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Di, 11:44 Uhr
31.01.2006

Neues aus dem Rathaus

Nordhausen (nnz). Die nnz hatte bereits gestern aktuell über Neues aus dem Nordhäuser Rathaus berichtet. Heute legen wir noch einmal nach – mit vielen kleinen Meldungen.


Firma selbst will Problem gelöst haben
„In absehbarer Zeit wird sich etwas tun“ – das kündigte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) hinsichtlich der zeitweise auftretenden Geruchsbelästigung durch die Schweinezucht-Anlage an der Darre an. Die Firma habe selbst Interesse daran, die Geruchsbelästigung einzudämmen. Technologische Lösungen dafür gebe es auch. Die nnz hatte mehrfach über die Belästigungen berichtet. Angesichts der Größe der Anlage sei allerdings nicht die Stadt die Genehmigungsbehörde für die Anlage gewesen, sondern das Landesverwaltungsamt. „Insofern können wir nichts machen, weil wir nicht am Hebel sitzen“, sagte Frau Rinke. Allerdings wolle man dem Unternehmen helfen bei der Suche nach Unterstützung für die Umsetzung der neuen Technologien zur Geruchs-Eindämmung. „Denn es geht dabei um viel Geld“, so die Oberbürgermeisterin.

Betreiber hat Vorstellungen
Der neue Eigentümer des Kieswerkes bei Bielen habe jetzt seine Vorstellungen für die Nutzung bzw. Nach-Nutzung des Abbau-Areals im Rathaus vorgestellt, sagte Nordhausens Bau- und Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse (CDU). „Die Ideen für die Kiesgewässer reichen von Wohn- bis Freizeitnutzung - sie sind alle sehr interessant.“ Da sich der Abbau immer weiter Richtung Heringen bewege, könne zum Beispiel aus einer bestehenden Kies-Insel ein guter Standort für künftige Wochenend-Nutzung sein; das Gelände hinter dem Standbad am Bielener See könne ebenfalls als Wohn- bzw. Wochenend-Erholungs-Standort entwickelt werden, und nach dem Abbau-Ende am Möwen- und Aue-See entstehe eine so große Wasserfläche, dass sogar Platz für Segelsport sein könne, sagte Dietrich Beyse. „Ich bin froh, dass wir mit dem neuen Eigentümer der Kieswerke jetzt jemanden haben, der gute Nutzungskonzepte entwickeln kann und auch ernsthaft umsetzen will“, so der Dezernent.

Großer Bewerberkreis für Bauvorhaben
34 Interessenten hätten die Ausschreibungsunterlagen für den Neubau des Kindergartens in Leimbach abgefordert, sagte Nordhausen Bau- und Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse. „Das zeigt ein sehr großes Interesse am Vorhaben.“ Bis zum 16. Februar könnten noch Angebote abgegeben werden, anschließend werde man sich für das beste entscheiden, um dann etwa im April mit dem Neubau zu beginnen. Der fertige Kindergarten könne dann im Herbst bezugsfertig sein, sagte Beyse.

Fläche wird entwickelt
Am 10. Februar wird der Planungsverband „Industriegebiet Goldene Aue“ mit der Thüringer Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) einen Entwicklungsvertrag für die mit 100 Hektar größte Industriefläche Nordthüringens unterzeichnen. Die LEG habe sowohl die Potenziale als auch das Wissen und Können, die Entwicklung und Vermarktung dieser Fläche umzusetzen. Für solch ein wichtiges und großes Vorhaben braucht der Planungsverband die Kompetenz und finanzielle Mittel - beides hat die LEG. Und darüber hinaus ist damit die enge Anbindung an die zuständigen Landesministerin sicher gestellt. Die LEG werde nach Vertragsabschluss den Flächenerwerb vorbereiten, mit der Vermarktung beginnen und mit der äußeren infrastrukturellen Erschließung. Es bleibt aber dabei: Mit der inneren Erschließung mit Zufahrten und Versorgungsleitungen wird erst begonnen, wenn sich ein Investor konkret für den Standort entschieden hat.

Festumzug – aber erst im nächsten Jahr
Das diesjährige Rolandsfest findet vom 9. bis zum 11. Juni statt. Das kündigte Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose an. Wie gewohnt werde das Fest zwischen Rathaus und Theater stattfinden. Sportliche Angebote würden sich auf dem Petersberg konzentrieren. Dort seien zwar andere Veranstalter als das Studio d4 aktiv, das auch in diesem Jahr das Rolandsfest ausrichten solle. Allerdings gebe es eine gemeinsame Vermarktung. Dr. Klose rief zugleich alle lokalen und regionalen Vereine und Verbände auf, Ideen für das Fest beizusteuern und sich zu beteiligen. Vorschläge könnten an das Amt gerichtet werden. „Denn es gilt auch in diesem Jahr : Das Rolandsfest ist ein Fest der Region, für die Region und mit der Region.“ Bliebe das diesjährige im normalen und gewohnten Rahmen, wolle man 2007 dann größer feiern, sagte Oberbürgermeisterin Rinke – vor allem wegen des 500. Jubiläums der Kornproduktion in Nordhausen. „Das ist ein wichtiges Jubiläum für Nordhausen und muss entsprechend gewürdigt werden. Deshalb ist 2007 unter anderem auch ein Festumzug geplant.“

Die neue Mitte
„Die Landesgartenschau haben wir erfolgreich abgeschlossen – das spiegelt sich jetzt auch im Namen der GmbH wider. Sie heißt jetzt `Neue Mitte GmbH` und ist in die Struktur der Stadtwerke Holding integriert. Der Fortbestand der GmbH ist vor allem aus steuerrechtlichen Gründen nötig.“ Das teilte Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) mit, der zugleich als Geschäftsführer der Mini-GmbH fungiert. Wichtigste Aufgabe der GmbH sei der Betrieb der im Zuge der Gartenschau entstandenen Anlagen innerhalb der Umzäunung auf dem Petersberg. „Als Verantsalter wird sowohl die GmbH selbst auftreten als auch das städtische Kulturamt, und selbstverständlich können auch Extern das Gelände nutzen“, so Jendricke. So sei – neben vielen anderen Veranstaltungen - der Petersberg zum Beispiel für ein Matthias-Reim-Konzert und den EVN-Tag gemietet worden.

Der Petersberg solle auch im Zentrum der Nordhäuser Veranstaltungen rund um die Fußball-WM stehen. „In Kooperation mit einem Privat-Anbieter wollen wir auf dem Berg dazu interessante Veranstaltungen anbieten. Dazu gibt es in dieser Woche ein weiteres Gespräch“, so Jendricke.
Autor: nnz

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