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Di, 11:39 Uhr
26.07.2022
Nach Hoffnung kommt Ernüchterung

IHK: Kein Ende der Energiekrise in Sicht

Die angekündigte weitere Senkung der Gas-Lieferungen durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 zeigt noch einmal deutlich, dass in Thüringen und im gesamten Osten schneller agiert werden muss, um unabhängiger vom russischen Gas zu werden. Das sagt dazu die Erfurter Industrie- und Handelskammer...


Zwei Wochen lang haben die Hauptgeschäftsführerin Dr. Cornelia Haase-Lerch und der Präsident Dieter Bauhaus der Industrie- und Handelskammer Erfurt regionale Unternehmen besucht, um die aktuelle Krisenlage zu analysieren und zu besprechen. „Durch das große Kosten- und Versorgungsrisiko geht es um das Überleben von Unternehmen, um die Sicherung von Arbeitsplätzen und unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt”, mahnt Haase-Lerch und drängt auf ein schnelles Handeln der politischen Akteure.

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Es sind vor allem drei Dinge gefordert, um die Energiewende in Thüringen auf den Weg zu bringen:
  • Wir fordern einen schnellen Energieplan für Thüringen: Das Thema Energie darf nicht in die Sommerpause gehen. Alle Beteiligten müssen in einem Energiegipfel zusammengeführt werden, um notwendige Lösungen schnellstmöglich auf den Weg zu bringen. Hundertausende von Thüringern fahren morgens zur Arbeit in ein Unternehmen, das Gas bzw. Energie benötigt. Fachkräfte und Unternehmen brauchen Sicherheit und Perspektiven. Unternehmer können jedoch aktuell kaum planen, wissen nicht, ob und wie sie umrüsten können oder sollten. Hier braucht es dringend mehr Planbarkeit.
  • Wir fordern Technologieoffenheit und einen Mix verschiedener Energieformen: Nur damit kann man den verschiedenen Energieanforderungen der Unternehmen gerecht werden und nur so kann der gesamte Energiebedarf der Unternehmen gedeckt werden.
  • Wir fordern einen Bürokratieabbau-Booster: Kraftraubend und entmutigend für die Wirtschaft sind insbesondere unverhältnismäßig viele Regularien und unsäglich lange Bearbeitungszeiten von zu vielen Genehmigungen. Die anstehende Transformation muss durch einfachere, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren unterstützt werden.
Neben vielen anderen Unternehmern verdeutlichte auch Dieter Ortmann, Geschäftsführer der maxx solar & energie GmbH & Co. KG, dass die notwendige Energiewende durch hohe bürokratische Hürden ausgebremst wird.

„Energie haben wir genug. Und die Bereitschaft von Unternehmen und Investoren auf alternative Energieformen wie Solar umzustellen ist sehr hoch. Nun müssen jedoch dringend und zeitnah verkrustete, bürokratische und baurechtliche Hürden beseitigt werden. Während die Installation einer Solaranlage maximal vier Wochen dauert, beträgt die Bearbeitungszeit aller auferlegten Regularien für eine Anlage bis zu 1,5 Jahre. Die Landespolitik kann die Firmen unterstützen, indem sie sich beim Bund für eine Deregulierung einsetzt und die regionalen Netzbetreiber maximal unterstützt.“

Die aktuelle Umfrage zum DIHK-Energiewendebarometer zeigt, dass fast zwei Drittel der Industriebetriebe (63 Prozent) in den hohen Stromkosten und Gaspreisen eine Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland sehen. Die Auswertung zeigt außerdem: Die hohen Energiepreise zwingen immer mehr Unternehmen zu einer Drosselung ihrer Produktion oder gar zur Aufgabe ganzer Geschäftszweige. Laut Umfrage des DIHK betrifft das bereits 16 Prozent der Industriebetriebe.
Autor: psg

