Di, 15:15 Uhr
07.02.2006
Opfer der Politik
Nordhausen (nnz). Der LV Altstadt 98 hat nicht nur in punkto Nachwuchsförderung einiges auf der Pfanne, in diesem Verein werden auch die Traditionen gepflegt. Vor einigen Tagen wurde ein einstiger Weltrekordler aus der damaligen Bundesrepublik begrüßt.
Opfer der Politik (Foto: nnz)
Am 25. und 26. Juli 1980 saß während der Olympischen Spiele in Moskau ein junger Leichtathlet der Bundesrepublik traurig als Zuschauer im Lenin-Stadion. Durch den Boykott der BRD-Sportführung durfte er nicht starten, obwohl er einige Wochen vorher einen neuen Weltrekord im Zehnkampf mit 8649 Punkten aufgestellt hatte und die Chance gegeben war, Olympiasieger zu werden. Die Ironie des Schicksals wollte es übrigens, daß es dem zweimaligen Goldmedaillengewinner im Marathonlauf, Waldemar Cierpinski, vier Jahre später in Los Angeles durch den Verzicht der DDR und der meisten Ostblockländer ebenso erging. Dieser junge Sportler von damals ist der ehemalige Zehnkampfer Guido Kratschmer, der durch Vermittlung des Sportfreundes Martin Räcke kürzlich Gast beim LV Altstadt 98 Nordhausen war.
Vereinsvorsitzender Dieter Jürgens begrüßte ihn recht herzlich und vermittelte ihm einen Überblick über unseren Verein. Durch Power-Point-Darstellungen zeigte Martin Räcke Ausschnitte aus Wettkämpfen Guido Kratschmers, ergänzt durch Bilder von Starts der jungen Altstadtathleten. Zur Gesprächsrunde gehörten unter anderem die Mehrkämpfer René Zimprich, Kai Rammelt und Sven Jäger. Daher waren die richtigen "Fachleute" beieinander, der Kontakt schnell hergestellt und das Eis gebrochen. Es war schon recht erstaunlich, daß es trotz der Leistungsunterschiede doch viele Gemeinsamkeiten in punkto Training, im Wettkampf und besonders in der Pausengestaltung zwischen den einzelnen Disziplinen des Zehnkampfes gab,
Zur Erinnerung an diesen eindrucksvollen Abend übergab Vereinsvorsitzender Dieter Jürgens dem sympathischen Gast eine gebundene Ausgabe unserer bisherigen Vereinszeitungen und ein Tröpfchen des edlen Getränkes, welches den Namen von Nordhausen in Deutschland so bekannt gemacht hat.
Autor: nnz
Opfer der Politik (Foto: nnz)
Am 25. und 26. Juli 1980 saß während der Olympischen Spiele in Moskau ein junger Leichtathlet der Bundesrepublik traurig als Zuschauer im Lenin-Stadion. Durch den Boykott der BRD-Sportführung durfte er nicht starten, obwohl er einige Wochen vorher einen neuen Weltrekord im Zehnkampf mit 8649 Punkten aufgestellt hatte und die Chance gegeben war, Olympiasieger zu werden. Die Ironie des Schicksals wollte es übrigens, daß es dem zweimaligen Goldmedaillengewinner im Marathonlauf, Waldemar Cierpinski, vier Jahre später in Los Angeles durch den Verzicht der DDR und der meisten Ostblockländer ebenso erging. Dieser junge Sportler von damals ist der ehemalige Zehnkampfer Guido Kratschmer, der durch Vermittlung des Sportfreundes Martin Räcke kürzlich Gast beim LV Altstadt 98 Nordhausen war.Vereinsvorsitzender Dieter Jürgens begrüßte ihn recht herzlich und vermittelte ihm einen Überblick über unseren Verein. Durch Power-Point-Darstellungen zeigte Martin Räcke Ausschnitte aus Wettkämpfen Guido Kratschmers, ergänzt durch Bilder von Starts der jungen Altstadtathleten. Zur Gesprächsrunde gehörten unter anderem die Mehrkämpfer René Zimprich, Kai Rammelt und Sven Jäger. Daher waren die richtigen "Fachleute" beieinander, der Kontakt schnell hergestellt und das Eis gebrochen. Es war schon recht erstaunlich, daß es trotz der Leistungsunterschiede doch viele Gemeinsamkeiten in punkto Training, im Wettkampf und besonders in der Pausengestaltung zwischen den einzelnen Disziplinen des Zehnkampfes gab,
Zur Erinnerung an diesen eindrucksvollen Abend übergab Vereinsvorsitzender Dieter Jürgens dem sympathischen Gast eine gebundene Ausgabe unserer bisherigen Vereinszeitungen und ein Tröpfchen des edlen Getränkes, welches den Namen von Nordhausen in Deutschland so bekannt gemacht hat.


