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Di, 13:08 Uhr
26.07.2022
Aus dem Landtag

CDU: Regierung muss Ernährungssicherheit gewährleisten

Thüringen müsse in der aktuellen Krise den Bauern helfen, um die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Ministerpräsident Ramelow und Ministerin Karawanskij müssen jetzt den Druck auf den Bund erhöhen, damit es nicht zu einer drastischen Verknappung von Agrarprodukten kommt...

Das fordert der landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Marcus Malsch, mit Blick auf die Agrarministerkonferenz am Donnerstag. Diskutiert wird dort der Vorschlag der EU-Kommission, die Flächenstilllegung und die Fruchtfolgeregeln ein weiteres Jahr auszusetzen. Damit könnten bundesweit zusätzliche 1,5 Millionen Hektar für den Getreideanbau freigemacht werden.

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Umsetzen müssen es aber die Mitgliedsstaaten. Malsch: „Es reicht jetzt nicht mehr, freundliche Briefe nach Berlin zu verschicken. Die Landesregierung muss hart in der Sache für die Interessen Thüringens einstehen – wir brauchen mehr Anbauflächen und müssen die ausgestreckte Hand der Kommission ergreifen. Es ist fünf vor zwölf.“ Brüssel hatte ein weiteres Aussetzen der geplanten Stilllegung von vier Prozent Ackerfläche sowie des Fruchtwechsels im letzten Moment ins Spiel gebracht. Malsch: „Das ist mit Blick auf die unsichere Lage im weltweiten Ernährungssystem infolge des Krieges in der Ukraine mehr als richtig. Je mehr Getreide wir in der Europäischen Union produzieren, desto sicherer ist die Ernährungslage auf der Welt. Jede einzelne Tonne zählt.“ Die Bauern bringen in den nächsten Wochen die Saat für das kommende Jahr aus.

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Mario Voigt, nimmt in dem Zusammenhang auch Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir in die Pflicht. Der Grünen-Politiker hatte sich zuletzt gegen ein weiteres Aussetzen gestemmt. Voigt: „Özdemir muss die Öffnungsklausel aus Brüssel jetzt zwingend in Deutschland umsetzen. Stark steigende Lebensmittelpreise und eine drohende weltweite Hungersnot, das muss auch der Minister erkennen und in seiner ablehnenden Haltung eine Kehrtwende vollziehen.“ Deutschland müsse als eines der größten Agrarstaaten seiner Verantwortung innerhalb der Europäischen Union Rechnung tragen, so Voigt. „Es wäre grotesk, in dieser schwierigen Lage nicht alles zu tun und die vorhandenen Instrumente anzuwenden, die zu einer Besserung der Ernährungssicherheit beitragen.“

Erst am Wochenende habe der feige Angriff Putins auf den Hafen im ukrainischen Odessa gezeigt, wie ernst die Lage sei, erklärt Voigt. Der Hafen ist zentral für den Getreideexport. Kurz zuvor hatten sich UN-Generalsekretär António Guterres und der türkische Präsident, Recep Erdogan, mit Russland geeinigt, das über 20 Millionen Tonnen Getreide aus der Ukraine ausgefahren werden dürfen. Voigt: „Unter diesen Vorzeichen wäre niemandem zu erklären, dass Deutschland vier Prozent seiner Ackerflächen stilllegt.“
Christian Voigt
Leiter digitales Nachrichtenzentrum
Autor: red

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Kommentare
Kitty Kat
26.07.2022, 16:17 Uhr
Nicht zu verstehen
Seit Februar bahnt sich die Krise an, doch trotzdem werden Flächen stillgelegt, werden Ackerflächen zu Solarparks umfunktioniert und es wird in Größenordnungen Grünkram für Biomethananlagen angebaut. Wie wäre es stattdessen mit Essen erzeugen?
Unsere Eliten in Bund und Ländern fahren unser ehemals anerkanntes deutsches Vaterland nun voll an die Wand.
Hauptsache, die hochwichtige Frage, ob die Regenbogenfshne auf den Reichstag darf, konnte noch vor dem vergangenen Wochenende glücklich gelöst werden.
Kobold2
26.07.2022, 18:38 Uhr
Wirklich nicht zu verstehen
Das immer nur die Politiker die Schuldigen sein sollen.....
Unsere Bauern werden nächstes Jahr noch weniger anbauen, weil sie die Sachen nicht los werden und dieses Jahr lieber untergepflügt haben....
Weil der deutsche Volltrottel nur bis zur eigenen Türschwelle denkt, lieber billiges Zeug, das aus dem Ausland angkarrt wird, kauft und dabei nicht merkt , daß er sich dabei langfristig selbst ins Knie schießt.
Geiz frisst Hirn.
Halssteckenbleib
26.07.2022, 20:25 Uhr
Ernährungssicherheit
wird schon gewährleistet.Nur kein Stress. Es gibt halt in unserer modernen reichen Welt nur noch Krisen.Ich hoffe jeden verdammten Tag das in China nicht noch als Krisenhöhepunkt ein Sack Reis umfällt.Dann wären wir alle verloren.Einfach nur noch schlimm diese moderne Entwicklung.
grobschmied56
27.07.2022, 00:55 Uhr
Die Briten hatten den richtigen Riecher...
... als sie sich aus dem EU-Club verabschiedet haben. Kurzfristig Schwierigkeiten, aber auf lange Frist werden sie uns auslachen. Wie man halt lacht, wenn man das wirre Treiben von Deppen aus der Ferne betrachtet.
Man muß sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Getreide wird knapp, vielen armen Menschen auf der Welt droht Hunger. Die EU bleibt eisern bei ihrem PLAN und legt Anbauflächen still.
Von was für einem Neutronenstern wird BRÜSSEL beschienen, oder besser gesagt bestrahlt, daß die dort so einen Knall haben?
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