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Di, 14:39 Uhr
31.01.2006

Neu ausgerichtet

Nordhausen (nnz). „Die Entwicklung der letzten Monate gibt uns Zuversicht. Was wir jetzt auf dem Arbeitsmarkt brauchen ist Kontinuität und mehr Sicherheit“, resümiert Simone Simon, Vorsitzende der Geschäftsführung der Nordhäuser Arbeitsagentur, das vergangene Jahr. Die nnz mit der Bilanz eines aufregenden Jahres.


Das Jahr 2005 war für die Agentur insbesondere durch die Fortführung des Reformprozesses geprägt. Die Umsetzung des SGB II und die eigene größte Umstrukturierung ihrer Geschichte zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen ließen das vergangene Jahr ereignisreich und arbeitsintensiv werden. Veränderte Strukturen, wie beispielsweise die Einrichtung eines Arbeitgeberservices, waren 2005 von großer Bedeutung.

Fast 4.000 Mal waren die Vermittler seit dessen Gründung im Außendienst. Für rund 2.500 Arbeitslose konnten dabei Arbeitsstellen gewonnen werden. Durch intensive Kontakte mit Unternehmen und Verwaltungen gab es im letzten Jahr insgesamt einen Zugang von 9.685 freien Arbeitsstellen, immerhin fast 3.000 mehr als 2004. Über 5.100 der gemeldeten Stellen waren versicherungspflichtig. Die größte Steigerung fand im Bereich Nordhausen selbst statt. Über 2.200 mehr, nämlich 4.954 Arbeitsplätze wurden registriert.

„Mit dem neuen Kundenzentrum gab es für unsere Kunden einen deutlich erlebbaren Schritt im Zuge der Neuorganisation“, erläutert Simone Simon. Kernpunkt stellt die Terminierung aller Beratungsgespräche dar. „ Wir haben täglich mit persönlichen Schicksalen zu tun. Die berufliche Zukunft unserer Kunden erfordert unsere Aufmerksamkeit und gezielte Vorbereitung. Wir arbeiten deshalb mit einer festen Zeiteinteilung“, so Simon. Die interne Reform der Agentur hat das „Innenleben“ sowohl für Besucher als auch für Mitarbeiter verändert. Das Problem des ungesteuerten Kundenstroms und der langen Warteschlangen wurde gelöst. Bedenkt man dabei, dass täglich bis zu 250 Menschen den im Eingangsbereich der Agentur befindlichen Empfang ansteuern, um die unterschiedlichsten Anliegen zu klären. Viele der Fragen können bereits dort beantwortet werden. Nahezu drei Viertel der Leistungsanträge – durchschnittlich 45 Anträge täglich – werden noch in Gegenwart des Kunden oder am Tag der Abgabe abschließend bearbeitet. Wer seinen Antrag abgibt, erfährt damit schneller als früher, wie viel Geld er bekommt.

Das Kernstück – die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe - offenbarte eine verdeckte Arbeitslosigkeit unter den Sozialhilfeempfängern. Als Folge ergab sich in den ersten drei Monaten des Jahres 2005 ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen um rund 3.000 Personen. Ab April war ein Rückgang festzustellen, der hauptsächlich auf Grund saisonaler Effekte, aber auch durch die Arbeitsfähigkeit der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaften zustande kam. Die Arbeitsgemeinschaften in Nordhausen und im Kyffhäuserkreis wurden von der Arbeitsagentur neben einer fachlichen und räumlichen Unterstützung vor allem personell gestärkt. Für eine optimale Betreuung der ALGII - Empfänger im Bereich des Fallmanagements, der Vermittlung und der Leistungsgewährung stellte die Arbeitsagentur insgesamt 163 Planstellen zur Verfügung.

Die Arbeitslosigkeit lag im Jahresdurchschnitt 2005 bei 29.832 und sank damit im Vergleich zum Vorjahr, trotz des Anstiegs im Frühjahr, um über 200 Personen. Seit März ist, ein ständiger Rückgang des Arbeitslosenbestandes festzustellen. Selbst im November war die Arbeitslosigkeit auf einem für diese Jahreszeit doch niedrigem Niveau. Erst im Dezember wurde durch die witterungsbedingten Entlassungen eine Erhöhung der Zahl der Jobsuchenden registriert. Dennoch ist der Dezember mit 27.483 um über 3.000 unter dem Vorjahresniveau geblieben. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, lag im Jahr 2005, wie auch im Vorjahr bei 19,7 Prozent.

Bis heute wurden für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen fast 44 Millionen Euro eingesetzt. Davon entfielen auf die Förderung der beruflichen Weiterbildung knapp 7 Millionen Euro, auf Trainingsmaßnahmen über 700.000 Euro. Für Eingliederungszuschüsse an Arbeitgeber, die neue Mitarbeiter einstellten, wurden 7,5 Millionen Euro und für benachteiligte Jugendliche über 10 Millionen Euro ausgegeben. In die Unterstützung und Förderung der Mobilität derer, die wieder einen Arbeitsplatz in Aussicht hatten, investierte die Behörde über 2 Millionen Euro.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Agenturbezirk Nordhausen sank im vergangenen Jahr erneut. Verglichen mit März 2004 wurden mit 73.960 fast 3.000 Beschäftigte weniger registriert. Die Zahl der abhängig zivilen Erwerbspersonen (dies sind alle sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten, die Beamten und Arbeitslosen) verringerte sich im Jahr 2004 von 141.599 auf 140.206 im letzten Jahr.
Autor: nnz

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