eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Do, 11:08 Uhr
02.02.2006

Claus on Tour

Nordhausen (nnz). Landrat Joachim Claus (CDU) war wieder im Landkreis auf Tour. Diesmal machte er einem Produktionsbetrieb und einer privaten Bildungseinrichtung seine Aufwartung. Wo sich der Landrat „rumtrieb“, das erfahren Sie mit einem einzigen Klick.

Claus on Tour (Foto: nnz) Claus on Tour (Foto: nnz)

Bei der NOI Rotortechnik GmbH in Niedersachswerfen informierten der Betriebsleiter Jürgen Simon und der Technische Leiter Niels Ludwig über ihre intensiven Bemühungen, trotz der bestehenden Insolvenz die Fertigung von glasfaserverstärkten Rotorblättern für Windkraftanlagen mit den vorhandenen Arbeitskräften aufrecht zu erhalten. Dabei werden sie auch von der Insolvenzverwaltung unterstützt. Zur Zeit realisieren die 80 Mitarbeiter u.a. Aufträge für die Volksrepublik China und Nordeuropa.

Die Firma ist nach wie vor auf dem Markt bekannt und präsent und rechnet mit weiteren Aufträgen. Um die Fertigung und den Absatz perspektivisch zu sichern und am überwiegend politisch gesteuerten Markt bestehen zu können, sind jedoch Neuentwicklungen an den Rotorblättern nötig. Hierfür bestehen aber im Rahmen der Insolvenz auf Grund erforderlicher finanzieller Vorleistungen keine Spielräume. Die wichtigste gemeinsame Aufgabe ist die Forcierung der Suche nach einem Investor, der die NOI Rotortechnik übernimmt und bereit ist, erforderliche Forschungs- und Entwicklungsleistungen zu finanzieren. Hierbei sollen auch verstärkt Instrumente der Wirtschaftsförderung, wie Kooperations- und Technologiebörsen wichtiger wirtschaftsrelevanter Einrichtungen des Landes Thüringen genutzt werden.

Die Gesprächspartner waren sich einig, dass der Standort im Industriegebiet Kohnstein erhaltenswert ist: Vorteile sind u.a. die qualifizierten Mitarbeiter, die gute Verkehrsanbindung, die vorhandenen großräumigen Werkhallen mit guter technischer Ausstattung, die ausreichende Lagerfläche und nicht zuletzt das Ausbildungszentrum für Berufe mit guten Vermittlungschancen im Bereich Faserverbundtechnik.

Im Anschluss ging es zur pro vita Akademie Nordhausen gGmbH. Schulleiterin Uta Triebel begrüßte den Landrat und seine Begleitung sehr herzlich. Die Gäste konnten sich während eines Rundganges durch die ansprechende Jugendstilvilla und dem anschließenden Gespräch vom außerordentlichen Engagement und der Kreativität der Schulleiterin und ihrer Mitarbeiter bei der erfolgreichen Entwicklung der Akademie überzeugen.

Erst vor einigen Wochen feierte diese in Nordthüringen einzige staatlich anerkannte private Bildungseinrichtung für medizinische, sozial-pflegerische und sozialpädagogische Berufe ihr 15-jähriges Jubiläum. Uta Triebel erläuterte eindrucksvoll, welch große Hürden in den Anfangsjahren des Aufbaus der Akademie überwunden werden mussten. Auch die Sanierung des historischen Akademiegebäudes erforderte hohen personellen und finanziellen Aufwand.

Die Räumlichkeiten sind gemäß dem historischen Charakter individuell und zweckmäßig eingerichtet und bieten ausgezeichnete Arbeits- und Lernbedingungen. Eine moderne Sporthalle und ein als Schülergaststätte errichteter Pavillon beeindruckten besonders. Überall bezeugen liebevoll präsentierte Gestaltungselemente das kreative Schaffen der Schülerinnen und Schüler und ihre Verbundenheit mit der Einrichtung. All das sind gute Voraussetzungen für die vorherrschende hohe Lerndisziplin und den freundschaftlichen Umgang der Schüler untereinander.

Die Ausbildung erfolgt in den Fachrichtungen Physiotherapie, Heilerziehungspflege, Erzieher, Altenpflege Masseur/medizinischer Bademeister und Kinderpflege. Angesichts der geforderten Flexibilität und Mobilität berufstätiger Mütter strebt die Schulleiterin für die Kinderbetreuung die Anerkennung des Berufsbildes der Tagespflegerin an und steht in dieser Frage mit dem Kultus-ministerium in Verhandlung. Über 1800 Absolventen hat die Akademie bereits zu verzeichnen. Zur Zeit lernen hier rund 600 Schüler, wobei auf Grund der begrenzten Kapazität der Nachfrage nicht vollständig entsprochen werden kann. Die ausgebildeten Jugendlichen haben bei vorausgesetzter hoher Mobilität eine hervorragende berufliche Perspektive. Sie sind deutschlandweit und im europäischen Raum, z.B. in Österreich und der Schweiz, als Arbeitskräfte begehrt.

Trotz Kürzungen der Landeszuschüsse für Privatschulen soll die Ausbildung in hoher Qualität fortgesetzt werden. Dafür steht der Schulleiterin ein qualifiziertes und motiviertes Team von 40 fest angestellten Lehrern und Honorarkräften zur Verfügung. Gute Kontakte bestehen auch zu den Praktikumseinrichtungen der Region. Die Akademie strebt darüber hinaus eine Kooperation in den ihrem Bildungsprofil adäquaten Studiengängen mit der Fachhochschule Nordhausen an.

Landrat Joachim Claus bot beim Knüpfen von Kontakten der Akademie zum befreundeten Partnerlandkreis Unterallgäu in Mindelheim seine Hilfe an. Neben der Möglichkeit des Erfahrungs- und Informationsaustausches würden sich auf diesem Wege auch Chancen für erfolgreiche Vermittlungen von Absolventen der Akademie in die Region Unterallgäu eröffnen.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)