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Mo, 14:52 Uhr
22.08.2022
Mysteriöser Knall

Wo hat es denn da geknallt?

In Nordhausen war heute morgen ein lauter Knall zu hören, den man auch in Ebeleben und an anderen Orten in Nordthüringen vernahm. Wer oder was das Geräusch verursacht hat, hat sich nun geklärt…



Gegen zehn Uhr haben in Ebeleben Fensterscheiben und Lampen gewackelt, besorgte Leute trieb es aus den Häusern und Geschäften, schrieb uns ein Leser heute morgen. Was sich hinter dem lauten Knall verbarg war zunächst nicht herauszufinden. Eine Explosion womöglich? Beim Bergbau oder dem Kampfmittelräumern? Scheinbar war es nichts dergleichen - bei Polizei, Feuerwehr und Verwaltung konnte man die Ursache auf Nachfrage nicht benennen, von dem einen Moment abgesehen blieb es heute ruhig in Nordthüringen.

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Bleibt ein Tiefflieger der Bundeswehr und hier kommt man der Erklärung näher. Tatsächlich wurde das Geräusch durch einen „Tornado“ verursacht, nur das der nicht eben gerade tief flog. Das Flugzeug sei im Rahmen eines „Übungseinsatzes mit Überschallanteil“ gegen 10.04 Uhr in einer Höhe von 13.410 Metern von Nord nach Süd in Richtung Erfurt geflogen, so die Erklärung der Bundeswehr. Kurz vor der Landeshauptstadt habe der Pilot wieder in den Unterschallbereich gewechselt.

Die Vorgehensweise sei „aus Flugsicherheitsgründen zwingend notwendig.“, heißt es weiter. „Ein Zweck von Überschallflügen ist die Überprüfung der Funktion von Triebwerk, Steuerorganen und anderen Flugzeugsystemen unter allen vorgesehenen Einsatzparametern. Insbesondere nach Instandsetzungsarbeiten und periodisch durchzuführenden Kontrollen ist ein Testflug, auch im Überschallbereich notwendig. Ein Flugzeug wird erst dann zur normalen Nutzung freigegeben, wenn die dabei erflogenen Parameter innerhalb der vorgeschriebenen Normen liegen und somit eine exakte Reparatur bzw. Kontrolle belegen.“

Mit 1.188 km/h durch die Atmosphäre
Im Rahmen von Überschallflügen erreicht ein Flugzeug - abhängig von Luftdruck, Fluggeschwindigkeit und umgebender Luftdichte - eine Geschwindigkeit von mehr als ca. 330 Metern pro Sekunde. Das entspricht rund 1.188 km/h, bzw. 641 Knoten und höher. Eine Begleiterscheinung solcher Flüge, der sogenannte Überschallknall, ist physikalisch bedingt und wird durch die aerodynamische Form des Flugzeuges, dessen Geschwindigkeit und Flughöhe sowie die meteorologischen Bedingungen bestimmt. Mit dem Eintritt in den Bereich der Schallgeschwindigkeit treten Druckverdichtungen in der das Flugzeug umgebenden Atmosphäre auf, welche sich durch Druckstöße entladen. Diese breiten sich kegelförmig hinter der Schallquelle aus. Die Breite dieses Kegels kann bis zu 80 km betragen. Diese Druckstöße werden als Knall und Druckschwankungen wahrgenommen.

„Um die Auswirkungen dieser Flüge auf unsere Umwelt gering zu halten, wurden seitens der Bundeswehr folgende Bestimmungen zur Durchführung von Überschallflügen erlassen“, teilt die Bundeswehr weiter mit. So sind Überschallflüge, außer an Feiertagen, von Montag bis Freitag im Zeitraum 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr zulässig. In der Zeit von 12:30 Uhr bis 14:00 Uhr sind Überschallflüge zu unterlassen, sofern Einsatzgründe sie nicht zwingend erfordern. Weiterhin beträgt die Mindesthöhe für Überschallflüge über Landgebieten beträgt 36.000 Fuß, also etwa 10.972 Meter.

