Mi, 13:02 Uhr
15.02.2006
Interne Mitteilung
Nordhausen (nnz). Unter dieser Überschrift macht derzeit eine Ansammlung von Papier die Runde unter den Stadtratsfraktionen. Was in dieser Mitteilung enthalten ist, das erfahren Sie mit einem internen Klick.
Es geht um den Nordhäuser Pferdemarkt, genauer gesagt um das, was einmal aus ihm werden soll. Ein Einkaufszentrum, ein Tor zur Altstadt. Das ist bislang nur in den Visionen und auf ersten Power-Point-Präsentationen von Anbietern vorhanden, schon aber machen sich die ersten Protestkundgebungen breit. Sie kommen, und das hat in Nordhausen Geschichte, vermutlich aus der Ecke der Verlierer.
Nach nnz-Informationen soll in der internen Mitteilung die Kreditwürdigkeit des von der Vorauswahlgruppe favorisierten Investors angezweifelt werden. 10.000 Euro würden die Banken dem leihen, mehr nicht, wird da moniert und gefragt: Ist die Solvenz der favorisierten Investorengruppe ... gegeben? Fachleute wissen, dass ein Projektentwickler für ein Einkaufszentrum nicht unbedingt einige Milliönchen auf dem Cash-Konto haben muß, er muß Partner haben. Zum Beispiel einen Milliardenschweren Immobilienfonds, der bis heute weltweit in über 210 Immobilienprojekte 20 Milliarden US-Dollar investiert hat. Auch das ist bei Creditreform zu finden.
Am kommenden Mittwoch werden Vertreter des Investors sich auf den Weg von Bonn nach Nordhausen machen und den Stadträten ihr Konzept erläutern. Es werden sich diesmal nicht zwei oder drei Bewerber vorstellen müssen. Denn letztlich – und das soll kein Vorwurf sein – kann eine exzellente Präsentation über möglich versteckte Schwächen des Konzeptes hinwegtäuschen. Also gibt es den einen Bewerber.
Wird der durch den Stadtrat per Beschluß favorisiert, dann erhält er eine Option von vier Monaten. In dieser Zeit werden die Stadtverwaltung und der Investor einen Kaufvertrag für das Grundstück erarbeiten. Darin wird der Preis festgeschrieben, der im Sanierungsgebiet nicht über dem Verkehrswert liegen darf. Darin werden aber auch Zeitabläufe exakt definiert: Wann wird Baugenehmigung eingereicht, oder wann ist Baubeginn? Vor allem aber muß am Ende der Optionsphase feststehen, wie das Einkaufszentrum belegt sein soll, die Mietverträge müssen auf den Tisch gepackt werden. Das gibt der Verwaltung die Sicherheit, nicht wieder einer Mogelpackung aufzusitzen.
Sollte der Investor die Zeit von vier Monaten nicht nutzen oder die Bedingungen nicht erfüllen, dann wird weiterverhandelt. Nicht mit ihm, sondern mit den Bietern, die auf die Plätze zwei und drei bei der Vorprüfung kamen.
Und übrigens: Laut Auskunft von Kreditreform hat die Investorengruppe aus Bonn einen Bonitätsindex von 234. Das ist nach den von Creditreform aufgestellten Kriterien eine gute Bonität. Bei aller gebotenen Vorsicht: Niemand vermag derzeit hinter die Stirn von Verhandlungspartner zu schauen, egal ob sie aus Bonn, Wipperdorf oder Erfurt kommen.
Autor: nnzEs geht um den Nordhäuser Pferdemarkt, genauer gesagt um das, was einmal aus ihm werden soll. Ein Einkaufszentrum, ein Tor zur Altstadt. Das ist bislang nur in den Visionen und auf ersten Power-Point-Präsentationen von Anbietern vorhanden, schon aber machen sich die ersten Protestkundgebungen breit. Sie kommen, und das hat in Nordhausen Geschichte, vermutlich aus der Ecke der Verlierer.
Nach nnz-Informationen soll in der internen Mitteilung die Kreditwürdigkeit des von der Vorauswahlgruppe favorisierten Investors angezweifelt werden. 10.000 Euro würden die Banken dem leihen, mehr nicht, wird da moniert und gefragt: Ist die Solvenz der favorisierten Investorengruppe ... gegeben? Fachleute wissen, dass ein Projektentwickler für ein Einkaufszentrum nicht unbedingt einige Milliönchen auf dem Cash-Konto haben muß, er muß Partner haben. Zum Beispiel einen Milliardenschweren Immobilienfonds, der bis heute weltweit in über 210 Immobilienprojekte 20 Milliarden US-Dollar investiert hat. Auch das ist bei Creditreform zu finden.
Am kommenden Mittwoch werden Vertreter des Investors sich auf den Weg von Bonn nach Nordhausen machen und den Stadträten ihr Konzept erläutern. Es werden sich diesmal nicht zwei oder drei Bewerber vorstellen müssen. Denn letztlich – und das soll kein Vorwurf sein – kann eine exzellente Präsentation über möglich versteckte Schwächen des Konzeptes hinwegtäuschen. Also gibt es den einen Bewerber.
Wird der durch den Stadtrat per Beschluß favorisiert, dann erhält er eine Option von vier Monaten. In dieser Zeit werden die Stadtverwaltung und der Investor einen Kaufvertrag für das Grundstück erarbeiten. Darin wird der Preis festgeschrieben, der im Sanierungsgebiet nicht über dem Verkehrswert liegen darf. Darin werden aber auch Zeitabläufe exakt definiert: Wann wird Baugenehmigung eingereicht, oder wann ist Baubeginn? Vor allem aber muß am Ende der Optionsphase feststehen, wie das Einkaufszentrum belegt sein soll, die Mietverträge müssen auf den Tisch gepackt werden. Das gibt der Verwaltung die Sicherheit, nicht wieder einer Mogelpackung aufzusitzen.
Sollte der Investor die Zeit von vier Monaten nicht nutzen oder die Bedingungen nicht erfüllen, dann wird weiterverhandelt. Nicht mit ihm, sondern mit den Bietern, die auf die Plätze zwei und drei bei der Vorprüfung kamen.
Und übrigens: Laut Auskunft von Kreditreform hat die Investorengruppe aus Bonn einen Bonitätsindex von 234. Das ist nach den von Creditreform aufgestellten Kriterien eine gute Bonität. Bei aller gebotenen Vorsicht: Niemand vermag derzeit hinter die Stirn von Verhandlungspartner zu schauen, egal ob sie aus Bonn, Wipperdorf oder Erfurt kommen.