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Kommentare
Rob2000
26.07.2022, 12:19 Uhr
Die Lösung
Handschlag mit Russland...und die Hälfte der Probleme im Land wären weg.
Gegen die USA hat die EU auch nie Sanktionen gemacht...und der Russe wird seine Rohstoffe auch anderweitig los.
Das einzige was diese Sanktionen bewirken...das eventuell viele ihre Arbeit verlieren und sich die Kosten zum Leben nicht mehr leisten können. Und daraus wird es irgendwann mal ein Bürgerkrieg geben so wie mans aus dem TV kennt.
Nur hoffentlich werden die Verantwortlichen auch mal zur Rechenschaft gezogen!
Auch bei dem dummen Michel ist irgendwann mal Feierabend!
Paulinchen
26.07.2022, 12:54 Uhr
Man kann...
... es kaum noch hören oder lesen. Es ist das Unvermögen unserer Politiker, welche geglaubt haben, dass ein Putin vor ihnen ins Mauseloch kriecht.
Gestern wurde noch die Erfolgsmeldung durch alle Medien gejagt, Deutschland hat nun endlich die Gepardpanzer geliefert und weitere werden folgen. Kurz darauf standen den Politikern die Augen vor dem Kopf, als Gazprom die Meldung machte, es gibt nur noch 20Prozent an Gas. Mit etwas Intelligenz, müsste man sich nicht so verwunderlich stellen und schimpfen. Mit anderen Worten, der Ruf nach dem sofortigen Gasstopp am 25.3. wurde von Putin erhört. Was nun Ihr schlauen GRÜNEN, glaubt Ihr immer noch an den Endsieg der Ukraine?? Zumindest für Deutschland, sieht es eher schlecht aus. Der Kriegspfad der Grünen, führt uns selbst in den Ruin. Vielleicht ist es bald notwendig, dass auch wir uns eine neue Regierung leisten, praktisch so wie 1989. Nur damals fiel kein einziger Schuss. Hatten wir da riesiges Glück, weil da die Grünen hier noch nicht agierten??
diskobolos
26.07.2022, 13:16 Uhr
Warum so einseitig, Paulinchen?
"Der Kriegspfad der Grünen..."
Nicht, dass ich die Politik in dieser Frage gutheiße, aber sie so einseitig den Grünen zuzuordnen, geht wohl nur, wenn man ein Auge zukneift.
Anfeuerer des Krieges finden sich mindestens genauso in SPD (Lamprecht), FDP(Strack-Zimmermann) und der Union (Rödgen). Weitere Namen kann ich mir wohl sparen . . .
copper
26.07.2022, 13:41 Uhr
Ich wundere mich auch
das immer noch Gas, Öl und Steinohle aus Russland kommt.
Nicht nur Frau Dr. Haase-Lerch und Herr Bauhaus fordern und fordern. Machen tut
keiner was. Was auch.
Gestern werden in allen Medien 3 DEUTSCHE top auf Vordermann gebrachte
Gepard -Luftabwehrpanzer in die Ukraine gebracht. Total in Ordnung. Es kommen noch mehr.
Frau Baerbock, Herr Habeck, jetzt auch Herr Lindner und Herr Merz wollen noch mehr
totbringende Waffen in die Ukraine senden.
Da wundere ich mich das Russland uns noch nicht den Hahn abgedreht hat. Wenn das so
weiter geht, ist es nur eine Frage der Zeit. Dann sind nicht nur die Beschäftigten aus
Thüringen zu Hause , sondern die ganze tolle Bundesrepublik mit Ihren MACHERN.
Sanktionspaket 1-6 wunderbar, ohne Ersatz zu haben , aber beschließen.
In diesem Beschließer Team gibt es ja noch eine tolle Fachfrau. Frau von der Leyen, als
EU Präsidentin, die toppt noch unsere MACHER:
Der Otto Normalbürger freut sich erst einmal über das 9€ Ticket, es nutzt so richtig im
ländlichen Raum Niemand. 300€ Energiepauschale(Lug - 150 -190€) ist ja Pinots.
In meinem Haushalt verbrauche ich im Jahr ungefähr 15000 KWH an Gas. Mein Jahrespreis in den letzten zwei Jahre 1200 € , jetzt, heute aktuell der billigste Anbieter in
Deutschland, 3950 € für ein Jahr. Das erwischt JEDEN hier in Deutschland wo Wärme
und Warmwasser mit Gas erzeugt wird. Aber es muss noch etwas mehr Du....eit regnen
bis das jeder verstanden hat. Da können sich die Macher die Eneriepauschale in die
Haare schmieren. Wärmeräume, meine Mutter hat hier in Nordhausen die zwei
Bombenangriffe erlebt, mit Todesopfern in der Familie, aber Wärmeräume hat sie nicht erlebt. Diese Regierung ist etwas mehr als ein halbes Jahr an der Macht ( machtgeil ) ,
aber so eine OHNMACHT habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt.
Waffen , Waffen , Waffen , beschimpfen und verunglimpfen , weiter so.
Alles zum Wohl der Bürger der Bundesrepublik Deutschland , den Weltrettern !