Überschallflüge sind zudem nur unter Radarüberwachung durchzuführen und müssen vorher mit der radarüberwachenden Stelle koordiniert werden. Der Flugweg ist außerdem so anzulegen, dass der Überschallknall dicht besiedeltes Gebiet nach Möglichkeit vermeidet.
Autor: red

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Kommentare
Leser X
22.08.2022, 16:31 Uhr
An solche und ähnliche Geräusche...
... werden wir uns wohl gewöhnen müssen, wenn der Plan unseres großen Bruders Realität wird.
Kobold2
22.08.2022, 18:00 Uhr
Wer schon länger
Auf dieser Welt ist, wird sich erinnern können......
Damals gab es wenige strenge Auflagen.
Echter-Nordhaeuser
22.08.2022, 18:03 Uhr
"Kennen wir doch oder!?"
Zu DDR Zeiten war es doch gang und gebe da sind die Russen öfters drüber geschmettert mit der russischen MiG und zum Teil so tief das man den russischen Stern gesehen hat.
Die kannten auch keine Zeiten heute dürfen sie erst nach dem Mittagsschlaf aufdrehen.
Romikon
22.08.2022, 18:04 Uhr
Leser X ! der Plan läuft
da ich relativ oft in meinem Garten bin muss ich seit ca. 2 Monaten feststellen jeden Tag wenigstens 10 Militärflugzeuge .
Das ist ein Novum.
Ist aber nur meine Beobachtung.
Marino50
22.08.2022, 18:23 Uhr
Düsenjäger
...sind zu DDR-Zeiten sehr viel unterwegs gewesen. Etliche davon waren bei Merseburg stationiert. Heute ist das sicher der Amerikaner. Ramstein lässt grüßen. Aber die Stützpunkte sollen wohl sogar noch mehr werden. Bei uns geht alles. Seit seit Wende war eigentlich Ruhe. Da fragt auch keiner nach CO2-Verschmutzung und Kerosinverbrauch. Oder fliegen die Jets schon elektrisch.
Psychoanalytiker
22.08.2022, 18:43 Uhr
Nicht aufregen, 2035 ...
... gibt es doch nur noch E-Antrieb. Das haben unsere politischen Eliten, die ohne Beruf oder Studium doch so beschlossen.

Dann kommt es nicht mehr zu Überschall, das schont auch Natur, CO², das Ozonloch, und die Gletscher und Eisberge schmelzen dann auch nicht mehr so sehr.

Die Solar-Paneele für diese Kampfflugzeuge sollen wohl gerade erfunden werden. Wer PKW und LKW und Busse, sowie ICE's (die, die noch immer mit Diesel fahren müssen) auf E-Antrieb umstellen will, muss auch Miltärfahr- und -flugzeuge, sowie Schiffe und Boote auf Elektro umstellen, das dürfte sogar unseren "Daumen-runter-Koliteuren" klar sein.

Aber wenn die die Intelligenz der o.g. "Abiturienten" haben, gibts wieder nur "Daumen runter", ist doch eigentlich klar !!??

Aber ... wer nichts als "A" will, muss auch bis "Z" durchhalten ... .
Franz Haarkamm
22.08.2022, 20:06 Uhr
Leser X meint - aus alter Gewohnheit - sicher...
... Herrn Putin, wenn er vom großen Bruder spricht. Wenn dieser seinen Traum von der Wiederherstellung des Warschauer Paktes - dessen Grenze übrigens an der Werra und nicht an der Oder lag - verwirklicht, werden wir uns an noch ganz andere Geräusche gewöhnen müssen. Im Westen wurden die Amerikaner übrigens als Freunde bezeichnet, während die UdSSR im Osten das "Sozialistische Bruderland" war. Denn Freunde kann man sich aussuchen. Und das hat Adenauer auch gemacht, als er den Weg der Westbindung, dem der Einheit verbunden mit der Neutralität vorzog.
Franz Haarkamm, Absolute Fakten für Deutschland
Wyatt Earp
22.08.2022, 20:30 Uhr
Mir ist heute auch langweilig
Für die ungedienten Pöbler und Verschwörer: "Tornados" fliegen die Amis nicht. Die haben was Besseres, es sei denn es handelt sich um einen ELOKA Tornado. Piloten müssen nun mal fliegen um ihr System zu beherrschen. Aber früher, als die MiG's in Wohngebiete gestürzt sind und der Russe sein Altöl in die Elbe geschüttet hat war natürlich alles besser. Weitermachen.
Echter-Nordhaeuser
22.08.2022, 22:21 Uhr
"Nicht nur MIG's stürzen ab"@Franz Jäger
Auch zwei Eurofighter von Rostock-Laage sind schon an der Seenplatte abgestürzt.
Und ja natürlich war früher alles besser das was heute ist ist doch nur noch Chaos, Gedöns und rum geschnullere einfach nur noch alles zum kotzen.

Anmerkung techn. Support:
Früher war schon immer alles besser.
geloescht.20221110
22.08.2022, 23:04 Uhr
Früher war alles besser - vor allem im "Westen" ?
...als alle zwei Wochen ein Starfighter abstürzte - war "Franz Jäger" noch das beliebteste Objekt der "Olsenbande" ?

