhausen (nnz). Im Nordhäuser Stadtrat geht eigentlich immer gemütlich zu. Diese Gemütlichkeit könnte jetzt vorbei sein. Die CDU macht Front gegen die Oberbürgermeisterin und wählte Norbert Klodt zum Rinke-Herausforderer.
91 Prozent der anwesenden CDU-Mitglieder nominierten Klodt zum Herausforderer von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Allerdings war das Interesse der christdemokratischen Mitgliedschaft der Rolandstadt an dieser Nominierung sowie an der Wahl nicht sonderlich übermütig. Da unterscheiden sich die Schwarzen nicht von den Roten.
Wie aber will ein CDU-Fraktionsvorsitzender und Dauerstadtrat gegen eine Oberbürgermeisterin Front machen? Wie will er das CDU-typische der Entwicklung der zurückliegenden Jahre herausstellen. Er bedient sich eines Mannes im Nordhäuser Rathaus, der in diesem Jahr in Pension geht, der aber meist still, jedoch nicht minder erfolgreich für die Rolandstadt gearbeitet hat: Dietrich Beyse, der Nordhäuser Bau- und Wirtschaftsdezernent. Der zeichnet sich zwar durch Verschwiegenheit gegenüber der Presse aus, aber eben auch durch Loyalität gegenüber der Chefin.
Da gibt es also für die vereinte Nordhäuser Christdemokratie nur eine Angriffs-Person – namens Matthias Jendricke. Der Rinke-Erbe solle sich zurückhalten mit seinem persönlichen Kampf gegen alles was irgendwie mit CDU zu tun habe, war heute in der Friedenseiche zu hören.
Etwas direkter schrieb es CDU-Kreisvorsitzender Dr. Klaus Zeh den Nordhäusern ins Stammbuch. Er empfinde den rot-roten Deal als Resignation der Sozialdemokratie vor der Linkspartei.PDS und das Schweigen von Barbara Rinke zu diesen Vorgängen als Schande.
Die interessierte Öffentlichkeit kann also auf einen Wahlkampf gespannt sein, der an Schärfe – trotz aller abzugebenden Versprechen in den kommenden Wochen – nicht zu überbieten sein wird. Es wird einfach die außergewöhnliche Konstellation sein, die den kommunalpolitischen Charme ausmacht. In der kommenden Woche wird die FDP nachlegen, wie die nnz als gut informierten gastronomischen Kreisen erfuhr.
Autor: nnz91 Prozent der anwesenden CDU-Mitglieder nominierten Klodt zum Herausforderer von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Allerdings war das Interesse der christdemokratischen Mitgliedschaft der Rolandstadt an dieser Nominierung sowie an der Wahl nicht sonderlich übermütig. Da unterscheiden sich die Schwarzen nicht von den Roten.
Wie aber will ein CDU-Fraktionsvorsitzender und Dauerstadtrat gegen eine Oberbürgermeisterin Front machen? Wie will er das CDU-typische der Entwicklung der zurückliegenden Jahre herausstellen. Er bedient sich eines Mannes im Nordhäuser Rathaus, der in diesem Jahr in Pension geht, der aber meist still, jedoch nicht minder erfolgreich für die Rolandstadt gearbeitet hat: Dietrich Beyse, der Nordhäuser Bau- und Wirtschaftsdezernent. Der zeichnet sich zwar durch Verschwiegenheit gegenüber der Presse aus, aber eben auch durch Loyalität gegenüber der Chefin.
Da gibt es also für die vereinte Nordhäuser Christdemokratie nur eine Angriffs-Person – namens Matthias Jendricke. Der Rinke-Erbe solle sich zurückhalten mit seinem persönlichen Kampf gegen alles was irgendwie mit CDU zu tun habe, war heute in der Friedenseiche zu hören.
Etwas direkter schrieb es CDU-Kreisvorsitzender Dr. Klaus Zeh den Nordhäusern ins Stammbuch. Er empfinde den rot-roten Deal als Resignation der Sozialdemokratie vor der Linkspartei.PDS und das Schweigen von Barbara Rinke zu diesen Vorgängen als Schande.
Die interessierte Öffentlichkeit kann also auf einen Wahlkampf gespannt sein, der an Schärfe – trotz aller abzugebenden Versprechen in den kommenden Wochen – nicht zu überbieten sein wird. Es wird einfach die außergewöhnliche Konstellation sein, die den kommunalpolitischen Charme ausmacht. In der kommenden Woche wird die FDP nachlegen, wie die nnz als gut informierten gastronomischen Kreisen erfuhr.