in den letzten zwei Jahren
Paulinchen
26.07.2022, 14:04 Uhr
@ discobolus...
... da bin ich ja mal in der Tat direkt bei Ihnen. Die Strack- Zimmermann kann man ebenfalls nicht mehr ertragen. Ich habe sie mal im. BR TV zum Frühschoppen gesehen. Da kamen bei mir die übelsten Erinnerungen an den 2. WELTKRIEG hoch. Die Frau dürfte niemals einen Ministerposten bekommen. Sie ist für mich unberechenbar. Die Düsseldorfer haben ihr bestimmt keine Tränen nachgeweint. Nun um nicht jeden aufzuzählen, es trifft das Wort Politiker eigentlich auf alle derzeitigen zu, welche die Hand für die Sanktionen gegen Russland gehoben haben. Es wird höchste Zeit, dass im Bundestag mal endlich mit dem Drahtbesen gereinigt wird. In diesem Club, reichen durchaus 301 Nasen. Hauptsache es ist eine ungerade Zahl. Damit keine 100 Prozent Einigung erzielt wird. Diesmal haben Sie, discobolus einen Daumen hoch von mir.
Kobold2
26.07.2022, 17:15 Uhr
Handschlag mit Russland
Was hatten wir bisher???
Wenn es nicht so traurig und ernst wäre, könnte man.......
Romikon
26.07.2022, 17:41 Uhr
Wir haben keine Energiekrise aber wohl eine Krise mit unseren unfähigen Politikern
Sie machen den zweiten Schritt vor dem ersten. Indem sie unausgereifte Technologien ausschliesslich verwenden wollen,die gleichzeitig neue Abhängigkeiten in anderen Ländern als Russland bringen,keine unerschöpflichen Rohstoffe haben und deren Entsorgung bei ausgedienten Windkraftflügeln z.B. darin besteht diese in "Massengräbern" einzubuddeln.
Gleichzeitig vorhandene Energieträger einfach abschalten ohne eine wirkliche Alternative zu haben.
Die Krönung ist anderen politische Vorschriften (Russland) machen zu wollen.Dabei keine Rücksicht auf bestehende Wirtschaftsverträge und Bauverträge zu achten(Nord Stream 2) und die Versorgung der eigenen Bevölkerung sträflich gefährden.
Die Energiekriese ist "hausgemacht" und die jetzigen Preise eine Schuld dieser Politiker.
Müssen wir uns sowas gefallen lassen?
Dann stellt man sich auch noch hin und will uns Vorschriften machen um zu sparen .
Die sind dazu da um unsere Versorgung zu sichern.Dafür werden sie von uns bezahlt.Und nicht umgekehrt.
henry12
26.07.2022, 20:12 Uhr
Energie
Fast jeder kennt Schach. Züge des Gegners werden voraus "gedacht".
Das selbe gilt in der Wirtschaft, erst recht in der Politik. Das nennt man
vorausschauendes - oder strategisches Denken und Handeln.
Genau das hat die politische Elite, also z.B Ha/bock, komplett vergeigt.
"Abhängigkeit von russischer Energie „für immer“ auf Null reduzieren"
Diese Forderung geht dann wohl in Erfüllung. Warum dann die ganze Aufregung ?
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