Wikipedia:

"Von den 916 von der Bundeswehr beschafften F-104 stürzten insgesamt ein Drittel ab, wobei 116 Piloten ums Leben kamen.[1] Dies brachte dem Flugzeugtyp sarkastische Bezeichnungen wie Witwenmacher, Erdnagel, fliegender Sarg oder Sargfighter ein.[2]"
Wyatt Earp
22.08.2022, 23:31 Uhr
dann freu Dich doch Ost-Ekel Alfred
was so ein richtiger West-Hasser ist, der freut sich doch an den vielen Witwen Machern.

Die Presse und die Regierung waren in der damaligen Bundesrepublik wenigstens ehrlich. Die haben über ihre Abstürze berichtet. In deiner kleinen Zone war es üblich, die ganzen Opfer und Kollateralschäden unter den Tisch zu kehren.

Immer schön munter bleiben Alfred und ich finde es total gut, dass unsere Luftwaffe und Heeres- und Marineflieger wieder anständig üben, um uns vor Putinolzen zu bewahren. Das gehört mit Sicherheit zum Beitrag!
Ismael
23.08.2022, 07:00 Uhr
Mensch da kommen doch Kindheitserinnerungen hoch
So ein Überschallknall zum Mittag weckt tatsächlich die Erinnerungen an die gute alte Zeit. Da sind wir fast Mal beim Angeln von Steg gefallen weil die Migs so tief über uns weg geflogen sind... Und das mit dem angeln hatte sich dann auch öfters erledigt nachdem die roten Brüder mit ihren T72 zwecks Waschung oder Tauchübung in den See gefahren sind und das Wasser anschließend so herrlich geschimmert hat von dem Ölfilm an der Oberfläche. Oder die Mi8 bzw ab und zu Mi24 Helikopter die am Himmel ratternt ihre Kreise zogen.
Und Übungsplätze wurden auch nicht gebraucht, da konnte man einfach Mal zwei Wochen nicht in die Nähe eines Waldstückes gehen weil man freundlich auf russisch darauf hingewiesen wurde das aus der Kalaschnikow auch vorne nicht nur Rauch raus kommt.
Und wie schön die Dorfstraße aussah nachdem so eine Panzerkolonne da durchgezogen war...herrlich diese abgeplatzten Schlackesteine.
Aber dafür haben die netten rotarmisten oft Abzeichen etc. gegen essen und trinken getauscht.
Jaja, die gute alte Zeit...möge sie nie wieder kommen.
grobschmied56
23.08.2022, 10:22 Uhr
Tatsächlich hat sich kaum jemand...
... zu DDR-Zeiten über einen Knall mokiert, der war zeitweise alltäglich. Ebenso Militärkolonnen, welche die Straßen und die Nerven der übrigen Verkehrsteilnehmer strapazierten.
Was den Starfighter F 104 G anbelangt, so rührt seine hohe Absturz-Quote schlicht von einer überhasteten Einführung und falscher Einsatz-Doktrin her.
Ursprünglich war das Flugzeug als leichter und schneller Abfangjäger konzipiert. Die Rolle spielte er auch recht gut, in den Händen erfahrener US-Piloten.
Die Bundes-Luftwaffe versuchte aus dem Flugzeug dann eine eierlegende Woll-Milch-Sau zu machen. Es wurde mit Rüstsätzen überfrachtet, bis zum doppelten des ursprünglichen Gewichtes. Allwetter-Jäger, Jagd-Bomber, das Gerät sollte für Alles und Jedes herhalten, und das in der Hand unerfahrener, per Crash-Kurs schnellbesohlter Flug-Amateure. Konnte nicht gut gehen, ging auch nicht gut.
geloescht.20221110
23.08.2022, 10:26 Uhr
Franz Jägers "Beitrag" - im Kampf gegen Putin ?
...und ich finde es total gut, dass unsere Luftwaffe und Heeres- und Marineflieger wieder anständig üben, um uns vor Putinolzen zu bewahren. Das gehört mit Sicherheit zum Beitrag!...

Der Spiegel 5/1966

"Mit einem düsteren Wort umschrieb unlängst der Bundesluftwaffen-Brigadegeneral Hellmut Bertram, welchen Beitrag die Bundesrepublik »zunächst einmal . . . für das große atlantische Verteidigungsbündnis« leiste:

»Sie stellt den Kriegsschauplatz.«"

Wenn das noch zutrifft, dann gnade uns Gott !
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