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Mi, 15:04 Uhr
01.02.2006

Vor Augen geführt

Nordhausen (nnz). Vor dem ökumenischen Kindergarten in der Nordhäuser Elisabethstraße führt jetzt eine große Anzeigetafel den Autofahrern im Wortsinn die gefahrene Geschwindigkeit vor Augen. Warum das „Big-Brother-Teil“ dort installiert wurde, das hat die nnz erfahren.

Vor Augen geführt (Foto: nnz) Vor Augen geführt (Foto: nnz)

Die Anlage misst die Geschwindigkeit jener Fahrzeuge, die von oben in die Elisabethstraße in Richtung Hohensteiner Straße einfahren und zeigt sie über das Display an. Die Anlage dient weder der Überwachung noch ist sie ein „Blitzer“ – vielmehr soll sie an dieser Stelle, wo sich Bus-, Auto-, und Fußgänger kreuzen, die Verkehrssicherheit erhöhen.

Die Stadtverwaltung setzt mit dieser Anlage – die von mehreren Sponsoren finanziert wird – auf den Selbst-Erziehungseffekt, da die Kraftfahrer auf diese Art und Weise auffällig auf die eventuell überhöhte Geschwindigkeit hingewiesen werden. Der Bereich der Elisabethstraße gehört zu einem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich, in dem die Maximal-Geschwindigkeit auf 20 km/h beschränkt ist.

Darüber hinaus wurde die Verkehrssituation im Bereich vor dem ökumenischen Kindergarten durch die Einrichtung eines zusätzlichen Bushalteplatzes in der Hohensteinerstraße entspannt. Dieser Platz hat eine gewisse Pufferfunktion, insbesondere in den Morgenstunden, wenn sich Schüler-, Kindergarten- und Durchgangsverkehr in der Elisabethstraße konzentrieren.

In der Vergangenheit hatten sowohl Anwohner als auch Stadträte auf Gefahren durch das falsche Verhalten von Fahrzeugführern vor Schulen und Kindergärten hingewiesen.
Autor: nnz

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