Fr, 11:54 Uhr
17.02.2006
Vielen Dank, Herr Kell!
Nordhausen (nnz). Der Fall Marco Weißhaupt wird die Führungsriege von Wacker Nordhausen noch einige Zeit beschäftigen. Jetzt erst einmal geht es vor Gericht...
Anfang März steht vor dem Thüringer Sportgericht in Gotha eine Verhandlung an. Dem Nordhäuser Fußballverein wird vom FC Gera 03 vorgeworfen, den Spieler Marco Weißhaupt nicht wechseln zu lassen. Der Kläger verlangt seinerseits die sofortige Freigabe von Weißhaupt, der sich in Nordhausen einen unsportlichen und unwürdigen Abgang verschafft hatte.
Die Wacker-Vorständler sind ziemlich sauer auf den ostthüringischen Verein, da sich dieser in der Angelegenheit Weißhaupt nicht einmal in Nordhausen gemeldet hatte. Ein Gespräch habe es nach Angaben von Vize-Präsident Olaf Schulze nur zu einem eventuellen Wechsel von Raphael Baumann gegeben.
Wie die nnz erfuhr, wolle sich Marco Weißhaupt nun auf ein Papier berufen, in dem ihn der vormalige Präsident Kell zugesichert haben soll, dass er wechseln könne wann und wohin er immer wolle. Dieses Papier, das dem Wacker-Präsidium vorliegt, ist jedoch von Ende Januar 2006 (in Worten: Zweitausendsechs) datiert. Ob Hans-Peter Kell damals eine mündliche Abmachung mit Weißhaupt getroffen habe, interessiere heute nicht mehr, zumal nicht einmal der damalige Vizepräsident Pohl etwas davon wusste.
Insider sehen dieses Schriftstück eher skeptisch. Sie wissen um die Motive des Marco Weißhaupt hinsichtlich eines Wechsels nach Nordhausen. Angeblich wolle er in seiner Heimatstadt alt werden. Wie die nnz erfuhr, wollte Weißhaupt das Hotel am Stadtpark kaufen und eine Fußballschule etablieren. Wenn all das stimmte, warum wollte er dann wechseln wann und wohin er immer wolle?
Für das Wacker-Präsidium steht hingegen fest. Eine Freigabe werde es für Weißhaupt nicht geben, die Zeit des Wechsels gegen eine Entschädigung ist abgelaufen. Marco Weißhaupt könnte also frühestens Mitte Mai in Gera spielen. Bis dahin ist seine Teilnahme an Freundschaftsspielen erlaubt – wann und wo immer er auch will. Für das aktuelle Wacker-Präsidium hingegen reiht sich das Verhalten von Ex-Präsident Kell lückenlos in die bisherigen Erfahrungen ein. Olaf Schulze kommentierte eine entsprechende nnz-Anfrage sarkastisch mit: Vielen Dank, Herr Kell!
Autor: nnzAnfang März steht vor dem Thüringer Sportgericht in Gotha eine Verhandlung an. Dem Nordhäuser Fußballverein wird vom FC Gera 03 vorgeworfen, den Spieler Marco Weißhaupt nicht wechseln zu lassen. Der Kläger verlangt seinerseits die sofortige Freigabe von Weißhaupt, der sich in Nordhausen einen unsportlichen und unwürdigen Abgang verschafft hatte.
Die Wacker-Vorständler sind ziemlich sauer auf den ostthüringischen Verein, da sich dieser in der Angelegenheit Weißhaupt nicht einmal in Nordhausen gemeldet hatte. Ein Gespräch habe es nach Angaben von Vize-Präsident Olaf Schulze nur zu einem eventuellen Wechsel von Raphael Baumann gegeben.
Wie die nnz erfuhr, wolle sich Marco Weißhaupt nun auf ein Papier berufen, in dem ihn der vormalige Präsident Kell zugesichert haben soll, dass er wechseln könne wann und wohin er immer wolle. Dieses Papier, das dem Wacker-Präsidium vorliegt, ist jedoch von Ende Januar 2006 (in Worten: Zweitausendsechs) datiert. Ob Hans-Peter Kell damals eine mündliche Abmachung mit Weißhaupt getroffen habe, interessiere heute nicht mehr, zumal nicht einmal der damalige Vizepräsident Pohl etwas davon wusste.
Insider sehen dieses Schriftstück eher skeptisch. Sie wissen um die Motive des Marco Weißhaupt hinsichtlich eines Wechsels nach Nordhausen. Angeblich wolle er in seiner Heimatstadt alt werden. Wie die nnz erfuhr, wollte Weißhaupt das Hotel am Stadtpark kaufen und eine Fußballschule etablieren. Wenn all das stimmte, warum wollte er dann wechseln wann und wohin er immer wolle?
Für das Wacker-Präsidium steht hingegen fest. Eine Freigabe werde es für Weißhaupt nicht geben, die Zeit des Wechsels gegen eine Entschädigung ist abgelaufen. Marco Weißhaupt könnte also frühestens Mitte Mai in Gera spielen. Bis dahin ist seine Teilnahme an Freundschaftsspielen erlaubt – wann und wo immer er auch will. Für das aktuelle Wacker-Präsidium hingegen reiht sich das Verhalten von Ex-Präsident Kell lückenlos in die bisherigen Erfahrungen ein. Olaf Schulze kommentierte eine entsprechende nnz-Anfrage sarkastisch mit: Vielen Dank, Herr Kell!

